General, Personal Challenges

Meine Bestimmung.

Get the feeling: So Far Away by Martin Garrix & David Guetta 

Hallo. Lange ist er her seit ich euch mit meinen ständig wechselnden Gedanken und Theorien belästigt habe, doch keine Sorge, es wird sehr viel von mir kommen in der nächsten Zeit, mehr als ihr wahrscheinlich Lust habt zu lesen, meine liebsten Leser.

Ich habe beschlossen einfach zu schreiben, zu schreiben bis ich endlich anfange daran zu glauben, dass ich schreiben kann, dass ich jemals ein ganzes Buch schreiben kann. Es wird Zeit meine Angst vor dem Schreiben zu verlieren, meine Angst vor dem seelischen Entblößen, vor der Verletzlichkeit, die mit dem Schreiben einhergeht.

Nichts will ich mehr, als etwas in dieser Welt zu bewegen, etwas zu dieser Welt beizutragen. Je länger ich im Büro arbeite, desto mehr wird mir klar, dass ich zwar sicherlich das Leben meiner Kunden bereichere und mit meiner positiven Energie,  Lebensfreude und Leidenschaft ihre tägliche Arbeit aufwerte, dennoch ist es irgendwie nicht wie es sein sollte, wenn ich in der Marketingberatung arbeite mit der Mission Menschen mit Lebensenergie zu erfüllen anstelle von dem Marketing selbst begeistert zu sein. Ich kann es verstecken so viel ich will, ich kann mich drehen und wenden, aber verdammter Mist, ich bin nun mal ein Künstler und kein Büromensch. Always been, always will be. Es tut mir leid, Wirtschaft, aber ich scheiß auf dich.

Ich will etwas bewegen in dieser Welt, etwas hinterlassen. Und dabei muss ich mich auf etwas verlassen, das ich kann, das mir von Gott gegeben wurde.

Und mittlerweile weiß ich was ich am Besten kann im Leben: Ich habe die Gabe meine Mitmenschen zu inspirieren, ein Feuer in ihnen zu entfachen, ihnen Hoffnung zu geben, in ihnen Glauben zu kreieren. Täglich mache ich genau das mit meinen Freunden und Menschen die mir im Leben begegnen, doch dort draußen gibt es Millionen anderer Menschen die Liebe und Inspiration brauchen.

Ich habe immer gedacht, dass es keinen Sinn macht ein Buch zu schreiben, weil ich vielleicht nicht in der Lage sein werde ein Tolstoi zu sein, weil ich nicht mithalten können werde mit allen diesen brillanten Schriftstellern dieser Welt und nicht zuletzt auch weil man sich meist nicht ernähren kann vom Schreiben. So schnell wird mir als „Wanna-Be-Schriftstellerin“ kein Mensch 60.000 Euro jährlich zahlen, dafür dass ich hier rumsitze und heulend meine Schreibblockaden bekämpfe…

Und dennoch gehen mir langsam die Ausreden aus…denn so viel Angst ich vor dem Karussell der Gefühle beim Schreiben auch haben mag, noch viel mehr lehnt sich jede Zelle meines Körpers dagegen auf Teil der freien Wirtschaft zu sein und zu existieren ohne etwas zu dieser Welt beizutragen, täglich einfach nur über Return of Investment nachzudenken. Jeder Tag im Marketing kommt mir einfach nur verschwendet vor, als säße ich in einem hübschen Käfig. Und wie sehr ich mich auch belügen mag, dass ich in der kreativen Industrie tätig bin und Marken erschaffe, die Konsumenten was geben…das ist alles ein kommerzielles Konstrukt gefüllt mit im besten Fall Luft und wahrscheinlich eher mit Scheiße. Es geht um die Absicht. Und wenn die Absicht ist zu verkaufen, dann kann die Tätigkeit selbst aus meiner Perspektive nicht sinn-stiftend sein. Klar müssen wir alle überleben und unsere Mieten zahlen, und sehr gerne nehme ich eine großzügige Bezahlung entgegen für großartige Arbeit, die ich leiste. Dennoch kann kein wundervolles einzigartiges Werk erschaffen werden einfach nur aus der blanken Absicht heraus damit Kohle zu verdienen. So werde ich einfach schreiben mit der Mission Menschen etwas zu geben und diese Welt zu verändern und mein eigenes Herz dabei zu wärmen, jede Sekunde in der ich diese Kunst betreibe. Und alles andere wird von selbst kommen, da bin ich mir sicher. Fuck 60.000 Euro, fuck it all. Das was mir das Schreiben gibt, kann mir kein Geld der Welt geben.

