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Meine Liebe ist kostbar

Gestern ist mir etwas klar geworden, beziehungsweise es hat sich in meinem Kopf und meinem Herzen für immer eingebrannt und ich sollte bzw. werde mir eine Erinnerung an diese Erkenntnis auf die Haut schreiben lassen, damit ich es niemals vergesse, niemals bis an den Tag an dem ich sterbe:

Gebe dich niemals auch nur eine Sekunde lang mit weniger zufrieden, als du verdienst. Und sei niemals weniger als die bestmögliche Version deiner selbst, ab heute dem 3. Oktober 2021 bis zum Ende deines Lebens.

Mein Leben lang habe ich mich mit einer Version meiner selbst abgefunden, die optisch weit weg von der bestmöglichen Version meiner selbst ist. Und dementsprechend habe ich mich auch mit Männern abgegeben, die weit unter meiner Messlatte waren. Das waren Männer, die nicht auf meiner Augenhöhe waren, das waren Männer, die ich retten wollte, denen ich beibringen wollte wie liebt und lebt, Männer, die nicht die beste Version ihrer selbst waren und sein wollten.

Natürlich war all das was ich erlebt und wie ich gelebt habe der Weg zu dieser Erkenntnis und dieser Weg war vielleicht der wichtigste und absolut entscheidende Prozess meines gesamten bisherigen Lebens. Somit bereue ich nichts.

Dennoch, mir ist das Leben was ich vorher hatte nicht genug. Ab heute wird alles anders. Ab heute lebe ich in Selbstrespekt, in Stolz darauf, wer ich bin, wofür ich stehe, was ich weiss und kann und was ich alles auf meinem bisherigen Weg erreicht habe. Ab heute vergesse ich niemals, was für eine wundervolle und faszinierende Frau ich bin.

Das hat zur Folge, dass ab jetzt nicht ich um die Männer werbe, sondern sie um mich. Mögen die Ritterturniere ab heute beginnen. Nur der stärkste, intelligenteste, ritterlichste, respektabelste, lustigste, beeindruckendste, in seiner Seele und seienem Körper verankerteste Kämpfer wird die Prinzessin bekommen. Und dabei wird es keine Kompromisse geben. Es wird der Beste sein. Und er wird sich beweisen müssen. Er wird zeigen müssen, dass er meiner würdig ist, dass er meine Hand verdient hat. Er wird viele Mitstreiter haben, aber er wird es schaffen, dass ich nur Augen für ihn habe und sogar, dass seine Mitstreiter ihn respektieren und kampflos aufgeben, weil sie wissen, dass er einfach ein Löwe und ein Gewinner ist und dass nur jemand wie er es hätte schaffen können das wertvolle Herz der Prinzessin zu erobern und mit ihr ein Leben aufbauen zu dürfen, eine Familie zu gründen. Nur er hat das Recht jede Nacht neben ihr zu schlafen und sie die Mutter seiner Kinder nennen zu dürfen. Nur er.

Wie mein bester Freund schon in seinem Song „Mädchen“, den er mit 15 geschrieben und mir gewidmet hatte sagte „Irgendwann wirst du Mutter vielleicht einer Tochter, du musst ihr beibringen ihr Liebe ist kostbar“.

Und dann schrieb er noch das: „Doch der Richtige kommt und schenkt dir Frieden. Du erkennst ihn daran, dass er dich erkennt, dich respektiert und zu dir bekennt.“

Den Partner fürs Leben zu finden ist nicht einfach. Ich habe mich viel zu oft mit etwas halbem zufrieden gegeben. Gestern sah ich diesen Mann an, der mir schon so lange so viel bedeutet und ich dachte mir, dass ich nichts haben will, das weniger ist als DAS. Er war der souveränste Mann auf der Party, er war der schönste Mann auf der Party, er ist talentiert, er ist eloquent, er ist smart, er ist ambitioniert, er ist ein Kämpfer, sein Körper ist top, er lässt sich nicht gehen. Und so ein Alpha Mann braucht eine Alpha Frau, eine von außen und innen starke Frau, die auch der Star der Party ist. Und so war es auch. Wir waren die beiden.

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Love, Personal Challenges, Relationship

Prinzipien sind sexy.

Während ich die Serie Dawson’s Creek „bindge“, muss ich mich zwangsläufig mit den einzelnen Charakteren auseinandersetzen. Wenn ich mir speziell die Frauen anschaue, dann fällt mir auf, dass die Serie durchaus subtil ein Ranking der Wertigkeit aufstellt. Joey steht definitiv ganz oben in der Liste, wenn es darum geht, welches Mädchen am „wertvollsten“ beziehungsweise begehrenswertesten und unvergesslichsten ist.

Um die Liebe von Joey dreht sich das Leben unzähliger Männer. Pacey liebt Joey von Anfang an und bis zum bitteren Ende und würde sein Leben für sie geben, sogar bei den ganzen Errungenschaften seiner Karriere stellt seine unsterbliche Liebe zu Joey die Hauptmotivation dar und das, obwohl er nach der Beziehung mit ihr mit einer Reihe von anderen Frauen schläft und einige Freundinnen hat, für die er tiefe Gefühle hat. Auch Dawson liebt Joey sein ganzes junges Leben lang, er erhebt sie auf ein Podest der Perfektion, Reinheit und Einzigartigkeit. Alle seine filmischen Werke haben seine Liebe zu Joey als Inhalt oder zumindest Motivation. Sogar der absolute Casanova und unverbesserliche Fremdgeher Charlie zeigt bei Joey zum ersten Mal seine zarte, romantische Seite und singt unter ihrem Fenster Serenaden, um einen Platz in ihrem Herzen zu ergattern. Er geht sogar so weit, dass er bereit ist seinen größten Traum, die Amerika-Tournee mit seiner Band abzusagen, um an ihrer Seite bleiben zu können. Und auch Eddie sieht schließlich in Joey die Liebe seines Lebens, die ihm die Kraft gibt einen besseren Menschen aus sich zu machen und endlich für seine Träume und Ziele zu kämpfen.

Warum ist also die sehr schöne aber gewissermaßen auch unscheinbare und vielleicht sogar etwas langweilige Joey, die größte Herzensbrecherin der ganzen Serie? Und wieso kann keine andere Frau, wie z.B. die wunderschöne leidenschaftliche Jen oder die verrückte heiße Audrey ihr auch nur annährend das Wasser reichen?

Joey sagt nein. Öfter als ihr selbst gut tut oder lieb ist. Joey lässt die Männer warten, arbeiten und verzweifeln. Joey ist schwer zu bekommen und noch schwerer zu halten. Joey schläft nicht gleich mit den Männern. Joey ist ein Rätsel für sie, vielleicht weil sie es sogar für sich selbst ist. Joey ist sehr hübsch, aber wirkt so, als ob sie es nicht weiß. Joey ist sexy, aber spielt nicht mit ihren Reizen, zumindest nicht bewusst. Joey ist klug, vielseitig interessiert, gebildet und erfolgreich, aber gibt nicht damit an, ist sogar bescheiden. Joey macht vieles instinktiv richtig, wenn es darum geht Männer in sich verliebt zu machen. Hauptsächlich dadurch, dass sie sich ihnen entzieht. Denn Männer lieben die Jagd. Wenn sie eine Frau jagen, für sie kämpfen müssen, dann erhöht sich deren Wert in ihren Augen. Und Joey muss man jagen, denn Joey rennt immerzu weg vor allen Männern, vor allem aber vor sich selbst. Mann könnte sagen: Joey hat Prinzipien. Und Prinzipien sind sexy. Oder etwa nicht?

