Love, Relationship

„I would have married you…“

Get the feeling: With Or Without You – Scala & Kolacny Brothers

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Es nicht gerade einfach, sich als bald 33-jährige unverheiratete, kinderlose Frau von einem Verflossenen, den man damals für den Mann des Lebens gehalten hatte die Sätze „Ich hätte dich geheiratet, du wärst mein letzter Flirt mit der Liebe gewesen“ und „Du musst Kinder haben, du bist die perfekte Mutter“ anzuhören — und das 2.5 Jahre nach dem Ende der damaligen Beziehung, während man schon wieder jahrelang glücklich vergeben ist ohne Aussicht auf baldige Hochzeit oder Kinder.

So viele Jahre lang habe ich dafür gebetet, dass dieser Mann mich liebt und für immer bei mir bleibt. So oft habe ich bitter geweint und das Universum angefleht, uns zusammenzubringen. So sehr habe ich mir Kinder von ihm gewünscht und mir ausgemalt, wie sie wohl aussehen werden und wie viel sie mir bedeuten werden.

Die wahrscheinlich größte Herausforderung in unserem irdischen Leben ist die Tatsache, dass wir nicht in die Köpfe unserer Mitmenschen schauen können und (seien wir mal ganz ehrlich) eigentlich keinen blassen Schimmer davon haben, was sie fühlen und denken. Oder aber…die Tatsache, dass wir nicht ein Mal in unseren eigenen Kopf schauen können und keinen blassen Schimmer davon haben, was wir selbst tatsächlich fühlen und denken.

Wahrscheinlich sollte ich mir von einem Psychologen dabei helfen lassen, endlich mal zu lernen, wie man mit der Vergangenheit abschließt. Bei mir ist es immer ein sehr langer verschachtelter, höchst selbstzerstörerischer Prozess, den ich auf masochistische Art und Weise genieße. Da ich mir jedoch in England den Besuch beim Psychologen nicht leisten kann und dieser Blog für mich sowieso als meine ganz persönliche bizarre Psychotherapie fungiert, werde ich nun einen weiteren Versuch veranstalten, meine Irrungen und Wirrungen zu verstehen. Und die Welt kann mitlesen — siehe unten.

Das Hauptproblem mit meiner letzten gescheiterten Beziehung: Es war wohl die signifikanteste Beziehung meines Lebens, sie erstreckte sich über die längste Zeit, hatte die größten Komplikationen, es wurden die größten Hürden überbrückt, von dem ersten Augenblick an an die höchsten Hochs erreicht. Gleichzeitig gab es in dieser Beziehung auch die geringste Auseinandersetzung mit Problemen. Das Ende kam nach einem langem hilflosen Schweigen, endloser Distanz, Ignoranz, Abschirmen von beiden Seiten, Verschlossenheit, Kälte. Das Ende traf ein, ohne ein klärendes Gespräch unter vier Augen und ohne jegliche Versuche es zu verhindern. Wir haben unseren stummen Streit vor den Augen anderer Menschen ausgetragen und haben dabei unsere Masken zu jeder Zeit anbehalten. Nichts von dem was am Ende geschah war echt, alles war Teil eines traurigen Theaterstücks, vorgeführt vor einem Publikum, das nicht an uns glaubte, uns verwirren wollte, mit unseren Gefühlen spielte, uns vielleicht sogar zerstören wollte? Er hat es beendet und ich bin gegangen. Das war nicht ich selbst, die gegangen ist, die kampflos aufgegeben hat.

Es wird Zeit ein hoch komplexes Drama auf 30 Punkte zu reduzieren und einfach ehrlich zuzugeben, was damals geschah — absolut auf die berechtigte Gefahr hin, dass ich von euch verurteilt werde. Anschließend kann ich dann ein millionstes Mal versuchen, die „Fakten“ zu analysieren und zu verstehen, was damals eigentlich passiert ist…siehe meinen nächsten Blogbeitrag. 

 

 

 

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Just make that wish.

