Love, Personal Challenges, Relationship

„Liebe des Lebens“ 2010 – 2017 (Fakten, keine Interpretationen) — Part 1

Get the feeling: Nightcall – Kavinsky

Januar 2010

Tonsai-Bay-Koh-Phi-Phi-Krabi

1 — Ich traf J am Strand von Koh Phi Phi, Thailand. Ich sah ihn, fand ihn unglaublich attraktiv, außergewöhnlich und ein wenig seltsam von der ersten Sekunde an. Ich fragte seinen Kumpel in mitten einer Gruppe Engländer nach einer Zigarette während er im Wasser war, und dieser lud mich ein mich zu ihnen zu setzen. Als J zurückkam setzte er sich direkt neben mir in den Sand und redete mit mir während er mich ununterbrochen anstarrte und mir Komplimente für die außergewöhnliche Farbe meiner Augen machte, es funkte. Wir verbrachten den Tag mit einander, aßen zusammen (tatsächlich essen konnte ich dabei kaum). Am Abend luden sie uns ein mit in den Club zu kommen. Ich war mir nicht sicher, ob ich mitwollte, weil ich eigentlich einen anderen Jungen gut fand und in die seine Lieblingsbar gehen wollte  die Nacht zuvor hatte ich mit ihm gemeinsam am Strand verbracht, wir beobachteten wie eine riesige kometenartige Sternschnuppe den ganzen Himmel durchkreuzte, doch auch wenn der Moment magisch hätte sein können, der Typ verhielt sich null als ob ich ihm etwas bedeutete oder jemals bedeuten könnte. Meine „Freundin“ (eine Australierin, die ich dort kennengelernt hatte und die am Strand auch zu und stieß) wollte deren Gruppe jedoch unbedingt folgen, weil sie einen seiner Kumpels unwiderstehlich fand.

2  — So zog ich sie in die Reggae Bar, wo wir meinen vorherigen Typen nicht finden konnten. Anschließend ließ ich mich von ihr in die Banana Bar ziehen, wo wir dann meine Strandbekanntschaft trafen. Er tanzte mit einer seiner Freundinnen, doch ließ sie sofort stehen als er mich sah. J lief auf mich zu und küsste mich. Es ist Fakt, dass dieser Kuss einfach perfekt schmeckte und einer dieser schicksalhaften Küsse war, die einen süchtig machen. Wir verbrachten eine tolle Zeit dort, auch wenn ich mich nicht ganz so gehen lassen konnte wie sie alle, weil ich nicht betrunken war, etwas verklemmt war/bin und das ganze Herumtollen ein wenig albern fand, dazu kannte ich alle diese Lieder die sie mitgesungen haben gar nicht. Mit Neonfarben malten wir Herzen auf den Körper des anderen...  Am Ende des Abends zwang ich alle zur Strandparty zu gehen, weil ich wusste, dass der andere Junge dort sein würde. Er war tatsächlich dort, ich sprach nicht mit ihm, sondern tanzte mit J. Während er sich komplett fallen ließ, war ich schon noch ein Bisschen daran interessiert, den anderen Jungen eifersüchtig zu machen. Am Ende des Abends zog er mich von den anderen weg. Am ruhigen Ende vom Strand küssten wir uns eine Weile und schiefen dann Arm in Arm ein. Als ich aufwachte hatte ich Angst, dass er mich bittet mit auf sein Zimmer zu kommen, so beschloss ich ihn dort schlafend liegen zu lassen und nach Hause zu gehen.

3 — Am nächsten Tag trafen wir uns am Strand, seine Freunde veräppelten ihn, weil ich ihn angeblich sitzen gelassen habe. Wir küssten uns im Wasser und verhielten uns wie ein Traumpaar. Ich entdeckte, dass ich rein physisch eine unglaubliche Macht über ihn hatte. Am Abend gingen wir nochmal aus zur Strandparty. Ich hatte den anderen Jungen schon vergessen und war eher auf J fixiert. Am Abend verließen wir die Party, liefen Hand in Hand durch die Nacht zu seinem Bungalow und ich verbrachte die magischste und sorgloseste Nacht meines Lebens mit diesem Mann. Es war einfach der beste Sex, die Chemie zwischen uns war perfekt, physisch schien es als seien wir für einander geschaffen und es kam das Gefühl in mir auf, was ich zum letzten Mal mit 19 Jahren bei meiner ersten Liebe hatte, was ich niemals in so einer Situation erwartet hatte. Während wir mit einander schliefen spielte Wonderwall (Acoustic Cover) – Katy McAllister on repeat.

4 — Am nächsten Morgen war alles absolut vertraut. Er war sehr aufmerksam und süß. Ich fand es etwas seltsam, dass er auf ein Mal sehr fokussiert mit ernster Miene die Hütte fegte. Ich konnte seine Verhaltensweisen nicht so richtig verstehen, er schien glücklich aber nicht sorgenfrei, irgendwie schien er Probleme zu haben. Danach ging wir in mein Hotel. Auf dem Weg dorthin hielten wir Hände, zwischendurch ließ er meine Hand los und tupfte den Schweiß ab, um sie dann wieder fest in die seine zu schließen. Die Welt war perfekt in diesem Moment. Im Hotel stellte ich ihn der Inhaberin vor als sei er mein Mann und sagte ihm, dass ich nachher zum Strand kommen würde…Als er dann ging, schrieb ich meiner besten Freundin eine E-Mail in der ich unter anderem sagte, dass ich den Mann gefunden habe, den ich eines Tages heiraten werde. Später kam ich zum Strand und stellte fest, dass er nicht da war. Seine Freunde meinten, er sei zurück auf das Zimmer gegangen. Ich kaufte Süßigkeiten, Obst und etwas zu trinken und ging zu ihm. Ich hörte wieder das selbe Lied spielen, er war unter der Dusche. Als er die Tür öffnete schien er überrascht mich zu sehen und etwas verstört. Wir sprachen darüber, dass in Deutschland lebe und er in England und ich sagte ihm, dass ich am nächsten Tag nach Australien fliegen würde um dort ein Jahr lang zu reisen und zu arbeiten. Er fragte mich nach der „Geschichte meiner Beziehungen“. Er erzählte mir, dass er zwei große Lieben hatte, die eine sei wie ein Stern gewesen, die andere wie ein Rechteck, während er ein Stern und ein Rechteck malte und mir sagte ich erinnere ihn an den Stern. Der „Stern“ habe ihm das Herz ausgerissen, als er ein unschuldiger naiver liebebedürftiger Junge war, anschließend verwandelte er sich dann in ein Arschloch, das nach langer Zeit als Herzensbrecher mit unterschiedlichen Frauen sich endlich auf „Rechteck“ einließ, um viel von ihr zu lernen und schlussendlich zu verstehen, dass es doch nicht das Wahre ist, sie dann zu hintergehen und im Endeffekt auch wieder selbst darunter zu leiden. Er schrieb seinen vollen Namen auf das Blatt, sodass ich ihn auf Facebook finden konnte, Telefonnummern tauschten wir nicht aus. Anschließend gingen wir in mein Hotel, schliefen wieder mit einander, er massierte mich, verwöhnte mich, ich konnte es nicht glauben, dass körperliche Liebe so unfassbar sein kann. Ich war absolut süchtig nach ihm geworden, es fing an mir Angst zu machen, aber ich nahm mir fest vor, die Zeit, die wir gemeinsam haben so gut es geht zu genießen und erstmal nicht daran zu denken, dass ich ihn vielleicht niemals wiedersehe. Ich war nur dankbar ihn überhaupt getroffen zu haben. Am Abend verließ er mein Hotel.