Prinzipien haben damit zu tun, seinen eigenen Wert zu kennen, unbeirrt seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Nicht zu glauben, dass das gesamte persönliche Lebensglück von einem Mann oder einer Beziehung abhängt. Frauen die nicht so wirken, als ob sie um jeden Preis einen Freund brauchen, sind genau die, mit denen Männer zusammen sein wollen. Weil diese Frauen sie nicht in ihrer eigenen Freiheit einschränken und sich nicht von ihnen abhängig machen.

Es wäre schön im Laufe meines Lebens mehr und mehr so eine Frau sein zu können, nicht aus der Vorstellung heraus, sondern aus dem tiefen Vertrauen in die Welt und vor allem in mich selbst. Und nicht zuletzt wegen der Liebe, die ich ausstrahle und mir selbst zu geben in der Lage bin. Eine Liebe die genug ist, eine unerschöpfliche Quelle des Lichts.

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General, Personal Challenges

Bye Bye Couch!

Ich gucke gerade die Serie Dawson’s Creek und schaue den Leben dieser jungen Menschen zu, die durch Liebe, Trauer, Leid, Verlust, Verwirrung und Ekstase gehen. Immer wenn ich diese Serie schaue, dann habe ich Lust auf das Leben und dann habe ich plötzlich weniger Angst vor dem Leben, weil sie mir aufzeigt, dass jede Veränderung, so bitter sie zunächst auch scheinen mag, auch etwas absolut wunderbares mit sich bringt und einen Neuanfang birgt, neue spannende Erfahrungen und Herausforderungen.

Ich war die meiste Zeit in meinem Leben vergeben. Oft fing kurz nachdem eine Beziehung vorbei war schon die nächste an. Nun ist meine letzte offizielle Beziehung 3 Jahre und meine letzte inoffizielle Beziehung auch schon über 1 Jahr her. Ich hatte gar nicht geplant keinen Freund zu haben, aber irgendwie hat es sich einfach so ergeben.

In diesem letzten Jahr war ich zwischendurch auch verknallt und hatte ab und zu was mit Männern, aber insgesamt war neben viel persönlicher und künstlerischer Entwicklung und Spass auch ein wenig Einsamkeit und auch etwas Leere in meinem Herzen und irgendwie wieder weniger private Freiheit. Obwohl sich nach drei Jahren Schauspiel-Studium immer mehr Freiheit auf der Bühne und als Künstlerin in meinem Leben und meinem Herzen manifestiert hat. Scheinbar muss man an der privaten Freiheit noch ein Mal separat arbeiten, ganz unabhängig von der Kunst.

Die „private Freiheit“ hängt für mich sehr stark mit dem Wohlfühlen im eigenen Körper zu tun. Und dieses war für mich seit Corona begann relativ unbeständig, ich kämpfte mich immer wieder hoch und oft verlor ich die Kontrolle wieder kurz nachdem ich sie erlangt hatte. Es ist so ein trauriges Gefühl, wenn man sich selbst nicht mehr schön findet, wenn man traurig wird, wenn man sich im Spiegel betrachtet, weil man seine Figur nicht mehr unter Kontrolle hat.

Was ebenfalls aus meiner Sicht zur „privaten Freiheit“ gehört ist die absolute uneingeschränkte Liebe und Begeisterung für das Leben. Ich habe eine Richtung gefunden, die mich absolut glücklich macht: Kunst. Für diesen Weg der Kunst habe ich mich vor 3 Jahren kompromisslos entschieden und verfolge ihn seit dem konsequent. Ich weiß, dass es der richtige Weg für mich ist, meine Bestimmung und meine Berufung.

Zu Beginn dieser „Liebesbeziehung“ mit dem Schauspiel war ich frisch verliebt und hatte meine rosarote Brille auf, ich ließ mich von der Inspiration und dem Glück der neuerlangten Freiheit treiben und das für eine sehr lange Zeit. Dies hatte positive Auswirkungen auf mein gesamtes Leben; ich wurde glücklicher, dünner, fokussierter, genoss das Leben mehr und mehr und fühlte mich jung und lebendig. Nach nun drei Jahren kann ich sagen, dass sich ein wenig der Alltag eingeschlichen hat. Zudem fordert das Schauspielstudium mich stetig, bringt mich an meine Grenzen und das Absolventenvorspiel steht in nur 4 Monaten bevor. Bei diesem Abschluss werde ich zum ersten Mal wirklich bewertet werde, anschließend wird feststehen, ob ich das Zeug zur professionellen Schauspielerin habe oder nicht, bzw. ob ich mich offiziell als solche bezeichnen darf.

Ich bin sehr froh, dass ich bei meiner dreijährigen Liebesbeziehung mit dem Schauspiel zwar schwierige Momente hatte und habe, aber anders als bei meinen Liebesbeziehungen mit Männern, habe ich nicht ein einziges Mal ans Aufgeben gedacht oder Zweifel gehabt, dass es doch nicht das Richtige wäre. Dass der Alltag sich nun eingeschlichen hat bin ich bereit mit Hilfe meiner Liebe zu überwinden und meine Kraft und mein Interesse dafür einzusetzen, dass der Funken, die Lebensfreude und die Leidenschaft wieder zurückkehren. Und ich habe keine Zweifel, dass ich es schaffen werde, möge der Weg dorthin auch steinig sein.

Aus dieser ganz neuen und für mich untypischen Herangehensweise an eine Beziehung lerne ich etwas für meine Beziehungen mit Männern. Ich lerne, dass A) Ich wohl die wahre Liebe (das männliche Equivalent zu meiner Berufung als Schauspielerin) noch nicht gefunden habe und B) Wenn ich sie finde und dann irgendwann die ersten Schmetterlinge vorbei sein werden und dunklere Zeiten kommen, ich wissen werde was zu tun ist, nämlich an der Beziehung arbeiten anstatt sie wegzuwerfen und eine neue zu suchen. Und dafür zunächst an mir selbst, meinem Geist und meinem Körper zu arbeiten, um glücklich zu sein und somit auch dieser Liebe positive Energie beisteuern und aus ihr schöpfen zu können.

Im aktuellen Moment bedeutet es für mich, dass ich meine Freude am Leben, am Lachen, am Beobachten der Welt um mich herum, der Natur und der Menschen, an der Verbindung mit ihnen, an Filmen, an Geschichten und vor allem an meinem eigenen Körper und an meiner Innenwelt wiederfinden muss. Und erst wenn ich das geschafft habe, wenn ich diesen Kanal wieder geöffnet habe, kann ich mich langsam wieder an all die Texte und Absolventenpflichten setzen und meinen erfolgreichen Abschluss vorbereiten und mich diesem mit Herzblut widmen.

Ich bin bald mit der sechsten und letzten Staffel der Serie Dawson’s Creek durch und ich merke, dass nach tagelangem Durchleben von fremden Leben bzw. den Geschichten über das Leben fremder und fiktiver Menschen ich bereit bin selbst mit dem Leben weiterzumachen. Ich bin bereit mich wieder in das Leben zu stürzen und zu schauen, was es für mich bereit hält. Ich habe Lust zu strahlen, mich zu zeigen, schöne Kleidung anzuziehen. Bereit sich wieder in mich und das Leben zu verlieben. Es ist Zeit.

