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How to grab me, how to take me, how to make me yours.

Da ich nun endlich meinen älteren Beitrag „Grab me, take me, make me yours!“ vollendet habe (YAY!), dachte ich mir, es sei durchaus sehr schade, wenn einige von euch, meine wenigen aber werten Leser (erzählt euren Freunden doch mal von meinem Blog!?), sich das Ende entgehen lassen würden. Hier ist es:

„Alle klugen, oder eher weisen Frauen haben sich bereits vor einigen Jahren einen tollen Mann „gekrallt“, mit ihm und ihren zwei bis drei bereits laufenden Kindern leben sie nun ein erwachsenes Leben.

Ich werde mir keinen Mann „krallen“, den Fehler um einen Mann zu buhlen mache ich nicht noch mal (siehe Niall), das könnt ihr mir glauben. Die männlichen Vögel führen den Balztanz auf, da hat die Natur sich was bei gedacht. „Krallen“ oder „nicht krallen“, natürlich weiss ich dennoch, dass ich irgendwann wieder eine Beziehung haben werde. Ich weiss auch, dass ich mit meinem Seelenverwandten eine Familie gründen und drei Kindern das Leben schenken werde. Es fällt mir jedoch sehr schwer, mir vorzustellen, wie es wohl dazu kommen wird. Der grosse Wald und all diese Bäume. Auch ich habe – wie alle Londoner Singles – Schwierigkeiten durchzublicken. Es gibt viel zu viele Optionen und es fällt schwer, sich für einen einzigen Weg, beziehungsweise eine einzige Person, zu entscheiden. Ich habe das seltsame Gefühl, dass der richtige Mann mich einfach schnappen und festhalten wird – ein paar Männer hatten mich im Laufe meines Lebens bereits geschnappt, jedoch schaffte es bisher keiner, mich anschliessend auch festzuhalten. Der eine Mann, der in der Lage sein wird sowohl zu schnappen, als auch zu halten wird mir zu sagen:

„Du bist meine Frau und gehörst zu mir. Für immer.“

Und ich werde nicken und meine kleine Hand in die grosse seine legen.

Daraufhin wird er stets an meiner Seite sein und irgendwann nach nicht all zu langer Zeit um meine Hand anhalten und mich schwängern. Mein Gefühl sagt mir, dass ich genau das brauche und dies der einzige Weg sein wird, um mich „zu bekommen“.

Wer wird wohl dieser mutige Mann sein? Ich bin gespannt.“

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Loin des yeux, loin du coeur…

„Aus den Augen aus dem Sinn“ – Tatsächlich? – Sieht stark danach aus…

Frisch aus Paris zurückgekehrt, den Geschmack seiner Lippen noch auf den meinen, seine wunderschöne sanft-männliche R’n’B-Singstimme in den Ohren und unsere romantisch-tiefgründigen Themen im Kopf, verfasste ich diesen übereifrigen Beitrag, woraufhin ein paar von euch ihn – bzw. seine ursprüngliche Version – lasen und sogar auf „Gefällt mir“ klickten. Ein paar Tage später schaute ich mir diesen Text wieder an. Plötzlich fühlte ich mich wie der größte Vollidiot aller Zeiten. Zu Recht fragte ich mich daraufhin, wie man mit 30 Jahren nur immer noch dermaßen naiv sein kann und änderte den Beitragsstatus von „veröffentlicht“ zu „Entwurf“.

Die Chemie schien perfekt und er mich wirklich zu mögen, doch seit vier Tagen hat er mich vergessen. Es könnte möglicher Weise auf mein unfassbar hohles Verhalten zurückgeführt werden: Nach ein paar Tagen Friede, Freunde, Eierkuchen zwischen Paris und London thematisierte ich die Herausforderung in Kontakt zu bleiben während wir in unterschiedlichen Ländern leben und offenbarte ihm praktisch, dass ich in ihn verliebt bin und mein Leben für eine Fernbeziehung mit ihm geben würde… Ich sagte ihm, dass ich ihn vermisse und fragte ihn, ob er mich denn schon vergessen habe. Daraufhin äußerte er sich nicht all zu ausführlich, seine Hauptaussage war: „Ich habe dich nicht vergessen, jedoch muss ich dich sehen, um Gefühle und Verlangen aufbringen zu können.“ Ich laberte Müll und schickte ihm ein paar Fotos und Videos von mir und meiner Stadt – ich bin echt schlimmer als Kate Hudson in „Wie werde ich ihn los in 10 Tagen“. Anschliessend schwiegen wir beide zwei Tage lang, woraufhin er dann schrieb „Ich bin noch am Leben, aber sehr beschäftigt. Ich werde dir heute Nacht antworten und alles erklären. Habe einen schönen Abend, Sweety“ und sich anschliessend die nächsten fünf Tage nicht meldete. Bis heute. Ich habe mich verhalten wie ein Lamm, das sich selbst erlegt und sich dann sterbend vor die Pfoten des Löwen wirft, anstatt sich wie jedes vernünftige Lamm jagen zu lassen. Dummes verliebtes Lamm. Selbst schuld.