Doch nicht vor der Armut als Schriftstellerin habe ich am meisten Angst, meine größte Angst ist dieses Gefühl sich nackt zu fühlen, nach dem man sich vor der ganzen Welt seelisch entblößt hat, dieses Gefühl, dass man dort komplett verletzlich steht und alle einen angucken und über einen urteilen. Dieses Gefühl löst in mir die blanke Panik aus, und Scham, und Ekel. Und noch beunruhigender ist dieses Gefühl, dass man beim Schreiben so viel fühlt, dass man es kaum ertragen kann und nach gar nicht so langer Zeit einfach dankbar ist Excel zu öffnen und stumpf zahlen in die Kästchen zu tippen um sich und seine extremen Gefühle zu verdrängen und sich zu vergessen. Man fragt sich, wie lange man es durchhalten kann, sich ständig zu öffnen und so viel zu fühlen…doch will man stattdessen nichts fühlen?

Ich glaube bisher habe ich alle meine Ängste im Hinblick auf das Schreiben nie überwinden können, weil ich selbst nicht Motivation genug war. Doch wenn es andere Menschen sind für die ich das alles auf mich nehme, dann ist alles auf ein Mal ganz anders.

Heute beschließe ich hiermit Schriftstellerin zu sein. Ich werde schreiben. Schreiben schreiben schreiben. Ich werde endlich die Künstlerin sein, die ich von Geburt an bin. Ich werde Musik hören, singen, tanzen, Theater spielen, reisen und Menschen zuhören. Ich werde alles in mir aufsaugen und daraus meine kreative Kraft für das Schreiben schöpfen. Ich werde mich nicht damit aufhalten, dass ich keinen perfekten Plot habe, oder dass ich nicht genug der Literaturklassiker gelesen habe, oder dass ich vielleicht nicht gut genug schreibe. Ich werde schreiben. Es fühlt sich richtig an, alle Pfeile des Universums weisen in diese Richtung.

Lasst uns ein Leben leben, das wert ist gelebt zu werden.

 

 

 

 

 

 

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Love

Wie das Leben so spielt…

Letzte Nacht hatte ich einen Traum, der mir absolut wie Realität vorkam. Ich wachte schweißgebadet voller Schuldgefühle neben meinem Freund auf, um erleichtert festzustellen, dass es Gott sei Dank nur ein Traum war und ich dem Mann, der mich so glücklich macht, mir so viel Liebe gibt und in mir auslöst nicht fremdgegangen bin. Auch in meinem Traum bin ich ihm quasi treu geblieben, dennoch war die Situation schon sehr heikel und es brach mein Herz allein daran zurückzudenken.

Im Traum war mir bewusst, dass ich vergeben bin und den Mann an meiner Seite liebe. Dennoch traf mich mit Tristan und irgendwie kam es dazu, dass ich mich während ich mit ihm war zu ihm hingezogen fühlte und es war offensichtlich, dass es ihm ähnlich ging. Auf ein mal kam er ganz nah an mich heran, küsste zunächst langsam und zärtlich meine Wangen um sich anschliessend meinem Mund zu nähern. Ich war schwach in diesem Traum, alle damaligen Gefühle kamen hoch, ich wollte es auf der einen Seite um jeden Preis verhindern, dass er mich küsst und gleichzeitig war ich wie gelähmt in bebender Erwartung seiner Lippen auf den meinen. Er kam immer näher und näher bis sich unsere Lippen beinahe berührten, während meine Seele schrie „Tue es nicht verdammt, du wirst dir alles zerstören!“ Plötzlich spürte ich zu meinem größten Schock den Hauch einer tatsächlichen Berührung, was mich sofort aus meiner Trance befreite, sodass ich mich wiederum in letzter Sekunde aus dieser bittersüßen verhängnisvollen Situation befreien konnte. Ich fühlte mich schrecklich nach diesem Traum und doch war ich erleichtert, dass ich sogar im Traum meinem Freund treu blieb…

Dennoch muss ich zugeben, dass ich seitdem nicht anders konnte, als einige Male an ihn zu denken… Auch konnte ich nicht anders, als mich plötzlich wieder an unser damaliges Wiedersehen nach schmerzhaften sechs Monaten (12. Juni bis zum 7. Dezember 2015) zu erinnern.