Man kann entweder von außen beobachten, oder man kann mittendrin sein. Menschen sehen und gesehen werden. Ihnen tief und etwas zu lange in die Augen blicken. Sich begeistern lassen von der Schönheit der Welt und der Menschen und aller anderen Lebewesen darin, von der Französischen Bulldogge im Eiscafé an der Ecke bis zur nervigen Heuschrecke im Wohnzimmervorhang. Das Mittendrinsein erfordert mehr Energie und mehr Mut. Aber es ist unbezahlbar, es ist inspirierend, es ist magisch. Es ist leicht sich zu verstecken und es sich auf der Couch ungeschminkt bequem zu machen, und es ist durchaus etwas aufwendiger sich auch wenn man sich noch etwas zu pummelig fühlt zurechtzumachen und hinauszutreten in die große fremde Welt. Doch auf der Couch sprühen keine Funken und passieren keine Wunder.

Ein hoch auf das Leben! Ein hoch auf das Meer an Möglichkeiten da draußen! Und Bye Bye Couch! ❤️

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Personal Challenges

Ich wähle das Leben❤️‍🔥

Ich liege hier in meinem Bett und weine. Ich weine, weil mir gerade klar wurde, dass ich mich eine ganz lange Zeit dafür entschieden hatte mich durch den Genuss von Essen und Trinken zu betäuben um mich nicht allein und alt zu fühlen. Damit hatte ich mich aber gegen mein Leben entschieden, und eben dafür allein und alt und übergewichtig zu sein.

Die traurige Wahrheit ist, je älter ich werde, desto mehr wird mir mein Herz gebrochen von meist jüngeren Männern, ich kehre fast wieder in das Stadium zurück, als ich 15 war und mich absolut niemand sah und wollte. Ich weiss, dass diese Entwicklung nicht so sehr mit meinem Alter zu tun hat, sondern vor allem mit meinem zunehmendem Gewicht und meinem darunter leidenden Selbstbewusstsein.

Ich habe es endlich satt mich zu hassen. Ich habe es satt mich zu hassen und weiter zu essen. Ich entscheide mich dafür, dass mir Essen niemals auch nur annähernd so wichtig ist, wie der Genuss jeden Tages meines kostbaren Lebens.

Ich will die beste Version meiner Selbst sein innerlich, fachlich und äußerlich. Ich will eine beeindruckende Frau sein und auch wie eine aussehen. Ganz einfach. Und das werde ich auch. Das verspreche ich mir hoch und heilig. Mein Körper ist mein Tempel, ich wünsche mir, dass er sich leicht anfühlt und gesund und fit und knackig. Ich wünsche mir, dass er erblüht in seiner vollen Pracht, sein volles Potential ausschöpft.

Daher beschliesse ich jetzt, dass ich umkehre auf diesem Weg der Selbstflucht und -zerstörung. Ich wähle mein Leben. Ich wähle mich ❤️

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abnehmen, Fitness

Enjoy life slim 🌟

Heute habe ich das Buch „Lose Weight Now“ von Allen Carr auf Audible fertig gehört und auch die Hypnose gemacht. Jetzt bin ich bereit für mein neues Leben.

Zuletzt ging es mir wirklich sehr schlecht, ich habe mich extrem unwohl gefühlt, weil ich das größte Gewicht, das ich jemals hatte erreicht habe: 76,7 kg. Das ist für mich absolut nicht die Norm und ich will auf keinen Fall so viel wiegen. Das bin ich einfach nicht. Ich habe mich zuletzt einfach gehen lassen.

Ich hatte vor 3 Jahren mein neues Leben begonnen, in dem ich angefangen habe Schauspiel zu studieren und das hat mich dermaßen beflügelt und glücklich gemacht, dass ich wie auf Wolken unterwegs war, mir ging es so gut in meinem neuen Leben, ich fühlte mich so frei, so kreativ, so leicht, einfach unschlagbar. Jedoch ist dieses Leben mittlerweile die Norm für mich geworden und jetzt kommt auch noch mein 20 Stunden die Woche Bürojob dazu, um mein Leben zu finanzieren. Plus der Druck des Absolventen-Vorspiels, welches sich in 4,5 Monaten ereignet. Zudem habe ich seit fast einem Jahr einen Urticaria/Nesselsucht Schub, der mich dazu animiert, mich am liebsten stets zu verstecken und zu verschleiern, damit niemand die roten Stellen auf meiner sonst so schönen Haut sieht. Das alles zusammen hat dazu geführt, dass ich mich gehen lassen habe. Ich habe einfach gegessen und gegessen und mir gesagt, dass das meine Belohnung ist für das Abliefern meiner Auftritte, meiner Prüfungen, meiner Theaterstücke, meiner Arbeitsstunden. Dabei habe ich alles nur noch viel viel schlimmer gemacht.

Es war jetzt tatsächlich der Zeitpunkt erreicht, an dem ich merke, dass das nicht mehr ich bin. Ich versuche es zwar stets in meinem Kopf zu relativieren, zu sagen, dass es ja gar nicht so schlimm ist alles und dass ich ja echt ganz normal aussehe und ich ja keine Essstörung habe. Tief in mir drin weiß ich jedoch, dass ich sehr wohl ein Problem habe, und zwar das Problem, dass Essen mir das Händchen hält bei allen meinen Problemen, mich motiviert, mich aufmuntert etc. Und das will ich einfach nicht mehr. Es ist vorbei.

Daher bin sehr froh zu verkünden, dass ich heute (24. Juli 2021) eine Entscheidung getroffen habe, und zwar die Entscheidung nicht mehr Sklave des Essens zu sein.

Ich werde ab heute ein Leben führen, in dem ich mir keine Gedanken darum mache, dass ich übergewichtig bin, weil ich es einfach nicht mehr bin. In meinem Kopf hat sich vom heutigen Tag an alles geändert: Ich verzichte auf nichts und gewinne dabei Freiheit von dieser ewigen Sklaverei. Viele viele Jahre war ich süchtig nach Essen, hatte stets an meine nächste Mahlzeit gedacht und mich so gefühlt, als würde mir jemand gleich alles wieder wegnehmen, sodass ich richtig zuschlagen musste und zwar immer und zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Ich habe das alles jetzt mit dem Buch von Allen Carr geschafft, mit seinem Buch zum Thema Rauchen habe ich auch geschafft auf wundersame Weise mit dem Kiffen aufzuhören an einem Punkt, wo ich extrem süchtig war, jeden Tag gekifft habe und von morgens bis abends nur noch Gedanken an den nächsten Joint hatte. In meinem Kopf hat es Klick gemacht, als ich verstand, dass ich nicht versklavt sein will. Ich will auf einer Party nicht die ganze Zeit in der Ecke alleine kiffen und mich dabei schlecht und träge fühlen. Mit dem Essen geht es mir nicht anders, ich denke ebenfalls die ganze Zeit daran und bei jeder Aktivität bis hin zu einer S-Bahn Fahrt steht Essen im Fokus, als wäre es Pflicht und ein Zwang bei absolut jeder Aktivität parallel zu essen und wenn das nicht passiert, dann ist das Erlebnis einfach nur nur halb so gut.