Ein kleiner Auszug aus dem ursprünglichen Beitrag:

„Warum sehe ich dann immer noch das magische Funkeln seiner Augen klar vor mir? Warum sitze ich hier absolut nichtsnutzig auf Arbeit herum und kann an nichts anderes denken als an die schönsten und tiefsten Augen, in die ich jemals blicken durfte?

Noch nie hatten andere Augen eine solche Wirkung auf mich, noch nie habe ich so ein Funkeln gesehen und das Gefühl gehabt, dass Magie im Spiel sein muss.

Oh mein Gott…Brida…oh mein Gott…!

In Paolo Coelho’s Buch „Brida“ meint der Zauberer,  dass man seinen Seelenpartner am „funkeln im Auge“ erkennen kann. Wenn dieser Zauberer Recht hat, dann habe ich meinen Seelenverwandten am Samstag, den 17. Oktober 2015 um 22:50 in Paris am Gare d’Austerlitz getroffen. Um 23:07 verliess er den Zug unseres Schicksals mit einem Lächeln, meiner Nummer und der Aussicht auf ein Treffen am nächsten Tag. Eine Station zuvor stieg er zunächst aus, um zu meiner grossen Überraschung wieder einzusteigen und mich anzusprechen nachdem wir einander durch das Zugfenster anlächelten.“

Eine wahre Filmgeschichte. So ein Quatsch.

Warum schöpfen Menschen unentwegt Hoffnung, auch wenn sie immer wieder verletzt und enttäuscht werden?

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Is this love? – Nicht, dass es in diesem abgefuckt-speziellen Fall auch nur den geringsten Unterschied machen würde..

Ich glaube ihr wisst bereits, worum oder besser gesagt um wen es gleich wieder gehen wird. Ich kann an dieser Stelle lediglich mal wieder um Verzeihung bitten und anmerken, dass wir alle unsere kleinen „Problemchen“ haben, über die wir nicht in der Lage sind hinwegzukommen. Aus meiner Sicht ist es wirklich hilfreich, sich mit einem solchen „Problem“ kreativ auseinanderzusetzen. Leider seid ihr, liebste Leser, hierbei die Leidtragenden, die sich das alles durchlesen müssen. However, auf geht’s!

Ich bin Meister darin, mich selbst zu belügen. Ich bin zweifellos dazu in der Lage, realitätsnahe und -ferne Phantasiewelten zu kreieren und diese mir selbst, dem Objekt meiner Begierde und meinem gesamten Umfeld mit großartigem Erfolg zu verkaufen. Unzähligen Menschen habe ich die Hoffnung an wahre Liebe wiedergegeben, während ich sechs Jahre lang von einem Mann – die angebliche „Liebe meines Lebens“ – schwärmte, bei dem ich nach meinem Umzug in sein Land, zehn Monaten Beziehung und sieben Monaten Zusammenwohnen in seiner Eigentumswohnung paralysiert feststellen musste, dass diese „Liebe“ zu 92% auf unseren unschlagbar heißen Nächten und seinem überdurchschnittlich tollen Geschlechtsteil basierte und wir uns ansonsten praktisch null zu sagen hatten – traurig aber leider wahr. Als ich ihn im Januar 2010 traf, schien die Chemie zwischen uns wie nicht von dieser Welt und er zumindest zur Hälfte göttlich. Ich verbrachte Jahre damit, ihn zu lieben, zu vermissen, von ihm zu träumen, Tagebücher über ihn vollzuschreiben, hatte mehrfach angefangen ein Buch über diese „Liebe“ zu verfassen, kreierte ein Twitter-Account mit 550 Tweets und 2531 Followern. Jeder meiner Freunde und meine gesamte Familie kannte „unsere schicksalshafte Geschichte“ dank meines lockeren Mundwerks bis ins kleinste Detail – seit Kurzem wissen sie nun alle Bescheid, dass das Ganze lächerlich gescheitert ist und ich aus der „gemeinsamen“ Wohnung rausgeworfen wurde. Zum Ende hin saß ich inmitten eines riesigen Scherbenhaufens rosaroter Brillengläser. Im Laufe der Monate in der gemeinsamen Wohnung zerbrachen meine ach so geliebten Brillen eine nach der anderen, einige von ihnen schmiss ich höchstpersönlich voller Wucht auf den Asphalt. Bereits im Februar oder März war mir kein einziges Modell meiner Kollektion mehr erhalten geblieben. Ich selbst konnte dieses Theater trotz zunehmenden Hoffnungsverlustes nicht zum zweiten Mal beenden – Weinnachten 2012 hatte ich Niall für einen anderen Mann verlassen, den ich wiederum 1,5 Jahre später für Niall verließ. Hola die Waldfee, die Männer haben es nicht leicht mit mir…!