Get the feeling: Starlight – Muse

Mir ist etwas wichtiges klar geworden, auf ein Mal, nach dem ich bereits zwei Jahre lang mit meinem Freund zusammen bin und mir kontinuierlich Sorgen mache, dass er nicht bereit sein koennte, mich in naher Zukunft zu heiraten und mit mir eine Familie zu gruenden, unter anderem weil er 4.5 Jahre juenger ist als ich (28 vs. bald 33), waehrend ich hauptsaechlich wegen ihm immer laenger in London bleibe, obwohl mir ein Leben ohne meine Familie und engsten Freunde oft schwer faellt.

Mir ist klar geworden, dass sich bisher nicht viel nach vorne bewegt hat, weil ich mir selbst nicht sicher war bis heute. Ich wusste ich liebe ihn, ich wusste er macht mich gluecklich und ich wusste ich vertraue ihm wie keinem anderen zuvor, aber ich hatte mich noch nicht fuer ihn als den Mann meines Lebens entschieden und genau deshalb hatte er sich auch noch nicht in diesen verwandelt.

Endlich ist mir klar geworden, dass der einzige Grund fuer seine Unentschlossenheit, meine eigene Unentschlossenheit war. Unsere eigenen Emotionen spiegeln sich in der Seele unseres Gegenueber wieder; wenn wir eine andere Person anstrahlen, wird dieses Strahlen zu uns zurueck reflektiert und wenn wir kontinuierlich Signale von Unsicherheit und Hinundhergerissenheit aussenden, dann koennen wir davon ausgehen, dass diese Unsicherheit ansteckend ist und sich mehr und mehr ausbreiten wird. Ich bin es, die stets bedingungslose Liebe lobpreist, jedoch habe ich selbst mich bisher nicht getraut ihn bedingungslos zu lieben, ohne ihn dazu zwingen zu wollen einen maginaeren Vertrag zu unterschreiben, in dem er mir bescheinigt, dass wir definitiv heiraten und Kinder kriegen. Es ist wohl Zeit loszulassen, sich fallen zu lassen, zu geben was man hat und zu schauen was passiert. Einer von uns muss wohl als erster ’springen’…vielleicht derjenige, der es eiliger hat?

Gestern bin ich gesprungen; ich habe mich meinem Freund zum ersten Mal richtig geoffnet, ihm alle meine Sorgen hinsichtlich Familiengruendung und Fernweh gestanden und ihn gebeten mir zu sagen, was ich tun soll. Zu meinem Erstaunen fing er mich auf (oder sprang mit mir?) indem er sagte, dass ich ihn lieben und bei ihm bleiben soll. Er hat seine Unsicherheit abgelegt und zum ersten Mal nicht mit ‚Ich weiss nicht…‘ geantwortet.

Als ich dann heute ‚Starlight‘ von Muse hoerte, dachte ich mir das erste Mal im Leben: ‚Das wird der Song auf unserer Hochzeit‘. Als ich dann die Strasse ueberquerte, sah ich ploetzlich, wie sich unsere Eltern umarmen vor meinem inneren Auge (sie haben sich bisher noch nie getroffen oder auch nur von einander gehoert). Auf ein Mal schien alles Moeglich und unsere Beziehung ergab wahrhaftigen Sinn.

Ich fasste den Entschluss, mir von nun an unser zukuenftiges gemeinsames Leben im Detail auszumalen. Von heute an werde ich mir erlauben, zu traumen und zu planen und ihn einladen es gemeinsam zu tun. So werden wir uns in unserer Phantasie ein Leben erschaffen, das wir uns beide wuenschen. Und so wird es dann auch in Erfuellung gehen.

Liebe ist Magie, die nur entfachen kann, wenn beide Liebenden an Zauberei glauben und sich auf diese einlassen.

 

 

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True love is…

 

…not pain.

…not suffering.

…not disillusion.

…not chaos.

Nein. Wahre Liebe ist vor allem eins: innere Ruhe.