Ich will einfach nicht aufwachen und ans Essen denken, anstatt daran, was ich heute tolles unternehmen werde. Ich will nicht gleich nach dem Essen daran denken, was ich als nächstes essen werde. Ich will nicht dastehen und essen, während andere Leute andere Sachen machen. Ich will nicht beim Arbeiten ständig Schokolade in mich hineinstopfen, nur weil sie da liegt, oder mir jeden Tag einen Club Mate holen, obwohl er mir gar nicht so sehr schmeckt. Ich will keine 7 Kaffees pro Tag trinken, obwohl ich den Geschmack gar nicht so sehr mag. Ich will keine Curry Wurst in mich stopfen, weil ich nicht in der Lage bin 30 Minuten zu warten, bis mein gesundes Essen ankommt. Ich will kein Brot essen, nur weil es beruhigend ist, obwohl mir Brot schon immer relativ egal war. Ich will keine Nudeln aus Höflichkeit essen, obwohl ich gar kein Hunger habe und eigentlich auch keine Nudeln mag. Ich will nicht mehr nachts essen, obwohl ich keinen Hunger habe. Ich will mir nicht mehr beim Arbeiten etwas reinpfeifen ohne jeglichen Genuss, nur weil es meine Arbeitsmoral hebt. Ich will nicht mehr versklavt sein, ich will andere Sachen in meinem Leben haben, die mich glücklich machen und ich will es wieder geniessen können schlank und leicht zu sein und wieder schön in meinen tausend Kleidern aussehen ❤️🥰

Dank Allen Carr weiss ich jetzt, dass ich auf nichts verzichten muss. Ich kann das alles mit Freude angehen und mit Freiheit. Ich verzichte auf nichts. Ich darf alles essen, was ich liebe. Junk ist mir egal, es hat mich nie wirklich glücklich gemacht. Und es hat mich auch nie glücklich gemacht, zu essen wenn ich noch gar keinen Hunger hatte, denn dann konnte ich das Essen absolut nicht würdigen.

Jetzt ist dieses mir so fremde Hungergefühl mein Freund und nicht mehr mein Feind. Ich werde jetzt nur noch essen, wenn ich hungrig bin. Was für eine Befreiung. Wie viele Dinge werde ich erledigen können, wie viel mehr werde ich um mich herum wahrnehmen können. Ich könnte Menschen stattdessen mehr in die Augen gucken, anstatt auf meinen Teller.

Ich wusste, dass ich mich selbst verletzte und ich wusste, dass ich auf keinen Fall zunehmen will, aber ich aß weiter und weiter. Das ist ein Zeichen dafür, dass es Sucht war. Das hat mich am meisten traurig gemacht, zu wissen, dass ich mir selbst schade und trotzdem weiterzumachen.

Ich werde meine Reise hier dokumentieren und wir werden sehen wohin sie mich und uns führen wird.

Danke fürs Lesen ❤️

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Love, Personal Challenges, Relationship

BeGIERde

Ach J, mein süßer J. Gerade habe ich eine Nachricht gelesen, die damals von dir kam. Ein paar kleine winzige Worte, solch kleine unbedeutende Worte, doch ich erkenne die Handschrift deiner Seele sofort und irgendetwas zieht sich in mir zusammen, während meine Seele sich gleichzeitig ausweitet und anfängt zu fliegen.

Ja, wie es aussieht liebe ich dich immer noch, werde dich immer lieben verdammt. Du warst meine erste richtige richtig große Liebe. Es war alles so einfach, bis wir es kompliziert gemacht haben. 

Du warst alles, was ich je wollte, bzw. habe ich alles, was ich je wollte in dich projiziert. 

Ich habe mir jahrelang den Kopf darüber zerbrochen, ob das echt war, ob es Liebe war, mich gefragt, was Liebe ist. Ich habe hin und her überlegt, ob es nur Illusionen waren, ob es einseitig war, ob es real war, oder vielleicht doch nur eine meiner kleinen großen Phantasien. 

Es ist eigentlich scheiss egal was es war oder wie man es nennt. 

Das beste Wort, das mir einfällt, um zu beschreiben was wir hatten ist  Magie… oder auch Chemie… Funken, Licht, Energie. Eigentlich war es genau das, wonach wir Menschen uns alle sehnen, dieser Moment, in dem man fühlt, dass man fühlt, dass man existiert und vor Energie explodiert, um jeden Preis leben will, einfach nur um weiter fühlen und leben und lieben zu können. 

Ich würde dafür töten, wieder so zu fühlen wie damals, als ich in deinen Armen lag, als wir uns küssten, als wir voller Gier miteinander schliefen, den Duft des anderen einsaugten, als hänge unser Überleben davon ab. Ich war so verliebt, so erregt, so verrückt nach dir. Ich wollte stundenlang schreien, dass ich dich liebe, dass du der tollste, schönste, wildeste Mann dieses ganzen Universums bist. Ich hätte dich am liebsten in einen Käfig gesetzt und dich gemalt. Ich habe dein Haar gekämmt als du in dieser Badewanne lagst und du sahst so sexy aus, so schön, so männlich. Alles was du gemacht hast, machte mich wahnsinnig. Ich wollte dich mit keinem Menschen teilen, nur für mich haben. Dich aufessen, dich heiraten, tausende Kinder mit dir machen. Schreien, dass du perfekt bist, dass ich den tollsten, geheimnisvollsten, interessantesten Typen auf diesem Planeten in meinem Arm habe. 

Dich einfach nur anzuschauen war so perfekt, ich habe deine wilden Haare vergöttert, diese geilen wilden Haare, wie Tarzan. Und dieser Unterkiefer, der etwas zu weit vorne war, und der dich irgendwie noch tierischer, sexier machte. Du sahst wie ein Urmensch aus, der sich am Tag in Businessklamotten steckt und nachts sich endlich wieder König in seinem Jungle ist. Mit mir als seine Göttin, seine Jane. 

Und gleichzeitig warst du ein edler britischer Aristokrat, der Schwarzweißfilme liebte und mir Marlon Brando Szenen vorspielte. Jemand, der Liedtexte ganz genau analysierte. So redegewandt, so intelligent, so präsent. 

Ich suchte so viele Jahre lang, nach Doppelgängern von dir, um ein Stück von dir wieder bei mir zu haben. Doch keiner von ihnen war wie du, und doch fand ich zum Teil für kurze Zeit Ruhe. 

Ich suchte nach diesem wilden, kranken Gefühl, nach diesem Zähneknirschen, dieser Lust, dieser Sehnsucht, diesem Feuer, dieser zehrenden Gier. Nach jemandem, der besessen von mir, von meiner Seele, von meinen Augen, von meinem Körper ist, genau wie du. Der mich ebenso vergöttert, mich allen anderen Frauen vorzieht, mich will zu jeder Tages- und Nachtzeit, absolut den Kopf verliert bei einem einzigen Gedanken an unsere Leidenschaft, an unsere Liebe. 