5 — Als ich ihn und seine Freunde am Abend traf verhielt er sich komplett anders. Er schaute mich nicht an, ignorierte mich, ging vor mir weg, küsste mich nicht, starrte den Boden an. Ich war zu Tode schockiert, dass er überhaupt in der Lage war so zu sein, nach all dem, was wir mit einander erlebt hatten…ich erkannte ihn einfach nicht wieder. Zuvor war er so liebevoll, so sensibel gewesen. Jetzt schien er einfach nur tot. Nach einer Weile gab ich es auf ihm hinterherzurennen, nachdem ich mir von seinen Freunden anhören musste, dass sie auch absolut keine Ahnung haben, was mit ihm los ist und eigentlich fest davon überzeugt seien, dass ich ihm viel bedeute. Als alle meine Hoffnung nun komplett zerplatzt war und ich einfach keinen Ausweg mehr sah, betrank ich mich während ich ihm dabei zusah wie er entweder irgendwo allein rumstand oder mit anderen Leuten oder auch Frauen redete. Als ich irgendwann besinnungslos betrunken war, konnte ich die Situation nicht länger ertragen, mein ganzes Leben schien mir sinnlos. Ich fühlte mich so, als hätte ich gerade meinen ersten Schuss Heroin bekommen und dabei das Höchste aller Gefühle gespürt und nun habe man es mir für immer weggenommen. Ich konnte es nicht akzeptieren, dass ich ihn einfach nicht mehr berühren konnte, vielleicht nie wieder. Voller Verzweiflung rannte ich in meiner Kleidung ins Meer und ließ mich ins Wasser fallen. Danach fehlt mir einiges an Erinnerung. Ich weiß aber, dass ich meine Flip Flops verlor und barfuß nach Hause lief. Auf dem Weg fiel ich im Dunkeln der kleinen Inselgassen Leuten, die ich noch nie zuvor gesehen hatte in die Arme und weinte bitterlich, während ich ihnen immer wieder meine Geschichte erzählte. Als ich am morgen die Augen öffnete wusste ich nicht mehr wie ich nach Hause gekommen war und stellte voller Entsetzen fest, dass er nicht neben mir war. Das war mit Abstand das stärkste und schrecklichste Gefühl von Aussichtslosigkeit, dass ich in meinem gesamten Leben jemals verspürt hatte.

Das erste was ich tat war, einen Brief an ihn zu schreiben in dem ich alles zu Papier brachte, was ich fühlte. Unter anderem, dass ich ganz genau weiß, dass sich unsere Wege wieder kreuzen werden. Ich sagte auch, dass wenn er jedes Mal, wenn jemand, der das Potential hat einen Weg in sein Herz zu finden, die Tore vor diesem Menschen verschließt, er niemals die Liebe finden wird, nach der ich weiß er sich sehnt und die er braucht.

Get the feeling: I See Fire – Tiffany Alvord

6 — Nach dem der Brief geschrieben war, machte ich mich barfuß auf den Weg zu seinem Bungalow. Liebe kennt keinen Stolz sagt man…vielleicht stimmt es, oder ich war einfach nur verrückt geworden. Zurück zu den Fakten. Seine Freunde waren im Bungalow, jedoch von ihm keine Spur…sie meinten, er sei ganz früh morgens aufgestanden und spazieren gegangen. Ich lief mit ihnen gemeinsam zum Strand und hoffte er würde irgendwann auftauchen. Als er ankam ging das Spielchen weiter; er sagte mir zwar Hallo, jedoch schaute er mich weiterhin nicht direkt an, küsste mich nicht und hielt sich von mir emotional fern. Nach einer Weile sagte ich zu ihm, dass ich in einer halben Stunde zurück ins Hotel müsse um meine Koffer zu holen, meine Fähre würde in einer Stunde die Insel verlassen. Daraufhin ging er ohne ein Wort ins Wasser und blieb dort. Er ließ sich treiben, tauchte, starrte in die Luft und dachte nicht daran rauszukommen. Als mir nur noch 15 Minuten blieben, fing ich an innerlich in Panik auszubrechen. Ich ließ alles liegen, zog mich aus und ging ins Wasser, ihm hinterher. Als er mich auf sich zukommen sah, fing er an vor mir wegzulaufen. Ich lief schneller hinein und er lief schneller vor mir weg, er stieß das Wasser von sich weg, sodass es in meine Richtung spritzte während er buchstäblich vor mir flüchtete brach ich innerlich fast zusammen vor Sehnsucht und Verzweiflung, doch dann meldete sich mein Stolz zurück und eine starke Wut stieg in mir auf. Als er sich doch zu mir wendete und dort stand und mich direkt anguckte, sagte ich „Dann nicht!“, drehte mich um und verließ das Wasser. Als ich zum Strand schaute sah ich ironischer Weise den anderen Typen dort stehen. Er winkte mir zu, ich lief auf ihn zu, sagte dass ich die Insel jetzt verließe. Wir umarmten uns während J nicht die Augen von mir ließ. Er stand einfach regungslos im Wasser. Als der andere Typ wegging. Ging ich zu seinen Freunden, umarmte jeden von ihnen, zog ohne nachzudenken den Brief aus meiner Tasche heraus und drückte diesen seinem besten Freund in die Hände, durch dessen Zigarette und Einladung wir uns gefunden hatten mit den Worten „Gib ihn ihm“. Ohne mich umzudrehen lief ich davon, absolut die Entscheidung verfluchend, nach Australien zu fliegen.