Der krasse Kontrast zwischen „Wir sind für einander geschaffen, verstehen uns ohne Worte, haben seelisch und körperlich die beste Chemie auf Erden sowie die tollsten tiefsten Gespäche, er ist mein Seelenverwandter und zweifellos die Liebe meines Lebens“ und „Unsere ‚Liebe‘, die eindeutig keine ‚Liebe‘ ist, basiert ausschließlich auf sexueller Anziehung, ansonsten haben wir einander nichts zu sagen oder zu berichten, wir sprechen keine gemeinsame Sprache, sind nicht für einander da und alles andere als ein Team“ gibt mir extrem zu denken.

Seit dem bösen Erwachen mit Niall habe ich mir selbst das Versprechen gegeben, in Zukunft keiner „Pseudo-Liebe“ mehr hinterherzurennen.

Jedes Mal wenn mich also die Sehnsucht nach Tristan überkommt, dann verbiete ich mir zu fühlen was ich fühle, weil ich doch nicht erst den großen Bruder fünf Jahre lang jagen kann und anschließend den kleinen. Das kann unmöglich mein Ernst sein! Ehrlich gesagt habe ich auch keine weiteren fünf Jahre für „Liebesspielchen“ dieser Art übrig – in fünf Jahren bin ich 36 Jahre alt und hoffentlich Ehefrau und Mutter. Ich habe besseres zu tun als in der Ecke zu hocken, zu heulen und darauf zu warten, dass ER begreift, dass unsere Verbindung nicht von dieser Welt war und wohlmöglich für ein ganzes Leben Liebe hätte reichen können…

Trotzdem heule ich manchmal, denn ihn nicht mehr in meinem Leben zu haben tut einfach weh. Das Gefühl ihn schrecklich zu vermissen überkommt mich meist extrem unerwartet – zum Beispiel sitze ich im Bus und höre Musik und plötzlich spielt ein Song, der mich an ihn erinnert…davon gibt es leider viel zu viele. Dann verspüre ich dieses extreme Bedürfnis in seine pechschwarzen Augen zu blicken, seine rauchige Stimme zu hören, sein Lächeln mit der verborgenen Zahnlücke zu sehen, ihm dabei zuzusehen wie er kocht, wie er lustig zu Hip Hop Musik tanzt, wie er raucht, wie er das kleine Seidentuch in der Brusttasche präpariert. Ich vermisse es kranker Weise sogar ihn auf Drogen zu erleben, so voller offener Zuneigung, die er in dem Zustand einfach nicht in der Lage ist zu verbergen. Ich vermisse seine Umarmungen, bei denen eine seiner beiden Hände stets auf meinem Kopf ruht. Das ganze Drama um mich und Niall war diese eine viel zu lange und enge Umarmung wert, die er mir gab als ich an seinem Geburtstag direkt nach Niall’s Schlussmachen in sein Zimmer stürmte und ihn aus Augen voller Tränen anschaute worauf hin er sofort vom Bett aufsprang und mich in seine starken Arme schloss.