Diese innere Ruhe bringt Menschen dazu, sich mutig in eine Kirche zu stellen und vor ihren Familien und allen anderen Menschen, die ihnen auf dieser Welt etwas bedeuten, vor Gott und dem Universum etwas absolut „unmenschliches“ zu versprechen: sich bis an ihr Lebensende zu ehren, zu lieben, einander treu zu bleiben in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut, in guten sowie in schlechten Zeiten. So ein Versprechen können wir nur machen, wenn dieser andere Mensch für uns der „Hafen“ ist, an dem das Bot unseres Lebens endlich angekommen ist und Frieden gefunden hat. Natürlich heiraten viele Menschen aus rationalen oder finanziellen Gründen, aus Sicherheit oder in manchen Kulturen, weil sie von ihren Familien dazu bewegt oder sogar gezwungen werden – von diesen Fällen spreche ich hier nicht. Ich spreche von einem Versprechen aus reinstem Herzen, gebettet auf dem festen Glauben daran, dem Versprochenen für immer treu bleiben zu können. Wir alle wissen ganz genau, dass „für immer“ ganz schön erschreckend ist, „für immer“ ist utopisch und irrational, „für immer“ ist so viel mehr als wir kleine unbedeutende so oft unseren Gefühlen und Instinkten ausgelieferte Kreaturen versprechen dürfen. „Für immer“ ist als wäre man in einem kleinen Boot inmitten des Ozeans…

Und dennoch.

Und dennoch gibt es viele Menschen, die sich vor einander hinstellen, sich an den Händen fassen, aufrichtig in die Augen blicken und dabei keine Angst haben von „für immer“ zu sprechen und zu versprechen. Sie tun es, weil sie innere Ruhe spüren, seitdem dieser andere Mensch ein Teil ihres Lebens ist, weil sie sich in seinen/ihren Armen einfach zu Hause fühlen, geliebt, beschützt, wertvoll, VERSTANDEN. Sie fühlen sich als wären sie ihr Leben lang allein gewandert, bis zu dem Tag, an dem dieser andere Mensch in ihr Leben trat und anfing mit ihnen gemeinsam zu wandern. Sie vertrauen diesem anderen Menschen blind, weil sie spüren, dass diese andere Person leidet, wenn sie leiden und daher alles tun würde, um sie zu beschützen und vor Schmerz zu bewahren.

Anstatt Angst davor zu haben, sich an jemanden zu binden und sich ewig zu langweilen, freuen sie sich auf das Team, in dem sie nun für immer aufgenommen sind, ein Team, welches größer werden wird mit den Jahren und vertrauter. Sie können es kaum erwarten, sich selbst zu entfalten, während sie aus der inneren Ruhe Kraft schöpfen, die ihnen ihre andere Hälfte und die gemeinsame wahre Liebe beschert. Und sie freuen sich auf das gemeinsame Leben, die gemeinsamen Herausforderungen und sogar Probleme, die man zusammen bewältigen kann. Sie freuen sich darauf, gemeinsam die wundervolle Welt zu sehen, bunte Erlebnisse mit einander zu teilen, etwas aufzubauen und ein Zuhause voller Liebe zu erschaffen.

Natürlich bringt all‘ dieses Glück auch Verlustängste und Sorgen mit sich, denn das Leben ist kein Kinderspiel: Probleme, Streit, Eifersucht und auch mal Leid wird es geben.

Dennoch weiss ich jetzt für mich, dass Schmerz, Leid, Ernüchterung und Chaos nicht „wahre Liebe“ bedeuten, sondern ganz einfach, dass zwei Menschen sich entweder nicht genug Lieben und daher unvorsichtig mit den Gefühlen des anderen umgehen anstelle die Seele des anderen mit allen möglichen Mitteln, als wäre es die eigene, zu beschützen, oder aber, dass sie einander trotz Liebe einfach nicht verstehen können, so sehr sie es sich auch wünschen mögen, sodass sie daran verzweifeln und zerbrechen.

Wahre Liebe dagegen ist innere Ruhe. Glasklares Quellwasser aus den blauen Bergen.

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Time to surrender..

Ich bin verrückt nach seinem süß-herben Geruch, seiner warmen Umarmung und dem rauen Klang seiner Stimme.

Und doch weiss ich nicht, wie es ist, ihn küssen, ihn zu schmecken. Ich kenne nicht den Duft seines Atems. Ich weiss nicht, wie sich seine Haut auf meiner anfühlt. Ich habe absolut keine Ahnung, wie es ist, ihn in mir zu spüren. Ich weiss nicht, was er mir zuflüstern würde, wenn er mich endlich nehmen würde und behandeln würde, als wäre ich seins, einzig und allein seins. Endlich.