Ich verlasse London Bridge station. Ich sehe ihn da stehen in seiner Northface-Jacke, Hände in den Taschen, das Gesicht freundlich aber leicht besorgt. Ploetzlich sieht er mich. Er kommt mir entgegen und ein zauberhaftes breites Lächeln überflutet langsam sein schönes männliches Gesicht. „Ey Svet“…er nimmt mich in den Arm und hält mich etwas zu lange. Ich habe ein schwarzes kurzes Kleid an und trage mein goldblondes Haar offen, ich habe mich einparfümiert, reichlich einparfümiert. In meinem Kopf läuft eine einzige Frage Amok „Hat er eine Freundin?“. Mit meinem dritten Satz schiesst die Frage: „Und wie vielen Frauen hast du in dieser langen Zeit den Kopf verdreht…?“ heraus. Woraufhin ein Schlag ins Gesicht zurückkommt: „Ich habe seit 4 Monaten eine Freundin.“ Meine Welt fängt an zu bröckeln  ich bekomme keine Luft und muss mich extrem zusammenreissen, um nicht in Tränen auszubrechen. Es fällt mir unfassbar schwer mich zu konzentrieren, ich lasse ihn das Pub wählen  kann keinen klaren Gedanken mehr fassen… Er sucht etwas aus… Wir setzen uns, ich habe keinen Hunger… Er wählt voller Leidenschaft meine Lieblingsspeisen für mich aus und bestellt sie… Ich lasse ihn einfach machen… Mir ist alles egal, ich kann nicht mal eine Garnele hinunterschlucken, nicht mal mein absolutes Lieblingsessen… Er bestellt Zitrone für mich und fügt hinzu, dass es sehr viel sein soll und strahlt mich voller Fürsorge an, stolz, dass er mich immer noch so gut kennt. Ich bin schockiert, dass ich zum ersten Mal im Leben Zitrone vergessen habe… Er bestellt einen Spiced Rum mit Cola und ich nicke, dass ich das selbe will. Ich lächele durchweg, damit er bloss nichts von meinem Schock und der Verzweiflung, die sich in mir ausbreitet mitbekommt.

Er spricht von ihr, die Geschenke, die Reisen, ihr Humor. Ich merke, sie ist nicht ich, aber es ist okay so. Unsere Chemie ist wie immer, er hält sich nur zurück, ich kenne ihn, er kann mir nichts vormachen. Wir albern rum, lachen, fassen uns an den Händen, kämpfen… Er sagt er habe gelernt, nicht die ganze Zeit zu texten mit einer Frau, weil man sich sonst nicht zu sagen habe Abends… Ich weiss, dass wir dieses Problem nie hatten, er weiss es auch.

Mein Herz zerreisst, während ich ihn anlache. Ich verliere mich in seinen Augen und in meinen eigenen Gefühlen und Gedanken. Meine Seele brennt mit jedem Insider mehr. Jeder Longdrink, von denen wir einige trinken, bringt mich ihm und dem Abgrund meiner verzweifelten Gefühle näher. Ich geniesse jede Minute mit ihm und sauge jeden Moment auf, jedes Lächeln, jeden Klang, jeden Geruch. Gleichzeitig verliere ich meinen Verstand wenn ich auch nur daran denke, dass ich ihn wohlmöglich wieder einige Monate nicht zu Gesicht bekommen werde. An die Tatsache, dass er jetzt einer anderen gehört, nach sechs Jahren allein tatsächlich wieder vergeben ist. Glücklich vergeben. Endgültig vergeben.

Ich frage mich was er wohl fühlt? Fühlt er denn gar nichts? Werde ich jemals erfahren, ob auch er mich wollte. Mich so sehr wollte, dass es weh tat?

Wir verlassen die Bar und laufen zurück. Wir albern herum, umarmen uns, lachen. Plötzlich ist alles vorbei. Er muss rechts und ich links. Wir umarmen uns und lassen wieder von einander los. Ich schaue ihn an und kann nicht anders, als ihn noch ein einziges Mal an mich zu ziehen. Dann lasse ich ihn gehen und winke, winke bis ich ihn nicht mehr sehe. Dann breche ich endlich in Tränen aus, in schluchzenden, schallenden Tränen in mitten von all diesen Menschen. Ich weine und weine und weine. Ziehe mir meine riesige Kapuze über den Kopf und weine den ganzen 50-minütigen Nachhauseweg weiter. Ich starre die U-Bahntür an und diese bizarre unterirdische Welt zerschmilzt vor meinen Augen. Zu Hause angekommen weine ich weiter, während ich mir all die Lieder anhöre, die mich an ihn erinnern, rauche einen Joint und schlafe erschöpft ein.