Ich lebe mein Leben und suche immer wieder genau nach diesem Zustand, nach diesem Gefühl. Ich zünde andere Seelen an, ich zünde mich an, ich hoffe, ich versuche und ich verlasse, ich verlasse alles was mir dieses Feuer nicht geben kann. Ich bin ständig auf der Lauer nach diesem einen Gefühl, nach dem Stillen dieses tiefen Bedürfnisses. Die Droge deiner Liebe, ist schlimmer als jedes Heroin. Es verfolgt mich, es frisst mich von innen auf, ich werde niemals von ihr loskommen. Ich werde immer wieder alles aufs Spiel setzen, um sie zu kosten. Manch einer könnte denken, es ist ein Fluch, dass ich diese Droge probiert habe. Aber ich sage, sie ist es alles wert. Genau in diesem Moment lebt es in uns. Dieser Moment ist das, wofür wir leben. 

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Personal Challenges, Relationship

Sei kein Chamäleon.

Note to Self: In der Lage zu sein, dich an unterschiedlichste Situationen und Menschen anzupassen ist großartig. Noch beeindruckender ist es jedoch, sich zu trauen, du selbst zu bleiben, ganz unabhängig davon, was passiert oder wer dir gegenüber steht. Aber was ist dieses „du selbst“ eigentlich?

Die Ausgangssituation ist wie folgt:
Ich bin 33 Jahre alt, komme ursprünglich aus der Ukraine und bin seit ich 8 Jahre alt bin hier in Deutschland, vor Kurzem habe ich 4 Jahre lang in London gelebt und gearbeitet, was quasi bedeutet, dass ich zwei Immigrationen hinter mir habe (eine unfreiwillige und eine aus eigenen Stücken). Meine Eltern sind einfache Menschen aus dem Mittelstand. Sie sind Akademiker, die sich jedoch in ein Land begaben, dessen Sprache sie bis heute nicht vollends beherrschen. Gleichzeitig sind sie Künstler, deren Arbeit zum Teil auch sozialer Natur ist.

Ich war ein Kind das mit 5 Jahren lesen konnte und die Schule liebte – na ja zumindest bis zur 7. Klasse, wo ich dann cool sein musste um endlich Freunde zu finden. Ich hatte in meinem Leben so ziemlich jedes Hobby – Lateinamerikanischer Turniertanz, Salsa, Zumba & Ballett, Theater, Singen, Basketball, Malen, Tae Kwon Doe, Boxen, Schwimmen, Eiskunstlauf, Kreatives Schreiben, Fitness, Klavier & Gitarre und so ziemlich alles, was man sich sonst noch vorstellen kann.

Ich habe bereits eine Menge erlebt, würde ich mal behaupten; ich bin in unterschiedlichste Länder (vielleicht so an die 30) gereist und habe dort einiges an Abenteuern hinter mich gebracht mit Menschen verschiedenster Altersgruppen, diverser Kulturen und Religionen.

Meine Freunde, die sich mittlerweile so ziemlich auf dem gesamten Globus verteilt haben, sowie meine verflossenen Lieben und ehemalige Partner stammen so ziemlich aus allen Kulturen dieser Welt. Mensch ist Mensch, und meiner Meinung nach je farbenfroher und gemixter desto besser. Ich spreche Deutsch, Englisch, Russisch und Italienisch fließend, verstehe Spanisch, Französisch, Ukrainisch und kann Worte und Sätze in Iranisch, Türkisch, Arabisch…

Ich habe mir meine Freunde und meine Partner nicht nach dem Gehalt ihrer Eltern  oder der Größe ihrer eigenen Brieftasche ausgesucht. Und ich muss sagen auch nicht nach ihrem Gesellschaftsstand oder ihrer „Klasse“. So war ich sowohl mit einem absoluten Genie zusammen, der meherere Universitätabschlüsse hat und jetzt eine riesige Business Analytics Abteilung leitet und wahrscheinlich 100.000 Euro verdient, als auch mit einem Hauptschüler, der jetzt bestenfalls Chefkellner in einem italienischen Durchschnittsrestaurant ist. Meine große Liebe hatte Abitur und jobbte damals bei Media Markt. Die Familien meiner Männer hätten nicht unterschiedlicher sein können. Vom Alter her gab es ebenfalls von 5 Jahre jünger bis 5 Jahre älter usw., ich habe halt einfach stets auf den Menschen geachtet und nicht auf die Stats drumherum. Auch meine Freunde sind so ziemlich alles, was man sich so vorstellen kann…Architekten, Projektleiter, Unternehmensberater, Hausfrauen und Mütter, Lehrer, Unternehmer, Ärzte, Künstler, Sozialarbeiter, Studenten oder auch mal Hartz V Empfänger mit Einkommen von 20.000 bis über 100.000 Euro jährlich.

Ich bin ursprünglich Christlich Orthodox, meine Eltern arbeiten jedoch in einer Evangelischen Kirche, die Eltern von meinem Vater sind Katholisch, ich bin mit russischen Juden und Moslems aufgewachsen. Ich kenne Koscher und Halal, kann Sunniten, Schiiten, Aleviten unterscheiden und habe Freunde jeder dieser drei Glaubensrichtungen des Islams. Meine eigene Beziehung zu Religion ist recht frei und offen, ich glaube an Gott, an das Universum, an die Weisheit jeder der Religionen und gleichzeitig stehe ich organisierter Religion kritisch gegenüber. Buddhismus ist ziemlich cool, sicherlich eine Religion von der man sich einiges abgucken könnte.

Ich habe an einem konservativen Charlottenburger Gymnasium mein Abitur gemacht, aber die meinsten meiner Freunde gingen ab auf das OSZ. Ich habe lange Zeit in Moabit und Kreuzberg gelebt, mit Leuten vom Halleschen Tor abgehangen, habe wie eine Tussi geredet und mich angezogen, während ich mit 19 jedes Wochenende im Havanna feiern war.

Ich habe an einer privaten Universität Kommunikationsmanagement studiert, wo einige der Kids von deutschen und internationalen Internaten kamen. Sie haben mich ab und zu mal liebevoll Ghettokeule genannt, während meine Freunde mich auslachten, weil ich mir von meinen Kommilitonen („den Zugezogenen“) mehr und mehr den Stuttgarter Dialekt abguckte.

Anschließend folgte dann eine achtjährige Karriere in der Kreativbranche und im Marketing unterschiedlicher Agenturen und Firmen. In den 5 Agenturen hatte ich meist mit intellektuellen, kreativen und fähigen Leuten zu tun. Auf Kundenseite im Marketing kam es auf die Industrie an…in der Fashionindustrie eher mit hippen internationalen Kids, in der Yachtindustrie mit Kindern reicher Eltern oder mit produktiven britischen Mittelständlern, in der Hotelindustrie eher mit konservativen Angestellten. Ich habe in Deutschland und England gearbeitet und war auf Geschäftsreisen in USA, Montecarlo, Holland und in sämtlichen deutschen Städten und per Skype sicherlich in weiteren 10 Ländern.

Und nun zur Problemstellung:
Jedes Mal wenn ich in einer Beziehung oder einer Freundschaft bin, oder auch wenn ich neue Leute kennenlerne, bin ich ein verfluchtes Chamäleon! Ich nehme es mir nicht vor, ehrlich, sogar ganz im Gegenteil, aber es passiert einfach ganz automatisch, dass ich mir sogar unterbewusst das ganz bestimmte ICH (mit den relevanten Erfahrungen etc.) herauspicke, welches in der entsprechenden Situation am idealsten passt und ich färbe mich direkt mal in die Farbe dieses ICHs. Dabei blende ich den ganzen anderen doch recht vielfältigen „Mist“ aus, somit bin ich dann mit dieser bestimmten Person von dem Punkt an dieses eine ICH, anstatt dieses viel zu widerlich facettenreiche ICH zu sein, welches ich doch eigentlich bin.