Wie toll waren die Zeiten, in denen wir ein gemeinsames Leben hatten mit Aufgaben, die wir für einander erledigten und sowohl Freuden als auch Problemen, die wir stets mit einander teilten. Zeiten, in denen wir uns anschauten und ganz genau wussten, was der andere fühlt. Zeiten, in denen wir uns verstanden fühlten. Wir waren ein Team, ein Team gegen die Welt. Jeden Tag war ich dankbar dafür, dass es diesen Menschen gibt und sein Bett in der gleichen Wohnung steht. So oft dachte ich mir plötzlich „Was wenn er morgen weg ist? Das ertrage ich nicht…“, doch sogleich erinnerte ich mich daran, dass die Wohnung eine Eigentumswohnung ist und er wohl erstmal eine ganze Weile bleiben wird.

Ich liebte es Dinge für ihn zu tun, in meinen Augen hatte er nur das Beste vom Besten verdient und genau das wollte ich ihm jeden Tag geben. Genau so ging es ihm auch…und ich spürte seine Fürsorge jeden einzelnen Tag zu jeder Stunde.

Ist das Liebe? – Verdammt, wenn das keine Liebe ist, dann weiss ich auch nicht was Liebe sein soll. Ich glaube, Liebe ist…wenn die blosse Koexistenz einer Person das Leben mehr erhellt als Küsse, Liebesschwüre, Geschenke von allen anderen…wenn man diese eine Person braucht wie die Luft zum Atmen…wenn jeder Blick, jedes Wort und jede Geste dieser bestimmten Person in der Lage ist das eigene Herz zu erwärmen und mit Liebe zu füllen, einer Liebe die absolut pur ist und nicht verfälscht durch Körperliches…auch wenn man sich nach dem Körperlichen mit Leib und Seele verzehrt, jede einzelne Sekunde mehr und mehr.

Mögen sich unsere Wege nur wieder kreuzen…

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90 Tage Body Challenge – „Nothing tastes as good as skinny feels“ (Kate Moss is damn right!)

Lange ist es her, dass ich dieses Zitat von Kate Moss irgendwo zum ersten Mal gelesen habe:

„Nothing tastes as good as skinny feels“

Damals dachte ich mir: „Es muss schon echt schön sein richtig schlank zu sein, aber der Genuss von Essen ist mindestens genau so schön, wenn nicht besser. Essen bereichert unser Leben so sehr in allen seinen multikulturellen farbenfrohen Facetten, es verleiht besonderen Momente einen feierlichen Glanz, es ist so ein wunderschön warmes Gefühl, sich gemeinsam mit Freunden und der Familie um einen großzügig gedeckten Tisch mit selbst zubereiteten Köstlichkeiten zu versammeln oder von einem geliebten Menschen schick ins Restaurant ausgeführt zu werden.“ Als diese Gedanken durch meinen Kopf kreisten war ich ca. 72 Kilogramm schwer, ab 72 aufwärts habe ich mich nicht mehr gewogen bis ich dann irgendwann Gott sei Dank wieder mit Sport begann und abnahm. Ich wette, dass ich die 75 Kilogram Marke erreicht hatte. Man weiss es nicht…und vielleicht ist es auch besser so.

Dadurch dass ich mit einem relativ schmalen Knochenbau „gesegnet“ bin, sieht man mir Übergewicht etwas weniger an als anderen Frauen mit der gleichen Anzahl an Kilos auf den Rippen, dies hat mich immer ein wenig beruhigt. Zudem habe ich ein hübsches Gesicht, schöne Haut und eine sprudelnde Ausstrahlung – ich kann den Mund nicht halten, wirke dabei jedoch von Zeit zu Zeit recht sympathisch – wahrscheinlich hatte ich diesen „Gaben“ stets zu verdanken, dass ich auch auch noch mit mehr als 70 Kilos von Männern angeschaut, angesprochen und sogar geliebt wurde. Hübsches Gesicht hin oder her, liebender Freund, der nach einem verrückt ist vorhanden oder nicht, insgeheim fühlte ich mich – verzeiht mir die direkten Worte – die  wie ein fettes unbewegliches Schwein.