Mittlerweile habe ich seine Freundin kennen gelernt, und habe mich von ihm vor ihren Augen mit seiner Gabel füttern lassen und mir angehört wir er ihr erklärt was „Svet so macht und mag“ und wieder zusehen können, wie er mir ganz viel Zitrone zu meinem von ihm ausgesuchten Essen bestellt. Mittlerweile sehen wir uns ab und zu auf einen abendlichen Drink, schenkten uns jeweils teuere Dinner zu unseren Geburtstagen und texten immer mal wieder. Langsam wird alles mehr „normal“ zwischen uns, nur dass „normal“ bei uns nie wirklich „normal“ war. Und vielleicht niemals sein wird.

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General

Time to surrender..

Ich bin verrückt nach seinem süß-herben Geruch, seiner warmen Umarmung und dem rauen Klang seiner Stimme.

Und doch weiss ich nicht, wie es ist, ihn küssen, ihn zu schmecken. Ich kenne nicht den Duft seines Atems. Ich weiss nicht, wie sich seine Haut auf meiner anfühlt. Ich habe absolut keine Ahnung, wie es ist, ihn in mir zu spüren. Ich weiss nicht, was er mir zuflüstern würde, wenn er mich endlich nehmen würde und behandeln würde, als wäre ich seins, einzig und allein seins. Endlich.

„It’s that time of year
Leave all our hopelessnesses aside…“

Ich weiss nichts. Nichts, ausser dass ich mir das alles mit jeder Zelle meines Körpers wünsche, schon immer. Langsam wird es Zeit, den Mut aufzubringen, es mir selbst einzugestehen.

Auch weiss ich, dass ich es mit ihm geniessen würde, wie ich noch nie etwas genossen habe. Weil ich niemals einen anderen mir sexuell fremden Menschen so sehr wollte. Ich würde es lieben mit meinem gesamten Herzen, meiner gesamten Seele.

Der Moment wenn sexuelles Verlangen und die Sehnsucht des Herzens verschmelzen und sich in einander verlieren… Man kann nicht sagen, welche der beiden Kräfte stärker ist, weil es eines Tages diesen einen ganz bestimmten Punkt gab, an dem Verlangen und Liebe sich küssten und mit diesem Kuss ihre ewige Einheit besiegelten. Die höchste Form von Liebe…herzzerreissender Liebe, die einen nachts nicht schlafen lässt und auch am Tag keine Ruhe gibt vor schreiender kunterbunter Gedanken an den anderen und irrationaler Sorge um sein Wohl gepaart mit einer wilden sexuellen Sehnsucht, die nichts anderes akzeptieren will, als diese beiden Körper vereint, so lange wie möglich, so intensiv wie möglich und so oft wie möglich. Hunger, Durst, verzweifelte Erregung, bittere Einsamkeit, alles in einem und das obwohl es Brot, Wasser und andere Menschen im Überfluss gibt.

Es ist grausam zu wissen, dass NICHTS auf dieser Welt, nichts und absolut nichts, noch nicht mal wir selbst, das aufhalten kann, was zweifellos und unabwendbar passieren muss und wird. An diesem Punkt der Sehnsucht gibt es kein Gewissen, keine Regeln, keine Rücksicht und keine Scham. Es gibt nur hoffnungslosen Durst und glasklares Wasser direkt vor mir. Ich werde es trinken. Wenn ich die Chance bekomme, es zu trinken, dann werde ich es tun, immer wieder.

Ich werde ihn auf mich zulaufen sehen, mit einem breiten Lächeln auf den vollen Lippen und einem Glitzern in seinen verspielten dunklen Augen. Wir werden uns von oben bis unten mustern und einander wie immer direkt in die Herzen schauen und es wahrscheinlich nicht glauben können, dass es tatsächlich wir sind, nur wir zwei allein. Er wird mich an sich ziehen, ich werde die Vergangenheit hinter mir lassen, nachgeben und in seine Umarmung fallen, er wird wie immer meinen Kopf festhalten. Wir werden alles um uns herum vergessen mit dem Duft des anderen in der rosaroten Luft. Dann wird er mein Gesicht in seine Hände nehmen und unseren Qualen endlich ein Ende bereiten. Ich will nur seine Lippen, nichts anderes auf dieser Welt.

Ich bin kurz vorm verdursten und er ist mein Wasser. 6 ewige Monate ist es her, dass ich ihn sah, roch und seine Stimme hörte.

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