7 — Auf der Fähre weinte ich nur noch. Das erste Mal in meinem Leben, hatte ich etwas, das ich unbedingt wollte und brauchte nicht bekommen. So lernte ich, dass man manchmal kämpft und alles gibt, jedoch trotzdem jämmerlich verliert. Ich konnte das alles nicht begreifen, ich konnte ihn nicht begreifen. Fast hätte ich mir gewünscht, dass ich ihn gar nicht erst getroffen hätte…fast. Ich flog nach Brisbane und erfuhr nebenbei, dass mein Exfreund, den ich in Berlin gelassen hatte mit den Worten „Ich kann nicht mit dir zusammen sein. Ich muss weit weg und mich selbst finden“, vorgehabt hatte mir einen Heiratsantrag zu machen bei meiner Rückkehr zurück aus Thailand und dass er nun einen Nervenzusammenbruch erlitt, als er erfuhr, dass ich anstatt nach einem Monat zurückzukommen nun spontan auf unbestimmte Zeit nach Australien reiste. Wir sprachen am Telefon, er beschimpfte mich, mir war er und das alles komplett egal, so leid es mir auch tat oder hätte tun sollen. Nach J wusste ich sowieso, dass ihn nie wirklich geliebt hatte, ich wusste vorher gar nicht was Liebe war. Ich wohnte in einem Hostel und sprach mit keinem dort. Ich saß tagein tagaus allein auf Parkbänken und schrieb Tagebuch. Ich besuchte meine Australier aus Thailand ein Mal und dann nie mehr, es war alles anders und ich war abwesend, man hatte mir meine Seele herausgerissen. Ich hatte Tagträume von dem Sex mit ihm, was mich rasend machte. Immer wieder ging es mir durch den Kopf wie perfekt er roch, schmeckte, sich anfühlte. Ich war mir 100% sicher, dass es auf dieser Welt keinen anderen Menschen geben kann, der so perfekt für mich ist, auf ganz banale, animalische Weise — die einzig wahre Weise? Er fehlte mir entsetzlich sowohl körperlich als auch seelisch, ich war dem absolut ausgeliefert. So etwas kannte ich bisher nicht und langsam aber sicher trieb es mich in den Wahnsinn. Das Schlimmste dabei war, dass ich keine Zweifel daran hatte, dass es ihm animalisch gesehen genau ging wie mir…er hatte mir das 100 mal gesagt als wir bei einander lagen…

Fortsetzung folgt…doch nicht so einfach das alles zu vereinfachen…
Was denkt ihr bis hierhin? 

 

 

 

 

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Unsere Nacht im Abgrund roter Blüten.

Get the feeling: Wonderwall – Katy McAllister

Plötzlich steht er aus dem Sand auf ohne seine Hose von ihm zu befreien und reicht mir zum Aufstehen seine ausgestreckte Hand mit den Worten „Komm mit mir“. Ich lasse mir von ihm helfen aufzustehen und lasse mich von seiner Hand von dem Strand in Richtung Ungewissheit führen. Wir betreten die Finsternis gemeinsam und ich spüre, wie blindes Vertrauen meine Brust erfüllt, ich bin ganz ruhig, im Gegensatz zu sonst möchte ich nicht sprechen, ich möchte einfach nur an seiner Seite sein. Ich sehe fast nichts, ich spüre nur diese Verbindung zu ihm und ich rieche seinen Duft, der Ozeanwind weht ihn zu mir. Mein Kopf ist leer, aber mein Herz lacht, auch wenn es nicht genau weiß weshalb. Er erzählt mir etwas, ich höre mit meinem Herzen zu und antworte ihm ohne zu wissen, was ich eigentlich sage. Wir wandeln durch die nächtliche Insel und so vergehen ungefähr zwei Stunden. Ich achte nicht auf die Straßen, Häuser und Bäume an denen wir vorbeilaufen, weiß nicht was unser Ziel ist und möchte dies auch nicht wissen. Ich fühle aber, dass ich mit ihm in dieser Nacht bis an das Ende der Welt gehen würde. Ich weiß sehr wohl, dass ich mit einem Mann unterwegs bin, den ich seit nur drei Tagen kenne und dass ich absolut nicht weiß wohin er mich führt. Trotzdem verspüre ich – eigentlich ein Mädchen übervorsichtiger Natur – keinerlei Angst oder Misstrauen diesem Fremden gegenüber und auch wenn ich mich absolut so fühle kann ich nach einem einzigen Cocktail unmöglich angetrunken sein. Dann muss ich diese Wirkung wohl ihm allein zuschreiben.

Gerade als ich mich an den kontinuierlichen Rhythmus unserer synchronen Schritte gewöhnt habe hält er plötzlich vor der hölzernen Tür eines kleinen Bungalows. Wie in Trance schaue mich um. Ich bemerke, dass wir uns inmitten einer mir unbekannten Bungalowanlage befinden. Auch jetzt wo ich mir ziemlich sicher sein kann, dass mich dieser Mann offensichtlich in sein Zimmer gebracht hat, verspüre ich keine Angst, auch denke ich nicht daran, dass er mich nur für eine Nacht ausnutzen will oder Ähnliches. Ich brauche ihm nicht zu sagen, dass ich kein Mädchen für eine Nacht bin, denn ich habe mich noch nie so wertvoll gefühlt wie in diesem Moment, so angekommen. Ich weiß, dass ich richtig hier bin, ganz gleich wo wir sind. Es reicht, dass ich bei ihm bin. Bevor er meine Hand loslässt küsst er meinen Handrücken sanft aber auf eine bestimme Weise fordernd. Mein Körper zuckt bei der Berührung seiner Lippen leicht zusammen, eine tiefe Wärme durchströmt mich. Er schließt die Tür hinter uns und macht Musik an. Das noch immer dunkle geheimnisvolle Zimmer wird nun von einer einzigartigen langsamen Live-Version von „Wonderwall“ erfüllt. Ich setze mich auf das Bett und sehe ihn auf mich zukommen. Ich denke an nichts anderes, er ist in diesem Moment das Einzige was zählt. Er bleibt vor mir stehen. Seinen intensiven Blick kann ich durch die Dunkelheit spüren. Er verunsichert mich sogar in der Dunkelheit. Ich lasse mich auf das Bett fallen und instinktiv kommt er über mich. Er zieht mich langsam aus, wobei er nicht auf die Kleidung oder meinen immer nackter werdenden Körper achtet, mein Gesicht bekommt seine volle Aufmerksamkeit. Nun spüre ich sein Gewicht auf meinem Körper, seine weiche Haut auf meiner. So merke ich überrascht, dass auch er schon entblößt ist. Ich vertraue ihm mit der Verhütung, um die er sich ganz selbstverständlich kümmert ohne mich zu fragen, ob ich mit ihm schlafen will. Ich frage mich ebenfalls nicht ob ich es will, denn noch nie war ich mir sicherer, dass ich einem Mann auf diese Weise nahe sein möchte. Dies merke ich an der unglaublichen Tatsache, dass ich seelenruhig vor ihm liege und alle mögliche Kontrolle in seine maskulinen Hände lege. Ich gebe mich ihm hin, voll und ganz. Ich spüre wie er in mich eindringt und stöhne erleichtert auf ­– wir sind eins. Ich falle in einen tiefen Abgrund voller roter Blüten und er fällt mit mir. Gemeinsam schweben wir irgendwo ganz weit von aller Realität. Wir sind eins, bewegen uns in gleichem Rhythmus. Er ist ein Mann, ein richtiger Mann, den ich unendlich begehre. Während ich mit ihm zusammen bin spüre ich die Sehnsucht und ein Gefühl, als könne ich niemals genug von ihm bekommen. In seinen sanften und gleichzeitig starken Händen zerschmelze ich und vergesse ausnahmslos alles um mich herum. Nur eins weiß ich: Ich bin mit ihm. Mehr muss ich nicht wissen. Er genießt es so sehr, das zu wissen und zu spüren erfüllt mich mit noch größerem Begehren. Es kommt mir vor, als wäre ich etwas, ohne das er nicht existieren kann. Ich atme seinen Duft immer wieder ein und fühle mich dabei wie benommen und merke irritiert, dass er dasselbe tut. Immer wieder flüstert er mir zu wie wunderschön ich bin und wie sehr er mich will. Ich kann nicht anders als ihm voll und ganz zu verfallen.