„It’s that time of year
Leave all our hopelessnesses aside…“

Ich weiss nichts. Nichts, ausser dass ich mir das alles mit jeder Zelle meines Körpers wünsche, schon immer. Langsam wird es Zeit, den Mut aufzubringen, es mir selbst einzugestehen.

Auch weiss ich, dass ich es mit ihm geniessen würde, wie ich noch nie etwas genossen habe. Weil ich niemals einen anderen mir sexuell fremden Menschen so sehr wollte. Ich würde es lieben mit meinem gesamten Herzen, meiner gesamten Seele.

Der Moment wenn sexuelles Verlangen und die Sehnsucht des Herzens verschmelzen und sich in einander verlieren… Man kann nicht sagen, welche der beiden Kräfte stärker ist, weil es eines Tages diesen einen ganz bestimmten Punkt gab, an dem Verlangen und Liebe sich küssten und mit diesem Kuss ihre ewige Einheit besiegelten. Die höchste Form von Liebe…herzzerreissender Liebe, die einen nachts nicht schlafen lässt und auch am Tag keine Ruhe gibt vor schreiender kunterbunter Gedanken an den anderen und irrationaler Sorge um sein Wohl gepaart mit einer wilden sexuellen Sehnsucht, die nichts anderes akzeptieren will, als diese beiden Körper vereint, so lange wie möglich, so intensiv wie möglich und so oft wie möglich. Hunger, Durst, verzweifelte Erregung, bittere Einsamkeit, alles in einem und das obwohl es Brot, Wasser und andere Menschen im Überfluss gibt.

Es ist grausam zu wissen, dass NICHTS auf dieser Welt, nichts und absolut nichts, noch nicht mal wir selbst, das aufhalten kann, was zweifellos und unabwendbar passieren muss und wird. An diesem Punkt der Sehnsucht gibt es kein Gewissen, keine Regeln, keine Rücksicht und keine Scham. Es gibt nur hoffnungslosen Durst und glasklares Wasser direkt vor mir. Ich werde es trinken. Wenn ich die Chance bekomme, es zu trinken, dann werde ich es tun, immer wieder.

Ich werde ihn auf mich zulaufen sehen, mit einem breiten Lächeln auf den vollen Lippen und einem Glitzern in seinen verspielten dunklen Augen. Wir werden uns von oben bis unten mustern und einander wie immer direkt in die Herzen schauen und es wahrscheinlich nicht glauben können, dass es tatsächlich wir sind, nur wir zwei allein. Er wird mich an sich ziehen, ich werde die Vergangenheit hinter mir lassen, nachgeben und in seine Umarmung fallen, er wird wie immer meinen Kopf festhalten. Wir werden alles um uns herum vergessen mit dem Duft des anderen in der rosaroten Luft. Dann wird er mein Gesicht in seine Hände nehmen und unseren Qualen endlich ein Ende bereiten. Ich will nur seine Lippen, nichts anderes auf dieser Welt.

Ich bin kurz vorm verdursten und er ist mein Wasser. 6 ewige Monate ist es her, dass ich ihn sah, roch und seine Stimme hörte.

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How to grab me, how to take me, how to make me yours.

Da ich nun endlich meinen älteren Beitrag „Grab me, take me, make me yours!“ vollendet habe (YAY!), dachte ich mir, es sei durchaus sehr schade, wenn einige von euch, meine wenigen aber werten Leser (erzählt euren Freunden doch mal von meinem Blog!?), sich das Ende entgehen lassen würden. Hier ist es:

„Alle klugen, oder eher weisen Frauen haben sich bereits vor einigen Jahren einen tollen Mann „gekrallt“, mit ihm und ihren zwei bis drei bereits laufenden Kindern leben sie nun ein erwachsenes Leben.