Ich wusste ganz genau, dass egal wie hübsch ich zu dem besagten Zeitpunkt auch sein mochte, ich war mindestens um 40% hässlicher als ich eigentlich sein könnte, wenn ich ein wenig Disziplin gehabt hätte und endlich mal aufgehört hätte die ganze Zeit ans Essen zu denken. Als Frau mit einem eigentlich starken Willen machte mich der Gedanke, dass ich unbedingt abnehmen will, jedoch zu schwach bin um es endlich durchzuziehen, rasend, ebenso wie die Tatsache, dass Frauen, die viel weniger hübsch sind und viel weniger „strahlen“ als ich, dabei jedoch schlank und sportlich sind, von der Allgemeinheit und insbesondere von dem anderen Geschlecht als schöner wahrgenommen werden und sich schöner fühlen dürfen. „Jeder Mensch muss doch eigentlich das Maximum an seinem Potential ausschöpfen! Genau das ist, was viele Frauen und Männer machen, indem sie sich richtig ernähren und Sport machen, wodurch sie schlank – und nicht zu vergessen gesund – sind und dauerhaft bleiben. Wieso kann ich das nur nicht?“, fragte ich mich selbst so oft.

Mein jüngerer Bruder meinte mal zu mir als ich mich bei ihm über mein Gewicht beklagte: „Wenn du den Raum betrittst, dann schauen dich Männer an. Sie schauen dich auch jetzt wo du etwas pummeliger bist an, weil du ein schönes Gesicht hast. Wärest du jedoch perfekt schlank, dann würde dich jeder einzelne Mann anschauen!“ Es ist schon so lange her, dass er diese Worte zu mir sagte, ich konnte sie bis heute nicht vergessen! Wie Recht er hatte…je mehr ich abnahm, desto mehr Männer schenkten mir wieder ihre Aufmerksamkeit, es war fast wie ein kleines Wunder. Dabei war ich mit ungefähr 67 Kilogramm noch immer weit entfernt von „skinny“.

Klar denken sich viele Frauen – eigentlich richtiger Weise, dass es doch bei wahrer Liebe nicht um das Aussehen gehen dürfte oder um das Gewicht. Sie finden, dass die Männer primär sehen sollten, was für tolle Frauen sie sind, was für ein gutes Herz sie haben oder zum Beispiel wie belesen sie sind. Die Männer sehen das alles ja auch und schätzen diese Frauen als Menschen, nur sie fühlen sich oftmals rein optisch beziehungsweise sexuell gesehen nicht zu ihnen hingezogen. So werden zweifellos tolle aber leider übergewichtige Frauen zu ihrem grossen Leid teilweise ausschliesslich als gute Freundinnen und nette Kolleginnen gesehen. Manchmal verlieben sie Männer nach einer Weile in das gute Herz der Frau und sehen über ihr Übergewicht hinweg, jedoch passiert es mit Sicherheit nicht oft genug und nicht immer ist ausreichend Zeit vorhanden, um sich langsam in das Wesen einer Person zu verlieben: In der Bäckerei, im Club, in der Bar und an den meisten anderen öffentlichen Plätzen hat man nur ein paar Minuten Zeit, um die Aufmerksamkeit eines potentiellen Partners zu gewinnen. Und wenn man ein toller Mensch ist, optisch jedoch nicht punkten kann, dann hat man in einer solchen Situation leider verloren, weil wir alle – ganz unabhängig davon wie wir selbst aussehen und ob wir es wollen oder nicht – auf optische Reize reagieren und ihnen manchmal auch hoffnungslos ausgeliefert sind.

Der erste Eindruck, den man von einer Person bekommt, basiert nun mal darauf, was man zunächst sieht: ganz klar das Äußere. Genau so wie man es nicht ansprechend findet, wenn der Gegenüber zum Beispiel mit ungewaschenen Kleidern herumläuft, findet man es ebenfalls nicht schön, wenn der Gegenüber seinen Körper nicht „pflegt“ und sich im Hinblick auf sein Gewicht gehen lässt. Sicherlich werden viele Menschen behaupten, dass das Aussehen der Menschen in ihrer Umgebung für sie von absolut keiner Bedeutung ist. Kinder dagegen brauchen uns dieses Märchen nicht erzählen, weil sie ehrlich und direkt sind: Sie lieben es schöne und schlanke Menschen um sich zu haben, sie starren einen voller Bewunderung an und machen einem Komplimente, wenn man besonders schön angezogen oder geschminkt ist und machen leider auch darauf aufmerksam, wenn man stark zugenommen hat, müde aussieht oder – wie in dem Fall meines toten Vorderzahnes – einen „schwarzen Zahn“ hat 😉