Meist passiert das alles wenn ich mich einer Person überlegen fühle und verhindern will, dass ich sie/ihn mit dem ganzen Quatsch einschüchtere, so schalte ich 80% von dem Gedönst aus, wobei ich mich jedoch wie eine Heuchlerin fühle und es frühestens ein großes Problem gibt, wenn wir dann gemeinsam einer Person oder einer Gruppe begegnen, bei der ich mehr als nur 20% von mir benötige…CLAAAASHHHH

Andererseits kann es ebenfalls sein, dass ich mich einer Person unterlegen fühle oder einfach der Meinung bin, dass die Person aus einer gehobeneren Gesellschaft  kommt als ich und mit ein paar der Welten, die ich kenne nicht vertraut ist und vielleicht auch sein will. In so einem Fall schließe ich automatisch den Teil von mir ein, der ins Havanna ging und manchmal ausversehen ein leichtes „isch“ anstatt „ich“ sagt, und dessen Vater manchmal die Suppe schlürft weil sie doch angeblich so unerträglich heiß ist. Und übrig bleibt nur das gebildete ICH, welches die Welt gesehen hat und eine top Karriere hinlegt…

Und wenn es dann mal eine Person ist, die zwar ungefähr auf dem selben „Level“ zu sein scheint, jedoch keine Soziale Schizophrenie aufzuweisen scheint…dann reduziere ich mich prophylaktisch einfach mal auf ca. 40% von mir, einfach nur um nicht zu nerven und für ein Bisschen Simplicity zu sorgen. Wenn ihr diesen Beitrag bis hierher gelesen habt, versteht ihr warum…es nervt einfach und kommt beschissen arrogant rüber, wenn man doch ach so vielfältig ist oder so rüberkommt, als wäre man es gern (wobei man es doch – KEIN SCHEISS – aufgrund von seinem crazy Leben einfach mal wirklich ist).

Ihr wollt euch gar nicht meine Geburtstage vorstellen…ich habe mich schon mein Leben lang gefragt, wie es bitte geht, dass Menschen Cliquen haben, in denen alle Leute einfach mal gleich drauf sind? Symbiose und so…<3 von wegen.

Und die Lösung?
Okay, vielleicht ist es ja tatsächlich eine Art Sozialer Schizophrenie, oder so? Macht ihr das auch so? Ist es normal, sich zu verstellen und zu reduzieren und ein fucking Chamäleon zu sein? Wenn nein, was wäre dann die Alternative, bittesehr? Was wäre denn, wenn ich selbst nicht wüsste wer oder was ich bin…ich kann nämlich alles sein…ICH BIN ALLES?! Und wenn ich selbst nicht weiß, wer ich bin, wie finde ich dann einen Partner, der zu mir passt, bei dem ich ICH SELBST sein kann, dieses „Ich selbst“, welches es doch gar nicht wirklich gibt…?

Ich glaube dieses doch recht komplexe Problem lässt sich so einfach nicht lösen, aber zumindest war der Artikel doch ganz hilfreich zur Reflektion des Problems. Wahrscheinlich werde ich ab heute aufhören mich selbst dafür zu verurteilen, dass ich einen auf Chamäleon mache, denn es scheint so, als ob ich tatsächlich ein Chamäleon bin. Wieso dann nicht einfach zu allen meinen Farben stehen. Wem es zu bunt wird, der kann gehen. Oder, was sagt ihr?

 

 

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Love, Personal Challenges

World, go fuck yourself.

01pollocklarge

Fick dich Welt! Fickt euch alle! Fick Konventionen, fick Regeln, fick „normal“, fick „Gesellschaft“!

„Gesellschaft“ – was ist das überhaupt? Ein Haufen Spackos, die alle (mit ein paar Ausnahmen Gott sei Dank) versuchen möglichst gleich auszusehen, sich gleich zu verhalten und die gleichen unausgesprochenen und ausgesprochenen und aufgeschriebenen Gesetze zu befolgen, um alles auf dieser Welt möglichst langweilig und gleichförmig zu gestalten.

Hier kommt „my confession“ aka „the hot shit, the crazy shit, the ugly shit“. Zerreisst euch die Mäuler, kauft euch einen Lolly, ich scheiße auf alles…

Ich bin 33 Jahre alt (cooles Alter, nicht?) und ich habe meinen beschissenen 2.700 Nettoeinkommen-Lukrative-Agentur-Büro-Senior-Position-Job geschmissen und habe angefangen inmitten 20-Jähriger Schauspiel zu studieren. Zudem habe ich mich in einen 17 Jährigen verliebt und mache Liebe mit ihm. Jap, wir haben Sex, heißen, leidenschaftlichen verdammt guten, liebevollen Sex. True Story. Und ja, es ist legal, verdammt. JETZT kauf dir davon einen Lolly, renn schnell los.

Es ist lustig wie unsere Welt funktioniert. Alle Ameisen spielen verrückt und können es einfach nicht akzeptieren, dass ich so etwas tatsächlich gewagt habe. Wie heftig, wie furchtbar, wie unmöglich. Hey, aber wenn jemand einem erzählt, dass er gestern Ketamin, Koks und MDMA geschmissen hat, dann ist keiner geschockt. Denn das widerum ist absolut normal in unserer Gesellschaft. Unsere feine Gesellschaft…ich bin so stolz Teil dieser Gesellschaft zu sein. Bravo, wir sind kurz vor dem Abgrund. Nur eine Arche haben wir nicht…vielleicht lediglich Putin oder Trump oder beider oder so. Abramowitsch vllt.?

Hate bei Seite meine Lieben. Natürlich geht dieses ganze Dampf ablassen nicht gegen euch meinen lieben Leser. Ich musste einfach ausrassten und euch erzählen, was ich mal wieder geschafft habe anzurichten. Ich schaffe es einfach beim besten Willen nicht der Norm zu entsprechen, dabei dachte ich immer ich sei konservativ…

Seit drei Monaten studiere ich nun Schauspiel und ich muss sagen es verändert mich so sehr. Es nimmt mir meine Verklemmtheit, es nimmt mir meine Vorurteile, es frisst mich auf und ich fühle mich mehr und mehr neugeboren. Je länger ich es mache und desto mehr ich lerne, desto mehr habe ich (so kitschig und abgedroschen es auch klingen mag) das Gefühl, dass ich GAR NICHTS WEISS. Es ist eine Welt voller Phantasie und Liebe und Nähe zum Menschen, es ist eine Welt die ganz anders ist, die ihre außenstehenden Zuschauer buchstäblich dazu einlädt zu verurteilen, denn was wäre Kunst ohne den Faktor die Menschen zu begeistern, aufzuwühlen, zu schocken, zu PACKEN?