Ich werde mir keinen Mann „krallen“, den Fehler um einen Mann zu buhlen mache ich nicht noch mal (siehe Niall), das könnt ihr mir glauben. Die männlichen Vögel führen den Balztanz auf, da hat die Natur sich was bei gedacht. „Krallen“ oder „nicht krallen“, natürlich weiss ich dennoch, dass ich irgendwann wieder eine Beziehung haben werde. Ich weiss auch, dass ich mit meinem Seelenverwandten eine Familie gründen und drei Kindern das Leben schenken werde. Es fällt mir jedoch sehr schwer, mir vorzustellen, wie es wohl dazu kommen wird. Der grosse Wald und all diese Bäume. Auch ich habe – wie alle Londoner Singles – Schwierigkeiten durchzublicken. Es gibt viel zu viele Optionen und es fällt schwer, sich für einen einzigen Weg, beziehungsweise eine einzige Person, zu entscheiden. Ich habe das seltsame Gefühl, dass der richtige Mann mich einfach schnappen und festhalten wird – ein paar Männer hatten mich im Laufe meines Lebens bereits geschnappt, jedoch schaffte es bisher keiner, mich anschliessend auch festzuhalten. Der eine Mann, der in der Lage sein wird sowohl zu schnappen, als auch zu halten wird mir zu sagen:

„Du bist meine Frau und gehörst zu mir. Für immer.“

Und ich werde nicken und meine kleine Hand in die grosse seine legen.

Daraufhin wird er stets an meiner Seite sein und irgendwann nach nicht all zu langer Zeit um meine Hand anhalten und mich schwängern. Mein Gefühl sagt mir, dass ich genau das brauche und dies der einzige Weg sein wird, um mich „zu bekommen“.

Wer wird wohl dieser mutige Mann sein? Ich bin gespannt.“

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Loin des yeux, loin du coeur…

„Aus den Augen aus dem Sinn“ – Tatsächlich? – Sieht stark danach aus…

Frisch aus Paris zurückgekehrt, den Geschmack seiner Lippen noch auf den meinen, seine wunderschöne sanft-männliche R’n’B-Singstimme in den Ohren und unsere romantisch-tiefgründigen Themen im Kopf, verfasste ich diesen übereifrigen Beitrag, woraufhin ein paar von euch ihn – bzw. seine ursprüngliche Version – lasen und sogar auf „Gefällt mir“ klickten. Ein paar Tage später schaute ich mir diesen Text wieder an. Plötzlich fühlte ich mich wie der größte Vollidiot aller Zeiten. Zu Recht fragte ich mich daraufhin, wie man mit 30 Jahren nur immer noch dermaßen naiv sein kann und änderte den Beitragsstatus von „veröffentlicht“ zu „Entwurf“.

Die Chemie schien perfekt und er mich wirklich zu mögen, doch seit vier Tagen hat er mich vergessen. Es könnte möglicher Weise auf mein unfassbar hohles Verhalten zurückgeführt werden: Nach ein paar Tagen Friede, Freunde, Eierkuchen zwischen Paris und London thematisierte ich die Herausforderung in Kontakt zu bleiben während wir in unterschiedlichen Ländern leben und offenbarte ihm praktisch, dass ich in ihn verliebt bin und mein Leben für eine Fernbeziehung mit ihm geben würde… Ich sagte ihm, dass ich ihn vermisse und fragte ihn, ob er mich denn schon vergessen habe. Daraufhin äußerte er sich nicht all zu ausführlich, seine Hauptaussage war: „Ich habe dich nicht vergessen, jedoch muss ich dich sehen, um Gefühle und Verlangen aufbringen zu können.“ Ich laberte Müll und schickte ihm ein paar Fotos und Videos von mir und meiner Stadt – ich bin echt schlimmer als Kate Hudson in „Wie werde ich ihn los in 10 Tagen“. Anschliessend schwiegen wir beide zwei Tage lang, woraufhin er dann schrieb „Ich bin noch am Leben, aber sehr beschäftigt. Ich werde dir heute Nacht antworten und alles erklären. Habe einen schönen Abend, Sweety“ und sich anschliessend die nächsten fünf Tage nicht meldete. Bis heute. Ich habe mich verhalten wie ein Lamm, das sich selbst erlegt und sich dann sterbend vor die Pfoten des Löwen wirft, anstatt sich wie jedes vernünftige Lamm jagen zu lassen. Dummes verliebtes Lamm. Selbst schuld.