Mehrmals sind wir fertig, schauen uns in dem sich langsam im Raum ausbreitenden Morgengrauen tief in die Augen und beschließen ohne Worte nochmals von vorne zu beginnen. Immer wieder hält er mich fest in seinen Armen und küsst mich, verzaubert mich, treibt mich in den Wahnsinn. Nach dem dritten Mal liegen wir uns gegenüber und lächeln uns erschöpft an, während er zärtlich über mein Gesicht streicht – noch immer spielt „Wonderwall“ auf Repeat. Ich schaue in seine grünlichen Augen und weiß, dass ich diese Nacht nicht vergessen werde und dass es ihm genau so geht wie mir.

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Mittendrin und anderswo.

Er sitzt mir gegenüber, seine großen Augen voller Kinderschimmer strahlen mich entzückt an, er redet vom Beruflichen, er schaut privat. Er ist groß, behaart, stark, robust, ein Mann, ein stattlicher Mann voller Elan, er ist erfolgreich, schön, hatte viele Frauen. Er verletzte sicher nicht nur Eine. Von Einer weiß ich es sicher, es war Sommer als sie es uns mitteilte, als sie es schriftlich festhielt, dass da was war. Was es war, wissen nur sie und er, oder er und sie. Wahrscheinlich weiß er das Eine und sie das Andere, die Wahrnehmung ist unterschiedlich, jedes Auge sieht anders und jedes Herz hat seinen eigenen Rhythmus. Ob seins schneller schlug, oder das Ihre, das wissen nur die Beiden, oder auch keiner der Beiden. Ich vermute, dass es das Ihre war, das schneller schlug. Doch was sind schon Vermutungen?

Wenn ich so in seine Augen schaue, dann fange ich an zu träumen, ich sehe seine Träume vor mir, als wären es meine oder gar unsere. Ich spiegele mich in seinen Augen, surfe auf dem Blau des Kinderschimmers. Die langen braunen Wimpern schwingen im Takt mit der sommerlichen Windbrise. Ich stehe vor der weiten Ferne der azurblauen Unendlichkeit und sehne mich nach der Ewigkeit. Ich möchte abspringen in die Tiefen des Ozeans, der sich vor meinen Augen ausbreitet, doch unsere fachlich hochwertige Konversation hindert mich an dem mutigen Schritt.

Es ist ein Spiel mit der Existenz, dem Leben, ein Spiel mit unseren Träumen. Wir spielen Fangen mit unseren sehnlichsten Wünschen und Leidenschaften. Wir belügen uns dabei doppelt, dreifach, ein Vielfaches, so oft es möglich ist und immer wieder. Ist er glücklich frage ich mich? Lebt er seine Träume? Ist er hier am richtigen Fleck? Bin ich das? Ist die dahinten glücklich? Die eine, die schon drei Monate hier ist, doch für mich stets namenlos bleibt, weil ihre Augen nicht hell genug strahlen. Hält sie sich vom Strahlen ab, bis sie sich nach dem Strahlen ihrer Augen, ausgelöst durch das Strahlen ihres Herzens, zu verzehren beginnt? Besitzt sie die emotionale Feinheit, so einen Wunsch zu verspüren? Lebt sie in Blindheit, weil es ihrem Geist an Feinheit fehlt? Ich frage mich, ob so ein Leben in emotionaler Stumpfheit wohl einfacher ist, als das eines Menschen, der zu seinem Glück oder auch Pech in der Lage ist, und sich sogar durch unerklärliche Kräfte genötigt fühlt, den Gipfel der Emotionen tagein tagaus zu erklimmen?

Der starke behaarte Mann besitzt die Feinheit von der ich spreche, er besitzt sie zu genüge. Er sieht plump aus, groß und grob, doch er besitzt sie. Seine Augen verraten ihn. Sie haben sich sicher seit über vierzig Jahren nicht verändert, er hat sich vierzig Jahre lang nicht entmutigen und seine Illusionen nicht nehmen lassen. Während er redet und ich leicht schmunzeln muss, weil diese kindlich strahlenden Augen in der wohl männlichsten Hülle, die man sich vorstellen kann, mich unglaublich verwirren, unsicher machen, emotional aufwühlen. Ich kämpfe stark damit nicht beeindruckt zu wirken, doch ich habe eine Obsession für Augen. Sie zu lesen und zu fühlen ist mein liebstes Hobby. Ich bewundere diesen Glanz, liebe diese Lebensfreude, das Freche, das Kindliche, das Leben in diesen Augen, sie sind blau, ich mag gar keine blauen Augen, doch es geht um den Inhalt und dieser ist tief und viel und weit aber auch ganz nah. Mir ist bewusst, dass man mir die Feinheit, die ich besitze, nicht immer zutraut. Doch genau das macht sie zu meiner größten Waffe und meiner größten Liebe. Viele denken ich hätte keine Geheimnisse, doch mein Geheimnis ist groß und fern und tief und weit und vor allem daraus bestehend, dass möge ich mich auch mitteilen so viel ich nur möchte und mit all meiner Leidenschaft meine Gedanken mit meiner Umwelt teilen, möge ich mich auch maximal dabei bemühen, so bleiben die wahren Weisheiten, die unerschöpfliche Fülle an Erkenntnissen sowie all das, was wirklich in mir vorgeht bei mir allein und kaum jemandem zugänglich. Meine ganz persönliche Reflexion von Reflexionen ist meine Waffe. Dann sollen sie mich halt unterschätzen. Sie brauchen nur in meine Augen zu schauen, dann wissen sie es, wie ich es gerade beim behaarten Mann weiß, vorausgesetzt sie haben die Gabe es zu sehen.