Je länger ich es mache, desto weniger passe ich in die Gesellschaft, desto verrückter werde ich – JA, noch verrückter als ich vorher schon war und das soll schon etwas heißen! Und damit muss man erstmal klarkommen… Ich will alles tun, um damit klarzukommen, ich will die Stärke in mir finden, damit klarzukommen, wie andere Menschen damit klarkommen, weil sie damit klar kommen müssen, z.B. Menschen, die „anders“ auf diese Welt gekommen sind und dafür von der langweiligen „normalen“ Gesellschaft verurteilt oder auch nur schief angeguckt werden. Genau diese Menschen will ich von nun an feiern! Ich will sie feiern, weil sie den Mut haben, anders zu sein, weil sie große Eier haben anders zu sein, inmitten all der Barbies und all der Wichser in Hemdchen und Anzügchen.

Fick dich Norm! Wacht auf, Leute, seid wer ihr seid, ich weiß, dass ihr wohl kaum diese graue Masse sein wollt, es ist nur einfacher, es ist mit weniger Hindernissen, mit weniger Konfrontation verbunden. Man will sich ja nicht unnötig selbst Steine in den Weg legen, nicht wahr? Lieber schön grinsen und im Büro die Fresse halten.

Ich werde es mir zur Mission machen, so viele von euch wie möglich aus den Zellen zu befreien, in die ihr euch selbst eingesperrt habt, ich verspreche es euch. So wie ich mich selbst gerade in diesem Moment versuche zu befreien… Es ist nicht einfach, es nicht bequem, it sucks man, it really does. It sucks so much that you want to throw up. Everyone is watching you, everyone is thinking something (fuck knows what they are thinking), everyone is shocked… shocked to see that you are not trapped anymore but that you are actually nearly having fun there in the midst of life. They are super surprised to see you enjoying yourself and doing things that are not logical, not „normal“ (What the hell is NORMAL, people, what is normal? Please do tell me if you shall have the answer!), things that aren’t right according to some motherfuckers who once wrote rules down…

Now ask yourself: Who will profit from you hiding yourself, from you not being the real you, who will be happy seeing you suffer, seeing you neglecting your soul, your heart, your thoughts, your very personal beliefs? WHO?

In the end you are the one to suffer. And they all just pass by and have forgotten about you within seconds no matter what awkward thing you did or how much you shocked them. Everyone just cares about themselves in the very end, so why not just being YOU with all your akward flaws, with all your embarrasing behaviours and what ever the hell you want or have to offer the world.

So why not just quit that well paid job with beautiful business cards and study acting with 33 years old and adore every single day of your new life – whilst other people have babies and houses and debt and think that they have made it. Or why not just love and make love to a 17 year old beautiful, talented, amazing actor, whos thoughts are million times more interesting than those of some 30 year olds – whilst other people have given up on real love and passion and just hang in their boring lives being scared to lose their „security“ (there isn’t any guarantee for anything in life, baby, and you know it as much as I do)…

Be brave people. Brave to do what ever the FUCK you want in life. Create some exciting stories for your grand children to tell when you lay there and know it’s about to be over. Don’t you want them to think „Damn, grand dad/mother was a badass“?!

Es lebe das Leben! Peace out.

 

 

 

 

 

 

 

 

Standard
General, Personal Challenges, Relationship

Er und sie.

Er betrat das Apartment und schaute sich sofort wild um. Wo war sie bloß? Er konnte sie weder sehen noch hören. Jedes Mal wenn er von der Arbeit kam, durstete es ihn ihn, danach mit ihr zu sprechen, zu lachen, sie einfach anzusehen. Fast jedes einzelne Mal bekam er sie auch tatsächlich zu Gesicht, und das sofort nachdem er die Tür aufmachte. Schon während er seinen Schlüssel im Schlüsselloch drehte, rief er ihren Namen, eigentlich ihren Spitznamen, seinen persönlichen Spitznamen für sie. Nur er nannte sie so.

Und immer war sie sofort da als er ihren Namen rief. Mal schaute sie hinter einem Türrahmen hervor, mal stürmte sie aus dem Schlafzimmer heraus, oder drehte sich um während sie Karotten schnippelte. Jedes Mal war ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht wenn sich ihre Blicke trafen. Ein wunderschönes Lächeln. Fast schon zauberhaft oder magisch.

Was er an ihr fand, das wusste er nicht so recht… Sie war anders, irgendwie verstörend anders, täglich zog sie ihn mühelos in ihren Wahn. Sie war übernatürlich optimistisch und teilweise nahezu euphorisch über die kleinsten Dinge. Ihre Lebensfreude und Leidenschaft war wie eine Epidemie.

Immer wenn sie vor ihm stand, schien sie glücklich zu sein, oder zu werden. Er wusste nicht so recht, ob er der Grund für ihre immerwährend gute Laune war, doch er konnte sich auf ihre leuchtende Laune immer verlassen. Es sei denn, er war da.

Wenn er da war, konnte man sich auf absolut nichts mehr verlassen. Dann passierte es auch schonmal, dass sie bitterlich weinte, oder stumm und verlassen in der Ecke saß und leblos die Wand anstarrte. Alles hatte doch so gut mit ihnen angefangen…

Noch nie hatte er eine Frau einen Mann so verehren sehen, so sehr lieben, sich um ihn dermaßen aufopferungsvoll kümmern. Diese Selbstlosigkeit, die sie ihm entgegenbrachte, bereit alle seine skurrilen Wünsche zu erfüllen, war fast schon pervers. Und der Vollidiot schätzte diese wundervolle Frau nicht. Wie konnte er nicht sehen, was für ein Goldstück er dort vor sich hatte, mit aller Liebe in seine Richtung gewandt, einem offenen Herzen, stets mit warmem Essen auf dem Tisch. Die Art wie sie ihn bemutterte war altmodisch und zu viel, und doch wünschte er sich selbst nichts sehnlicher als ebenfalls so viel kostbare Aufmerksamkeit von einer Frau zu bekommen. Wenn er bloß könnte, dann von eben dieser Frau. Diese Wärme war genau das war er brauchte, das wonach er schon immer vergeblich gesucht hatte. Doch die Wärme galt nicht ihm, sondern ihm allein.

Er selbst kam sich vor wie ein unsichtbarer Beobachter, der versuchte so gut wie möglich sein eigenes Leben zu meistern, während er tagein tagaus unmündig und hilflos zuschauen musste, wie diese beiden Menschen dort ihre sogenannte Liebe lebten.

Auch er wollte Liebe, doch nicht so, und nicht um jeden Preis. Sie liebten und vergötterten sich, na ja, sie liebte ihn definitiv mehr als er sie… Und dann stritten sie und alles schien verloren, bis er sie in ihr Schlafzimmer zerrte und sie ein paar Stunden später mit gesenktem Blick, doch lächelnd wieder herauskam. Er selbst war wie ihr Kind, das unter dem Streit und Frust zwischen der Eltern litt und plötzlich mit schlechten Noten nach Hause kam. Nur dass er kein Schüler war, sondern verantwortlich für dreizehn Mitarbeiter in einer angesehenen Firma. Und doch war er nur ein kleiner Junge, der sich nichts sehnlicher wünschte, als das Mädchen seiner Träume aus den Klauen seines Rivalen zu befreien. Aus den Klauen seines Bruders. Seines drei Jahre älteren Bruders. Seines einzigen Bruders.

Standard
Love, Relationship

Gemeinsam einsam?

