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True love is…

 

…not pain.

…not suffering.

…not disillusion.

…not chaos.

Nein. Wahre Liebe ist vor allem eins: innere Ruhe.

Diese innere Ruhe bringt Menschen dazu, sich mutig in eine Kirche zu stellen und vor ihren Familien und allen anderen Menschen, die ihnen auf dieser Welt etwas bedeuten, vor Gott und dem Universum etwas absolut „unmenschliches“ zu versprechen: sich bis an ihr Lebensende zu ehren, zu lieben, einander treu zu bleiben in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut, in guten sowie in schlechten Zeiten. So ein Versprechen können wir nur machen, wenn dieser andere Mensch für uns der „Hafen“ ist, an dem das Bot unseres Lebens endlich angekommen ist und Frieden gefunden hat. Natürlich heiraten viele Menschen aus rationalen oder finanziellen Gründen, aus Sicherheit oder in manchen Kulturen, weil sie von ihren Familien dazu bewegt oder sogar gezwungen werden – von diesen Fällen spreche ich hier nicht. Ich spreche von einem Versprechen aus reinstem Herzen, gebettet auf dem festen Glauben daran, dem Versprochenen für immer treu bleiben zu können. Wir alle wissen ganz genau, dass „für immer“ ganz schön erschreckend ist, „für immer“ ist utopisch und irrational, „für immer“ ist so viel mehr als wir kleine unbedeutende so oft unseren Gefühlen und Instinkten ausgelieferte Kreaturen versprechen dürfen. „Für immer“ ist als wäre man in einem kleinen Boot inmitten des Ozeans…

Und dennoch.

Und dennoch gibt es viele Menschen, die sich vor einander hinstellen, sich an den Händen fassen, aufrichtig in die Augen blicken und dabei keine Angst haben von „für immer“ zu sprechen und zu versprechen. Sie tun es, weil sie innere Ruhe spüren, seitdem dieser andere Mensch ein Teil ihres Lebens ist, weil sie sich in seinen/ihren Armen einfach zu Hause fühlen, geliebt, beschützt, wertvoll, VERSTANDEN. Sie fühlen sich als wären sie ihr Leben lang allein gewandert, bis zu dem Tag, an dem dieser andere Mensch in ihr Leben trat und anfing mit ihnen gemeinsam zu wandern. Sie vertrauen diesem anderen Menschen blind, weil sie spüren, dass diese andere Person leidet, wenn sie leiden und daher alles tun würde, um sie zu beschützen und vor Schmerz zu bewahren.

Anstatt Angst davor zu haben, sich an jemanden zu binden und sich ewig zu langweilen, freuen sie sich auf das Team, in dem sie nun für immer aufgenommen sind, ein Team, welches größer werden wird mit den Jahren und vertrauter. Sie können es kaum erwarten, sich selbst zu entfalten, während sie aus der inneren Ruhe Kraft schöpfen, die ihnen ihre andere Hälfte und die gemeinsame wahre Liebe beschert. Und sie freuen sich auf das gemeinsame Leben, die gemeinsamen Herausforderungen und sogar Probleme, die man zusammen bewältigen kann. Sie freuen sich darauf, gemeinsam die wundervolle Welt zu sehen, bunte Erlebnisse mit einander zu teilen, etwas aufzubauen und ein Zuhause voller Liebe zu erschaffen.

Natürlich bringt all‘ dieses Glück auch Verlustängste und Sorgen mit sich, denn das Leben ist kein Kinderspiel: Probleme, Streit, Eifersucht und auch mal Leid wird es geben.

Dennoch weiss ich jetzt für mich, dass Schmerz, Leid, Ernüchterung und Chaos nicht „wahre Liebe“ bedeuten, sondern ganz einfach, dass zwei Menschen sich entweder nicht genug Lieben und daher unvorsichtig mit den Gefühlen des anderen umgehen anstelle die Seele des anderen mit allen möglichen Mitteln, als wäre es die eigene, zu beschützen, oder aber, dass sie einander trotz Liebe einfach nicht verstehen können, so sehr sie es sich auch wünschen mögen, sodass sie daran verzweifeln und zerbrechen.

Wahre Liebe dagegen ist innere Ruhe. Glasklares Quellwasser aus den blauen Bergen.

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