Er schaut mich leicht irritiert an, wahrscheinlich fragt er sich, was in mir vorgeht. Ich werde es ihm niemals verraten. Er merkt ich rede vom Beruflichen, doch er sieht mich in die Ferne blicken, in die Ferne seiner Augen. Auf ein Mal ändert sich die Farbe seiner Augen, irgendetwas passiert. Er hört auf zu reden, ich beginne zuzuhören. Er sitzt mir gegenüber, Ellenbogen auf dem Stehtisch abgelegt, der Kopf liegt in seiner Hand. Es muss ein schwerer Kopf sein, denke ich, doch diese Farbänderung in seinen Augen, die mich anstrahlt, lässt mich meine Theorien über das Gewicht von Körperteilen aufgrund von mangelnder Relevanz verwerfen. Manchmal will man an einem anderen Ort sein, wieso ist man hier und redet über irrelevanten Mist? Wieso machen sich Menschen Arbeit? Sie sitzen da und träumen von den nächsten kleinen Aufgaben, die sie sich selbst auftragen können um ihr kleinkariertes leeres Leben mit Handlung zu füllen. Das Träumen ist die einzig wahrhaftige Handlung, oder zumindest die, mit der es beginnen sollte, alles, das Leben. Die fiktiv-erforderlichen Handlungen sind unser Untergang. Oder unsere Rettung? Unsere Scheinrettung?

Wenn ich die Menschen einfach vor sich hin existieren sehe, sich dem System fügen, einfach mit leerem Blick da sitzen oder die Straße hinunterlaufen, geradeaus, steif im grauen Jacket und schwarzer Sonnenbrille, dann will ich sie anhalten, sie an den Schultern nehmen, ihnen tief in die Augen sehen und sagen:

„Lauf von der Arbeit nach Hause mit zu lauter und gesundheitsschädigender Musik in den Ohren, bewege deine Hüfte zum Klang dieser zu lauten Musik und vergesse die Welt um dich herum. Lege dich auf den Rasen und rieche an dem Flyer, der dir von einem hässlichen Jungen mit großen Augen in die Hand gedrückt wurde. Lache die Punks, die da am Straßenrand Gruppenkuscheln veranstalten an und frage sie nach einem Bier und einem Platz in ihrer Kuschelrunde. Bleibe doch einfach mal stehen, drehe dich im Kreis und mache dabei deine Augen zu. Atme ganz tief ein und rieche das Parfüm der schönen Brünette, die gerade an dir vorbeiläuft, genieße es mit allen deinen Sinnen. Mache die Augen wieder auf und laufe die Straße hinunter und schaue nur in den Himmel hinauf, du kannst nicht glauben, was für eine Kraft der Himmel dir geben kann! Setze dich zu dem Mann mit der Gitarre und dem Verstärker und gehe nicht dich ständig umdrehend voller Sehnsucht davon. Setze dich genau vor ihn in einen Schneidersitz, auch wenn die Entfernung zu nah ist und der Verstärker zu leistungsstark, der Boden zu kalt, deine Jeans zu teuer. Schau ihn direkt an, lese seine Augen. Spreche mit seinen Augen. Frage sie was sie erlebt haben. Antworte ihnen. Höre dabei zu, fühle seinen Gesang, höre nicht die Worte. Die Worte gehören nicht ihm, das Gefühl mit dem er singt ist seins. Dieser Song gehört ihr, er sing ihn für sie. Verstrichene Liebe, es war nicht seine Entscheidung, dass es zu Ende war. Lebe das Leben, es hat viel zu bieten. Spüre die Menschen um dich herum. Jeder hat seine Geschichte und die Augen erzählen sie dir, du brauchst ihn nicht zu fragen, die Augen werden dir alles, was du wissen willst erzählen! Und gleich wird dir die Welt viel bunter, viel vielfältiger erscheinen und du wirst Sinn spüren. Das ist es, worum es im Leben geht. Sinn. Und Liebe. Wo Sinn ist, ist Liebe. Wo Liebe ist, ist Sinn.“

Meine Gedanken schweifen aus, fliegen hoch, prassen auf den Büroboden hinunter, rappeln sich wieder auf und dieser Vorgang wiederholt sich immer und immer wieder und das jeden Tag und jetzt gerade wieder.

Momente wie mit ihm, dem großen, interessanten, kreativ-verrückten Mann mit Kinderaugen, das sind inspirierende Momente, man muss sie nutzen, man muss sie genießen. Vor langer Zeit schon wurde mir klar, dass es nicht die Unternehmungen sind, nicht die Veranstaltungen, nicht die Dinge die wir machen, nein, es sind die Momente, die Augenblicke, die uns bereichern und uns tatsächlich etwas geben. Das Wort „Augenblick“ heißt nicht umsonst so, es sind die Blicke in die Augen von uns geliebten, uns bekannten und uns unbekannten, geheimnisvollen Menschen, die uns die größten Freuden bereiten. Und größte Freuden kommen von großen Emotionen. Emotionen gibt es jedoch nur zwischen Mensch und Mensch. Wir brauchen uns wohl alle gegenseitig, das müssen wir uns eingestehen. Aber die Weise auf die wir uns brauchen, das herauszufinden, darin liegt die allgegenwärtige Herausforderung. Und die höchste Kunst, diese besteht darin, die Menschen zum sich Öffnen zu bringen, um diese Momente als  wahrhaftige Augenblicke erleben zu können.

Er sitzt mir immer noch gegenüber, es gibt viel zu besprechen, so irrelevant diese Inhalte auch sein mögen. Während er von der Aufbereitung der Inhalte spricht, die er von mir erwartet, stelle ich mir vor wie es wohl sein mochte, als er das erste Mal verliebt war.

Ich sehe ihn in dem Partykeller des Hauses seiner Eltern auf dem laminierten Boden sitzen. Das Licht ist aus. Aus der Dunkelheit strahlt ein breites Lächeln einer lebenslustigen Blondine hervor, es zieht mich sofort in seinen Bann. Wie muss es dem Jungen dort auf dem Boden denn erst ergehen, wenn ich als außenstehende Träumerin schon beeindruckt bin? Da sitz er, ein großer schlaksiger ungefähr 18-jähriger Typ, halb Mann halb Kind. Seine Haare sind lang und fallen in sein vor Jugendliebe leuchtendes Gesicht, seine Mundwinkel sind oben, seine strahlendblauen Augen leuchten ebenfalls und starren auf die Leinwand mit dem projizierten Dia, seine Hose ist an den Knien leicht abgerieben. Er streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, steht auf, rennt schnell zum Projektor, wechselt das Dia, kehrt zügig zur Stelle zurück an der er zuvor saß, schmunzelt und starrt sofort wieder in Richtung Licht.

Sein Blick birgt so viele Emotionen; ganz viel Liebe, Tausend Träume, unendlich viel Hoffnung, Leidenschaft, Sehnsucht aber auch einen Hauch von Unsicherheit und Verlustangst.

Auf dem zweiten Bild ist nun das selbe Mädchen am Strand eines weiten Sees zu sehen. Ihr Körper ist zum Wasser hin gewandt – ihr Gesicht zum Fotografen. Sie lächelt wieder auf ihre ganz spezielle strahlend-zaghafte, sehr bezaubernde Weise. Es scheint, als ob sie ihn zu sich winkt, dabei weht ihr weißes gepunktetes Kleid im Wind genau so wie die blonden Locken Ihres vollen Haares. Sie scheint ihn ebenfalls zu mögen in all ihrer Unbeschwertheit. Sie steht dort und fühlt sich frei, ihr ganzes Leben liegt vor ihr. Noch weiß sie nicht, was für Schwierigkeiten und Probleme auf sie im Laufe ihres Daseins auf dieser Welt zukommen werden und das kümmert sie zu diesem Zeitpunkt auch kein Bisschen. Noch lebt sie in Geborgenheit ihrer sie liebenden Eltern und ist doch frei. Ihr Herz ist noch ganz, noch weiß sie nicht, wie es ist, wenn Teile des Herzens besetzt oder gar zerstört sind, sodass man sich fühlt, als verkleinere sich dieses Herz je älter man wird, je mehr Menschen es berühren und wieder loslassen.