Warum soll es wichtiger sein, stets ein sauberes Hemd zu tragen, als über einen gesunden Körperfettanteil zu verfügen? Versteht mich nicht falsch, es geht hier nicht um Size 0, sondern darum normalgewichtig zu sein, Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren und dementsprechend auszusehen. Schliesslich ist unser Körper das Einzige in unserem Leben, was wir nicht austauschen können, wir sind darin bis zu unserem Tod gefangen und sollten vielleicht das Beste daraus machen. Die Tatsache, dass ich eine mikroskopische Oberweite habe kann ich nicht ändern, zumindest nicht mit den Mitteln, die ich aktuell für angemessen empfinde. Ich kann jedoch die Vorteile und Nachteile meines Körpers akzeptieren und alles tun, um es so gemütlich wie möglich in meinen fleischlichen vier Wänden zu haben, so lange wie es nur geht. Denn man ist natürlich nie vor Krankheiten sicher und es kann passieren, dass man eines Tages nicht mehr in der Lage ist, jeden Tag zum Sport zu rennen oder dass man aufgrund von einer Krankheit nicht mehr schlank sein kann… Dann ist das halt so, aber so lange das nicht der Fall ist, sollte man am Ball bleiben.

Es ist relativ leicht das alles aufzuschreiben, danach zu leben jedoch alles andere als das, und das sogar wenn es im Kopf bereits Klick gemacht hat, vor allem wenn man zu sehr auf andere hört.

Was mich stets sehr beeinflusst hatte, war die Tatsache, dass viele Männer nicht auf „skinny“ stehen. Das hat mich immer extrem verwirrt und ich war mir so oft auf ein mal nicht mehr sicher, ob ich abnehmen will oder nicht…dann hatte ich auch noch Angst, dass mein Hintern kleiner wird und meine Oberweite komplett verschwindet. Diese lästige Verwirrung hat oft dazu geführt, dass ich aufhörte Sport zu treiben, was natürlich nicht richtig war, denn egal ob man Gewicht verlieren möchte oder nicht, Sport lässt einen Körper jeden Umfangs sexy und straff aussehen. Ausserdem muss man sich primär selbst wohlfühlen und nicht nach den Vorgaben eines anderen Menschen leben, ganz egal wie viel dieser einem bedeutet.

Natürlich gibt es Männer, die ausschliesslich übergewichtige Frauen bevorzugen und gar keine sportliche Frau haben wollen. Klar, aber dann muss man sich – falls man in so einen Mann verliebt ist – fragen, ob man gegebenenfalls seine Gesundheit für einen solchen Mann opfern möchte und ob er nicht vielleicht doch die Güte besitzt, einen so zu akzeptieren und zu lieben, wie man ist und sein will.

Im „Normalfall“ – was ist schon normal?! – bevorzugt Mann und auch Frau jedoch einen gesunden, eher sportlichen, normalgewichtigen Partner. Witziger Weise finden die etwas übergewichtigeren meiner Freundinnen und Bekannten selbst keine Männer gut, die 120 Kilo wiegen. Nein, sie fühlen sich stattdessen zu sportlichen, breitschultrigen, schlanken Männern hingezogen. Seltsam, dass wir Frauen wenn wir selbst aktuell nicht in Form sind jedoch erwarten, dass Männer, die tagein tagaus hart an ihrer Fitness arbeiten, sich auf uns, die mit einer Tüte Chips und einer Dose Cola faul auf der Couch hocken, einlassen. Man muss man der Tatsache einfach ins Auge sehen: Rundum gepflegte Spitzenmänner wollen eine ebenbürtige Frau.

Nur mal ein kleiner Gedanke am Rande dieses „Romans“…
Wenn alle Superfrauen, die ein wenig zu viel Speck auf den Rippen hätten, sich in Form bringen würden, dann hätten alle oberflächlichen Schönheiten, die abgesehen von ihrem Aussehen nichts zu bieten haben, endlich nichts mehr zu melden, denn die Superfrauen, die sowohl Aussehen als auch Köpfchen zu bieten haben würden sie sofort in den Schatten stellen! So eine Welt würde mir gefallen.