Ein kleiner Auszug aus dem ursprünglichen Beitrag:

„Warum sehe ich dann immer noch das magische Funkeln seiner Augen klar vor mir? Warum sitze ich hier absolut nichtsnutzig auf Arbeit herum und kann an nichts anderes denken als an die schönsten und tiefsten Augen, in die ich jemals blicken durfte?

Noch nie hatten andere Augen eine solche Wirkung auf mich, noch nie habe ich so ein Funkeln gesehen und das Gefühl gehabt, dass Magie im Spiel sein muss.

Oh mein Gott…Brida…oh mein Gott…!

In Paolo Coelho’s Buch „Brida“ meint der Zauberer,  dass man seinen Seelenpartner am „funkeln im Auge“ erkennen kann. Wenn dieser Zauberer Recht hat, dann habe ich meinen Seelenverwandten am Samstag, den 17. Oktober 2015 um 22:50 in Paris am Gare d’Austerlitz getroffen. Um 23:07 verliess er den Zug unseres Schicksals mit einem Lächeln, meiner Nummer und der Aussicht auf ein Treffen am nächsten Tag. Eine Station zuvor stieg er zunächst aus, um zu meiner grossen Überraschung wieder einzusteigen und mich anzusprechen nachdem wir einander durch das Zugfenster anlächelten.“

Eine wahre Filmgeschichte. So ein Quatsch.

Warum schöpfen Menschen unentwegt Hoffnung, auch wenn sie immer wieder verletzt und enttäuscht werden?

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Die Konkurrenz schläft nicht: Einblick in das Leben einer Singlefrau. 

Das Leben als Singlefrau macht Spass. Das Leben als Singlefrau in London macht sehr viel Spass.

Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Beitrag „Fallin’…? No no no!“. In diesem Beitrag ging es darum, dass man sich während der spannenden Zeit als begehrter Single durchaus mal verknallen kann. Hier ein kleiner Auszug:

„Meist tritt dieser Moment genau inmitten der heiligen Zeit als entspannter, sorgenfreier und hochbegehrter High Heels tragender Kuss-Schlampen-Single ein, noch deutlich vor der Phase, in der man sich sein Kissen umarmend in mehrere Kuscheldecken wickelt, um sich drei Liebesfilme und eine Jim and berry’s Familienpackung reinzuziehen, während man sich nichts sehnlicher wünscht, als dass der nicht existierende Partner mit einer Tasse heissen Tee in den Raum kommt, den nicht vorhandenen Kamin anheizt, einen in die starken Arme nimmt und auf die Stirn küsst.“

Aktuell habe ich fünf Monate Singledasein hinter mir. Es war eine schöne Zeit und ist es noch immer. Ich geniesse jedes Wochenende und bin wenn ich die Clubs betrete fast genauso euphorisch wie zu Zeiten der ersten Partyphase meines Lebens mit süßen 18 Jahren.

Der Winter rückt jedoch immer näher und ich bekomme heimlich Lust zu kuscheln und ein mir vertrautes Gesicht zu streicheln. Etwas leckeres zu kochen und gemeinsam Tee zu trinken. Zum ersten Mal kommen die Erinnerungen an das letzte Weihnachtsfest mit Niall hoch…wir verbrachten Weihnachten mit meiner Familie und tranken verliebt Glühwein auf sämtlichen Berliner Weihnachtsmärkten.

Ich bin noch nicht bereit für die nächste Beziehung.

Vor ein paar Tagen schickte mir Niall mal wieder meine Post. Ich antwortete „Cheers. Hope you are fine“ und bekam heute morgen die Antwort „No problem. Hope you are good“. Diese Woche werde ich mal wieder mit seiner (und Tristans!) Mutter dinieren, wir machen das ab und zu mal… Als sie mir schrieb und fragte wie es mir gehe, fragte ich sie sofort wie es Tristan geht. Sie antwortete nicht auf diese Frage. Ich wette unsere „unsittliche Verbindung“ war ihr nicht entgangen…

Ich bin noch nicht bereit für die nächste Beziehung.

To be continued…

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