Für dieses Mädchen ist das Leben wunderbar und dieser durch sie ganz verwirrte junge Mann vor ihr, der ganz besessen darauf ist Fotos von ihr zu schießen, hat sie verzaubert vom ersten Augenblick an. Nur zu gern nimmt sie die Rolle seiner Prinzessin ein und verrät nie ganz, dass sie ihm ebenfalls ganz und gar verfallen ist.

Ich stelle mir vor, wie er sich wohl verhalten hat bei der Eroberung dieses Mädchens. Ich sehe seine weltoffenen Augen klar vor mir. Sicherlich hatte er alles für sie getan und die Fotos von ihr hat er noch immer.

Wie das Ende dieser Liebe war, daran will ich jetzt nicht denken, daher beschließe ich mich auf dieses Meeting zu konzentrieren und den Tagtraum zu beenden. Gerade als ich diesen Entschluss fasse, beendet er diese Besprechung. Wie gut, dass Multitasking voll mein Ding ist, ich habe alles notiert, zwinkere ihm zu, nehme meinen Laptop an die Brust und gehe den Gang entlang, erstaunt über die Fülle an Geheimnissen, die mir seine Augen eben verraten haben.

 

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Würdest du diesen Roman lesen? – Offensichtlich nicht, kein Feedback ist auch Feedback. Ich werde ein besseres Thema finden.

Destiny

Ich brauche eure Hilfe, bitte kommentiert diesen Beitrag mit eurer ehrlichen Meinung hinsichtlich der „Buchtauglichkeit“ dieser Geschichte. Wenn euch die Geschichte nicht gefällt, lasst mich wissen, was ich verbessern kann. Los gehts…

Ein Roman über einen religiösen Mann Ende 30, der für das Wohl seiner Familie und seiner Religion und Kultur wegen, die Liebe seines Lebens, eine aufgeschlossene moderne Frau der die Welt zu Füssen liegt, aufgibt indem er ohne jegliche Erklärungen aus ihrem Leben verschwindet, um gleich darauf übereilt eine Frau seiner Kultur, die er nicht wirklich liebt, zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen. Auf den Tag genau 13 Jahre nachdem seine erste Liebe ihm ihre Jungfräulichkeit geschenkt hat, kontaktiert er sie, wie schon so oft in den vergangenen Jahren. Dieses Mal ist es jedoch anders: Er ist zum ersten Mal ehrlich und gibt ihr gegenüber zu, dass er damals den größten Fehler seines Lebens gemacht hat und einfach nicht aufhören kann an sie zu denken und sich nach dieser wahren Liebe zu sehnen. Da es jedoch aus seiner Sicht in diesem Leben keine Chance mehr für sie beide gibt, weil er seine Familie niemals im Stich lassen könnte, bittet er sie, ihm zu helfen indem sie gemeinsam die Vergangenheit aufarbeiten, mit dem Ziel endlich abschliessen zu können. Gemeinsam bestreiten sie eine Reise, auf der sie ihre komplett unterschiedlichen Weltanschauungen mit einander teilen und sich einander auf einem ganz neuen Level öffnen. Er erzählt ihr in jeder Einzelheit wie er sich damals gefühlt hat, beantwortet alle Fragen, die sie jahrelang gequält haben und erzählt ihr zum ersten Mal von seinem Leben, seinen Kindern. Die Reise verändert sie beide, und schreibt ihre Geschichte neu.

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Wie das Leben so spielt…

Letzte Nacht hatte ich einen Traum, der mir absolut wie Realität vorkam. Ich wachte schweißgebadet voller Schuldgefühle neben meinem Freund auf, um erleichtert festzustellen, dass es Gott sei Dank nur ein Traum war und ich dem Mann, der mich so glücklich macht, mir so viel Liebe gibt und in mir auslöst nicht fremdgegangen bin. Auch in meinem Traum bin ich ihm quasi treu geblieben, dennoch war die Situation schon sehr heikel und es brach mein Herz allein daran zurückzudenken.

Im Traum war mir bewusst, dass ich vergeben bin und den Mann an meiner Seite liebe. Dennoch traf mich mit Tristan und irgendwie kam es dazu, dass ich mich während ich mit ihm war zu ihm hingezogen fühlte und es war offensichtlich, dass es ihm ähnlich ging. Auf ein mal kam er ganz nah an mich heran, küsste zunächst langsam und zärtlich meine Wangen um sich anschliessend meinem Mund zu nähern. Ich war schwach in diesem Traum, alle damaligen Gefühle kamen hoch, ich wollte es auf der einen Seite um jeden Preis verhindern, dass er mich küsst und gleichzeitig war ich wie gelähmt in bebender Erwartung seiner Lippen auf den meinen. Er kam immer näher und näher bis sich unsere Lippen beinahe berührten, während meine Seele schrie „Tue es nicht verdammt, du wirst dir alles zerstören!“ Plötzlich spürte ich zu meinem größten Schock den Hauch einer tatsächlichen Berührung, was mich sofort aus meiner Trance befreite, sodass ich mich wiederum in letzter Sekunde aus dieser bittersüßen verhängnisvollen Situation befreien konnte. Ich fühlte mich schrecklich nach diesem Traum und doch war ich erleichtert, dass ich sogar im Traum meinem Freund treu blieb…

Dennoch muss ich zugeben, dass ich seitdem nicht anders konnte, als einige Male an ihn zu denken… Auch konnte ich nicht anders, als mich plötzlich wieder an unser damaliges Wiedersehen nach schmerzhaften sechs Monaten (12. Juni bis zum 7. Dezember 2015) zu erinnern.