Was ich schon immer befürchtet hatte und nun endlich und für immer begriffen habe: Übergewicht – vorausgesetzt man ist gesund und in der Lage abzunehmen – ist ein Mangel an Disziplin und Selbstrespekt, denn kein Mensch fühlt sich wohl wenn die Bauchrollen beim Sitzen stören, liebe Freunde, da brauchen wir uns nicht selbst belügen. Man denkt sich meist einfach nur, dass man nun einmal in dieser Situation gelandet ist und jetzt das Beste draus machen kann: Das Leben geniessen indem man ganz viele verschiedene leckere Dinge isst. Und das nennen wir dann „Leben“…

Viele Frauen reden sich ein, dass sie sich nur selbst lieben müssen, um dann auch von anderen geliebt zu werden. Klar muss man das und zwar egal in welcher Form man gerade ist. Jedoch kann man ehrlich zu sich selbst sein: Man liebt sich normalgewichtig bis schlank einfach mehr als übergewichtig, denn Fett verunstaltet jede Schönheit, so ist das leider nun mal. Ein paar kleine süße Rundungen, das mag schön sein, aber 72 bis 75 Kilo oder mehr wie in meinem Fall sind sogar aus ärztlicher Sicht einfach zu viel und nicht mehr schön. Ein etwas älterer aber sehr sportlicher und attraktiver Orthopäde meinte mal zu mir, während er mich untersuchte, dass ich deutlich Übergewicht habe und es loswerden soll – AUA!

So war ich viele Jahre ein „Pummelchen“ und wie alle anderen „Pummelchen“ auch versuchte ich stets neue Ausreden zu (er)finden, obwohl ich eigentlich genau wusste, was Sache war. Ich wusste, dass aufgrund von meinem kleinen Kiefer, sich in meinem hübschen feinen Gesicht ganz schnell ein Doppelkinn bildet. Auch wusste ich, dass mein Lächeln anders aussieht mit den dicken Bäckchen, auch wenn Männer mir immerzu sagten, dass das süß sei und mir stehe. Mir war bewusst, dass ich immer mit speziellen Strumpfhosen schummelte wenn ich ein Abendkleid anzog und trotzdem keine vernünftige Taille hatte. Mich nervte dieses Kneifen am Bauch und das ständige Runterrollen des Gummibandes zu Tode und auch das Einschneiden vom BH am Rücken: immer aufpassen, dass das Top nicht zu eng am Rücken ist, damit man den Speck am Rücken nicht sieht. Das leidige Berücksichtigen von pummeligen Armen beim Kleid- und Oberteilkauf – bloss nicht etwas kaufen, bei dem die Arme nicht bedeckt sind. Und auch bei Sport immer etwas längere Ärmel einplanen, damit man beim ungeplanten Blick in den Spiegel nicht demotiviert wird. In Bauchexpress-Kursen lockere Oberteile anziehen, damit man die Rollen am Bauch nicht sieht. Oder im Schwimmbad beim Sitzen das Handtuch um den Bauch schwingen. Im Bett mit dem Freund eher das Licht ausmachen und sich in kreativen Positionen unwohl fühlen. Auf Fotos den Arm anwinkeln und sich eher in den Hintergrund stellen und jedes Bild checken, damit man bloss nicht dick darauf ausschaut. Und und und.

Die 90 Tage Body Challenge bereitete meinem Leid ein Ende. Dazu in einem der nächsten Beiträge mehr!

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Die Konkurrenz schläft nicht: Einblick in das Leben einer Singlefrau. 

Das Leben als Singlefrau macht Spass. Das Leben als Singlefrau in London macht sehr viel Spass.

Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Beitrag „Fallin’…? No no no!“. In diesem Beitrag ging es darum, dass man sich während der spannenden Zeit als begehrter Single durchaus mal verknallen kann. Hier ein kleiner Auszug:

„Meist tritt dieser Moment genau inmitten der heiligen Zeit als entspannter, sorgenfreier und hochbegehrter High Heels tragender Kuss-Schlampen-Single ein, noch deutlich vor der Phase, in der man sich sein Kissen umarmend in mehrere Kuscheldecken wickelt, um sich drei Liebesfilme und eine Jim and berry’s Familienpackung reinzuziehen, während man sich nichts sehnlicher wünscht, als dass der nicht existierende Partner mit einer Tasse heissen Tee in den Raum kommt, den nicht vorhandenen Kamin anheizt, einen in die starken Arme nimmt und auf die Stirn küsst.“

Aktuell habe ich fünf Monate Singledasein hinter mir. Es war eine schöne Zeit und ist es noch immer. Ich geniesse jedes Wochenende und bin wenn ich die Clubs betrete fast genauso euphorisch wie zu Zeiten der ersten Partyphase meines Lebens mit süßen 18 Jahren.