Beziehungen sind eine große Herausforderung.
Ich glaube Menschen die Beziehungen „perfekt beherrschen“ (wer kann das schon, aber dennoch) wissen wie man gleichzeitig gemeinsam aber auch unabhängig von einander Lebensfreude generiert. Fast mein gesamtes Leben lang hatte ich mich immer auf meine Beziehungen oder auf Männer in die ich verliebt war verlassen bei der Generierung meiner Glückshormone. Außer wenn es um Sport ging…vor allem um das Tanzen. Der Tanz war vom ersten Augenblick an meine große wahre Liebe, eine Liebe die nie nachließ oder aufhörte zu existieren. Mit 33 Jahren bin ich nun am Punkt angekommen, wo ich verstehe, dass man nicht alles Glück der Welt von seiner Beziehung allein erwarten kann, man ist für seinen mentalen Zustand primär selbst verantwortlich. So weit so gut.

Nun bin ich in der seltsamen Situation, dass ich aus London wieder zurück nach Berlin gezogen bin vor fast einem Monat und freiwillig eine Fernbeziehung zwischen mir und meinem Freund kreiert habe, mit dem ich bald 3 Jahre zusammen sein werde. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen 4.5-Jahre jüngeren Freund, der es noch zu früh findet zu heiraten und eine Familie zu gründen…?

Nun sitze ich hier und versuche zu verstehen was in mir vorgeht. Ich fühle mich oft leer und einsam wenn ich alleine bin und dann bin ich doch glücklich, dass ich endlich Zeit für mich habe. Am Anfang habe ich so oft es geht versucht mich mit Freunden zu treffen, die in mir Glücksgefühle wecken und mit denen ich Spaß habe, doch ich habe gemerkt, dass ich mich zu sehr an sie klammere und unbewusst versuche die permanente Präsenz meines Freundes in meinem Leben durch andere Menschen zu ersetzen. Auch habe ich festgestellt, dass diese Menschen hier natürlich ihre eigenen Leben zu leben haben, sodass ich mich nicht auf sie so sehr verlassen kann, wie man sich auf seinen Partner normalerweise im täglichen Leben verlässt. Es musste also etwas anderes her, bei dem ich nicht auf eine bestimmte Person angewiesen bin…

So bin ich wieder zum Tanzen zurückgekehrt. Und ich muss sagen, es fühlt sich wundervoll an. Während ich tanze vermisse ich nichts und niemanden, die Welt ist perfekt. 

Okay, ich bin also nun in der Lage unabhängig von meiner Beziehung Lebensfreude zu generieren. Und nun? Ich frage mich an dieser Stelle wofür ich meinen Freund denn dann überhaupt brauche? Was ist der Grund für uns unsere Leben mit einander zu verbinden?

  • Eine gemeinsame Zukunft wäre ein guter Grund für den Erhalt einer Beziehung, doch wie schon erwähnt denkt mein Freund nicht wirklich an Zukunft, er lebt eher in den Moment hinein. Wir planen keine Kinder, keinen Hauskauf und keine Heirat. Seine Familie ist sehr kulturell und er kann ihnen nur eine Frau vorstellen, die er vor hat zu heiraten. Nach fast drei Jahren habe ich seine Eltern nicht getroffen und es scheint ihm nicht wirklich etwas auszumachen, dass er mit ihnen nicht über mich sprechen kann.
  • Es ist andererseits auch nicht so, dass wir mit einander Pferde stehlen und jeden Tag als wäre es der letzte auskosten. Wir gehen selten auf Reisen und haben auch unterschiedliche Vorstellungen vom perfekten Urlaub. Ich liebe den Ozean und könnte ständig ans Meer und er würde am liebsten gar nicht erst ins Wasser. Ich bin ein viel leidenschaftlicher und abenteuerlustigerer Mensch als er und auch sehr viel mehr wissbegierig. Mir fällt es schwer an einem Punkt stehen zu bleiben, ich will mich stets weiterentwickeln und aus festen Strukturen ausbrechen. Er dagegen erwartet und braucht nicht viel um glücklich zu sein, seine Welt ist perfekt auch wenn er über Jahre in der gleichen festen Struktur bleibt ohne großes Feuerwerk der Gefühle, solange er sich entspannen kann und es keine Probleme gibt.
  • Ich kann nicht wirklich sagen, dass wir Seelenverwandte sind und einander etwas geben können, wonach wir unser Leben lang vergeblich gesucht haben und es schlussendlich bei einander gefunden haben. Wir verstehen uns sehr gut, sind immer für einander da und haben den gleichen Humor. Er ist ein extrem gutherziger und positiver Mensch mit dem es Spaß macht Zeit zu verbringen, aber es versetzt mich in Ektase wenn wir mit einander sprechen oder über das Leben philosophieren. Wir sind sehr unterschiedliche Menschen: Ich bin sehr emotional und stelle eine Verbindung mit anderen Menschen meist über Verletzlichkeit her wobei ich mich selbst mitteile und meist beobachte wie der andere Mensch sich öffnet. Er dagegen ist jemand der im Leben viel unerfahrener ist und noch gar nicht wirklich Herzschmerz erfahren hat. Wenn er mit anderen Menschen eine Verbindung herstellt ist es oft einfach durch Fragen stellen (was meist sehr gut ankommt auch wenn dadurch kein tiefes Band entsteht, dennoch fühlt sich der Mensch immer extrem wertgeschätzt) oder über alltägliche Themen und Small Talk. Ich glaube auch, dass er das was mich am meisten ausmacht nicht so liebt wie er es sollte…mein Temperament, meine Leidenschaft, mein Feuer. Und genau so schätze ich ihn als die Oase der Ruhe die er ist vielleicht nicht in dem Ausmaß in dem er es verdient. Er will mich ruhiger und ich will ihn feuriger, doch leider sind wir nicht bei „Wünsch Dir Was“ und man kann und sollte die Essenz eines Menschen nicht ändern.
  • Und schlussendlich, die Liebe. Wir lieben uns, respektieren, schätzen und unterstützen uns. Wir sind harmonisch mit einander und behandeln uns sehr gut. Es gibt keine schrecklichen Dramen und kein hysterisches Weinen bis 4 Uhr morgens, keine Verzweiflung und keine Gewalt. Aber das Gefühl, dass mein Freund mich als die Frau seines Lebens sieht, habe ich leider nicht. Und ich selbst kann einfach nicht anders, als mich zu fragen, ob das denn schon alles ist? Und ich glaube wenn es „The One“ ist, dann denkt man eher „Lieber Gott, bitte nehme ihn mir nicht weg bis wir uralt sind!“ anstatt des Gedankens „Und das ist es nun bis an unser Lebensende?“.

Ich habe wirklich erwartet, dass wenn ich aus England weggehe unsere Gefühle sich überschlagen werden und ich Nachrichten voller „Ich liebe dich und brauche dich, die Welt ist nicht lebenswert ohne dich!“ und vielleicht auch „Ich vermisse es dich zu berühren, ich bin ständig so erregt und kann nicht aufhören an dich zu denken!“ erhalte. Jedoch muss ich sagen, dass dies nicht in dem Ausmaß eingetroffen ist, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe nun einen Freund in einer anderen Stadt mit dem ich weder über unsere Zukunftsträume reden kann, noch über das Leben philosophieren kann und auch keine Pläne zum Pferde stehlen schmiede.

Was denkt ihr, liebe Leser? Was ist euer Rat an mich?

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