Ich verlasse London Bridge station. Ich sehe ihn da stehen in seiner Northface-Jacke, Hände in den Taschen, das Gesicht freundlich aber leicht besorgt. Ploetzlich sieht er mich. Er kommt mir entgegen und ein zauberhaftes breites Lächeln überflutet langsam sein schönes männliches Gesicht. „Ey Svet“…er nimmt mich in den Arm und hält mich etwas zu lange. Ich habe ein schwarzes kurzes Kleid an und trage mein goldblondes Haar offen, ich habe mich einparfümiert, reichlich einparfümiert. In meinem Kopf läuft eine einzige Frage Amok „Hat er eine Freundin?“. Mit meinem dritten Satz schiesst die Frage: „Und wie vielen Frauen hast du in dieser langen Zeit den Kopf verdreht…?“ heraus. Woraufhin ein Schlag ins Gesicht zurückkommt: „Ich habe seit 4 Monaten eine Freundin.“ Meine Welt fängt an zu bröckeln  ich bekomme keine Luft und muss mich extrem zusammenreissen, um nicht in Tränen auszubrechen. Es fällt mir unfassbar schwer mich zu konzentrieren, ich lasse ihn das Pub wählen  kann keinen klaren Gedanken mehr fassen… Er sucht etwas aus… Wir setzen uns, ich habe keinen Hunger… Er wählt voller Leidenschaft meine Lieblingsspeisen für mich aus und bestellt sie… Ich lasse ihn einfach machen… Mir ist alles egal, ich kann nicht mal eine Garnele hinunterschlucken, nicht mal mein absolutes Lieblingsessen… Er bestellt Zitrone für mich und fügt hinzu, dass es sehr viel sein soll und strahlt mich voller Fürsorge an, stolz, dass er mich immer noch so gut kennt. Ich bin schockiert, dass ich zum ersten Mal im Leben Zitrone vergessen habe… Er bestellt einen Spiced Rum mit Cola und ich nicke, dass ich das selbe will. Ich lächele durchweg, damit er bloss nichts von meinem Schock und der Verzweiflung, die sich in mir ausbreitet mitbekommt.

Er spricht von ihr, die Geschenke, die Reisen, ihr Humor. Ich merke, sie ist nicht ich, aber es ist okay so. Unsere Chemie ist wie immer, er hält sich nur zurück, ich kenne ihn, er kann mir nichts vormachen. Wir albern rum, lachen, fassen uns an den Händen, kämpfen… Er sagt er habe gelernt, nicht die ganze Zeit zu texten mit einer Frau, weil man sich sonst nicht zu sagen habe Abends… Ich weiss, dass wir dieses Problem nie hatten, er weiss es auch.

Mein Herz zerreisst, während ich ihn anlache. Ich verliere mich in seinen Augen und in meinen eigenen Gefühlen und Gedanken. Meine Seele brennt mit jedem Insider mehr. Jeder Longdrink, von denen wir einige trinken, bringt mich ihm und dem Abgrund meiner verzweifelten Gefühle näher. Ich geniesse jede Minute mit ihm und sauge jeden Moment auf, jedes Lächeln, jeden Klang, jeden Geruch. Gleichzeitig verliere ich meinen Verstand wenn ich auch nur daran denke, dass ich ihn wohlmöglich wieder einige Monate nicht zu Gesicht bekommen werde. An die Tatsache, dass er jetzt einer anderen gehört, nach sechs Jahren allein tatsächlich wieder vergeben ist. Glücklich vergeben. Endgültig vergeben.

Ich frage mich was er wohl fühlt? Fühlt er denn gar nichts? Werde ich jemals erfahren, ob auch er mich wollte. Mich so sehr wollte, dass es weh tat?

Wir verlassen die Bar und laufen zurück. Wir albern herum, umarmen uns, lachen. Plötzlich ist alles vorbei. Er muss rechts und ich links. Wir umarmen uns und lassen wieder von einander los. Ich schaue ihn an und kann nicht anders, als ihn noch ein einziges Mal an mich zu ziehen. Dann lasse ich ihn gehen und winke, winke bis ich ihn nicht mehr sehe. Dann breche ich endlich in Tränen aus, in schluchzenden, schallenden Tränen in mitten von all diesen Menschen. Ich weine und weine und weine. Ziehe mir meine riesige Kapuze über den Kopf und weine den ganzen 50-minütigen Nachhauseweg weiter. Ich starre die U-Bahntür an und diese bizarre unterirdische Welt zerschmilzt vor meinen Augen. Zu Hause angekommen weine ich weiter, während ich mir all die Lieder anhöre, die mich an ihn erinnern, rauche einen Joint und schlafe erschöpft ein.

Mittlerweile habe ich seine Freundin kennen gelernt, und habe mich von ihm vor ihren Augen mit seiner Gabel füttern lassen und mir angehört wir er ihr erklärt was „Svet so macht und mag“ und wieder zusehen können, wie er mir ganz viel Zitrone zu meinem von ihm ausgesuchten Essen bestellt. Mittlerweile sehen wir uns ab und zu auf einen abendlichen Drink, schenkten uns jeweils teuere Dinner zu unseren Geburtstagen und texten immer mal wieder. Langsam wird alles mehr „normal“ zwischen uns, nur dass „normal“ bei uns nie wirklich „normal“ war. Und vielleicht niemals sein wird.

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Time to surrender..

Ich bin verrückt nach seinem süß-herben Geruch, seiner warmen Umarmung und dem rauen Klang seiner Stimme.

Und doch weiss ich nicht, wie es ist, ihn küssen, ihn zu schmecken. Ich kenne nicht den Duft seines Atems. Ich weiss nicht, wie sich seine Haut auf meiner anfühlt. Ich habe absolut keine Ahnung, wie es ist, ihn in mir zu spüren. Ich weiss nicht, was er mir zuflüstern würde, wenn er mich endlich nehmen würde und behandeln würde, als wäre ich seins, einzig und allein seins. Endlich.

„It’s that time of year
Leave all our hopelessnesses aside…“

Ich weiss nichts. Nichts, ausser dass ich mir das alles mit jeder Zelle meines Körpers wünsche, schon immer. Langsam wird es Zeit, den Mut aufzubringen, es mir selbst einzugestehen.

Auch weiss ich, dass ich es mit ihm geniessen würde, wie ich noch nie etwas genossen habe. Weil ich niemals einen anderen mir sexuell fremden Menschen so sehr wollte. Ich würde es lieben mit meinem gesamten Herzen, meiner gesamten Seele.

Der Moment wenn sexuelles Verlangen und die Sehnsucht des Herzens verschmelzen und sich in einander verlieren… Man kann nicht sagen, welche der beiden Kräfte stärker ist, weil es eines Tages diesen einen ganz bestimmten Punkt gab, an dem Verlangen und Liebe sich küssten und mit diesem Kuss ihre ewige Einheit besiegelten. Die höchste Form von Liebe…herzzerreissender Liebe, die einen nachts nicht schlafen lässt und auch am Tag keine Ruhe gibt vor schreiender kunterbunter Gedanken an den anderen und irrationaler Sorge um sein Wohl gepaart mit einer wilden sexuellen Sehnsucht, die nichts anderes akzeptieren will, als diese beiden Körper vereint, so lange wie möglich, so intensiv wie möglich und so oft wie möglich. Hunger, Durst, verzweifelte Erregung, bittere Einsamkeit, alles in einem und das obwohl es Brot, Wasser und andere Menschen im Überfluss gibt.