Der Winter rückt jedoch immer näher und ich bekomme heimlich Lust zu kuscheln und ein mir vertrautes Gesicht zu streicheln. Etwas leckeres zu kochen und gemeinsam Tee zu trinken. Zum ersten Mal kommen die Erinnerungen an das letzte Weihnachtsfest mit Niall hoch…wir verbrachten Weihnachten mit meiner Familie und tranken verliebt Glühwein auf sämtlichen Berliner Weihnachtsmärkten.

Ich bin noch nicht bereit für die nächste Beziehung.

Vor ein paar Tagen schickte mir Niall mal wieder meine Post. Ich antwortete „Cheers. Hope you are fine“ und bekam heute morgen die Antwort „No problem. Hope you are good“. Diese Woche werde ich mal wieder mit seiner (und Tristans!) Mutter dinieren, wir machen das ab und zu mal… Als sie mir schrieb und fragte wie es mir gehe, fragte ich sie sofort wie es Tristan geht. Sie antwortete nicht auf diese Frage. Ich wette unsere „unsittliche Verbindung“ war ihr nicht entgangen…

Ich bin noch nicht bereit für die nächste Beziehung.

To be continued…

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Liebe: Tanz der Seelen.

Leute, ich bin immer noch stark am Hoffen, dass ich nicht „verknallt“ bin. Das kann doch eigentlich gar nicht sein, vor allem nicht bei all dem Auf und Ab; all den Ex-Freunden, den verbotenen Freundschaftslieben, dem kritischen aber höchst amüsanten Kuss-Schlampen-Verhalten an so ziemlich allen Freitagen sowie Samstagen und romantischen Kontakten ins französische Ausland inklusive gebuchter Besuche in sehr naher Zukunft – da bin ich ja mal heilfroh, dass wenigstens Tinder nicht mehr auf der Liste steht. Aus logischer Sicht kann das also nicht sein, dass ich verknallt bin. Klar, aber seit wann ist Liebe logisch? Ich bin auch nur ein Mensch und vielleicht ist es ja ganz natürlich, dass mich seit Ende Mai endlich mal ein Mann als gesamtes Individuum interessiert und nicht nur seine Lippen. Vielleicht sogar so sehr interessiert, dass ich einen meiner regelmäßigen Partyabende dafür ausfallen lassen würde, um mich mit ihm zu treffen?! Oh oh…meine Party-Freundin wird in Tränen ausbrechen!

Spass bei Seite, ich habe mich gestern tatsächlich dabei erwischt, wie ich mir heimlich wünschte, mich mit ihm am Wochenende abends bei ihm zu Hause zu treffen…er hatte mir letztens nämlich erzählt, dass seine Wohnung auf die Themse blickt und dass er einen „Secret-Garden“ direkt am Fluss besitzt. Gott, möge jemand bitte die Kissing-In-The-Rainy-Garden-Bilder aus meinem Kopf eliminieren, ebenso wie die Watching-The-Sunset-In-His-Arms-Bilder. Verdammt, ich brauche das nicht, ich brauche ihn nicht. Wie konnte es passieren, dass ich ihn mag? Hoffentlich kann ich ihn nicht riechen und schmecken! Moment mal…wie komme ich denn jetzt schon auf „schmecken“!?

Ich kenne ihn schon so lange, wie kann es sein, dass sich das Ganze erst jetzt entwickelt? Wir sehen uns seit Juni ungefähr vier Mal die Woche im Fitnessstudio – ich komme um zu trainieren und er ist einer der Personal Trainer, zu meinem größten Schock auch noch mit dem Fokus auf meine größte Leidenschaft und Schwäche: lateinamerikanischer Tanz. Er hatte mich schon gleich nach meiner Anmeldung entdeckt und als erste Person im Studio begonnen mit mir zu sprechen und mich nach relativ kurzer Zeit auch ein wenig in den Arm zu nehmen. So richtig auf ihn fixiert war ich BISHER nicht, aber angeguckt habe ich ihn schon und es fiel mir vor allem in letzter Zeit durchaus auf, dass er definitiv eine meiner größten Motivationen für den Gang ins Studio ist.

To be continued.

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