Es ist grausam zu wissen, dass NICHTS auf dieser Welt, nichts und absolut nichts, noch nicht mal wir selbst, das aufhalten kann, was zweifellos und unabwendbar passieren muss und wird. An diesem Punkt der Sehnsucht gibt es kein Gewissen, keine Regeln, keine Rücksicht und keine Scham. Es gibt nur hoffnungslosen Durst und glasklares Wasser direkt vor mir. Ich werde es trinken. Wenn ich die Chance bekomme, es zu trinken, dann werde ich es tun, immer wieder.

Ich werde ihn auf mich zulaufen sehen, mit einem breiten Lächeln auf den vollen Lippen und einem Glitzern in seinen verspielten dunklen Augen. Wir werden uns von oben bis unten mustern und einander wie immer direkt in die Herzen schauen und es wahrscheinlich nicht glauben können, dass es tatsächlich wir sind, nur wir zwei allein. Er wird mich an sich ziehen, ich werde die Vergangenheit hinter mir lassen, nachgeben und in seine Umarmung fallen, er wird wie immer meinen Kopf festhalten. Wir werden alles um uns herum vergessen mit dem Duft des anderen in der rosaroten Luft. Dann wird er mein Gesicht in seine Hände nehmen und unseren Qualen endlich ein Ende bereiten. Ich will nur seine Lippen, nichts anderes auf dieser Welt.

Ich bin kurz vorm verdursten und er ist mein Wasser. 6 ewige Monate ist es her, dass ich ihn sah, roch und seine Stimme hörte.

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Liebe vor Stolz? 

Liebe Leser,

es tut mir leid, aber ich muss wieder über IHN schreiben, den jüngeren Bruder meiner vermeintlichen grossen Liebe, Tristan. Diese Liebe ist verflossen und es ist nicht übrig geblieben. Nichts, ausser der verzweifelten und aktuell so ziemlich einseitig scheinenden Zuneigung für den besagten Bruder.

Ich habe noch nie zuvor etwas ähnliches für eine Person gespürt, der ich sexuell niemals auch nur ansatzweise nahe war. Ich kann mir das was ich fühle absolut nicht erklären, aber mir ist bewusst, dass mich dieses Gefühl von Innen zerreisst. Ich verzweifle langsam und winde mich in meiner Sehnsucht nach seiner banalen Präsenz hin und her. Ich versuche tagein tagaus eine Lösung zu finden, auch wenn ich leise befürchte, dass es diese aktuell schlicht nicht gibt und auch in Zukunft nicht geben wird. Doch egal wie aussichtslos das alles sein mag, ich kann diesen Menschen nicht aufgeben, niemals. Ich vergesse meinen Stolz für ihn. Eigentlich sollte man für keinen Menschen dieser Welt seinen Stolz vergessen. Ich vergesse meinen Stolz für ihn.

Ich lebe nun so ziemlich genau zwei Monate ohne ihn. Als wir noch zusammen wohnten, war es stets furchtbar, ihn mal ein paar Tage nicht sehen zu können. Um ehrlich zu sein vermisste ich ihn bereits innerhalb der Stunden, die wir beide wochentags auf Arbeit verbrachten und das obwohl wir im Laufe jedes Arbeitstages immer wieder bei WhatsApp texteten und einander E-Mails von unseren Arbeits-Accounts schickten. Ein Mal verabredeten wir uns sogar zum Mittagessen und das obwohl wir ca. 20 Minuten von einander entfernt arbeiten. Auf der riesigen London-Karte schien die zu überwindende Entfernung lächerlich. Wir arbeiteten also „ganz in der Nähe“ von einander, das reichte uns als Grund für ein gemeinsames Mittagessen vollkommen aus. Es war uns natürlich schon bewusst, dass wir uns an dem Tag dieses Lunch-Dates am Morgen und auch wieder am Abend sehen würden, trotzdem machten wir zusätzlich noch einen Treffpunkt um die Mittagszeit aus. So trafen wir uns dann tatsächlich in der Mitte der Luftlinie zwischen unseren beiden Büros, am Ausgang einer Tube-Station, an die ich mich nicht mehr erinnere. Wir beide waren zuvor noch nie dort gewesen und verstanden auf Anhieb, dass es sich ohne Frage um die absolut beschissenste Gegend zum Mittagessen in ganz London handelte, aber das war nun mal wo wir uns trafen und eigentlich war es egal wo wir waren und was wir aßen. So nahmen wir beide unabhängig von einander die Tube und stiegen jeweils ein Mal um, liefen nach Ankunft eine halbe Stunde gemeinsam herum, um ein Restaurant zu finden, aßen dann schließlich irgend etwas relativ genießbares in einer heruntergekommenen aber überteuerten Brasilianischen Kneipe und machten uns anschließend beide auf den Rückweg, um dann nach einer insgesamt zweistündigen Abwesenheit beschämt auf Arbeit aufzutauchen. Bitte versteht mich nicht falsch, liebe Leser, dieses Treffen war rein freundschaflicher Natur. Ich kann es dennoch nicht leugnen, dass ich absolut süchtig danach war und gleichzeitig große Schwierigkeiten damit hatte, ihm tief in die Augen zu schauen, vorallem wenn wir allein waren. Was er fühlte und dachte wird mir wohl für immer verborgen bleiben.

Auch diesen Song schickte er mir mal. Die Message traf mitten ins Herz: 

So schaffte ich es tatsächlich, ihn zu vermissen, während ich mit ihm in einer WG wohnte und täglich mehrere Stunden mit ihm verbrachte. Der Moment an dem er nach Hause kam war magisch. Ich erkannte ihn an dem Geräusch, das seine Schlüssel verursachten als sie energisch in die gläserne Schüssel im Korridor geworfen wurden. Dieser Sound löste bei mir stets leise Euphorie aus. Gleich danach rief er jedes einzelne Mal laut und „rauchig“ zwei Worte in die Wohnung hinein: „EEEEEEEY SVEEEEET“. Und dieses Lächeln, das jedes Mal sein wunderschönes Gesicht umspielte, wenn er mich sah…einfach unbezahlbar. Bitte stellt euch nun vor, als was für eine Ewigkeit mir diese zwei Monate im Vergelich zu den üblichen paar Stunden vorgekommen sein müssen. Es tut so weh, mir fehlen die Worte, um zu beschreiben wie sehr.

Ich hatte ihn nach seiner damaligen Ansage für einige Zeit in Ruhe gelassen, aber irgendwann war ich betrunken und die Sehnsucht überkam mich. Ich shrieb ihm, er antwortete sofort. Wir hatten eine belanglose Konversation, in der wir einander mehrfach fragten, wie es uns geht. Ich erklärte euphorisch, dass bei mir nun alles top sei und er gab zu, dass er zwar „okay“ sei, jedoch nur für den Gedanken lebe, wieder nach Brasilien zu fliegen. Ich sagte viel mehr als er und am Ende ebbte die Konversation einfach ab. Der Moment, an dem er mir zurückschrieb gab mir wieder Hoffnung und ich glaube genau deshalb komme ich jetzt nicht mehr klar. Ich habe mich seit dem mehrfach erniedrigt, in dem ich ihn nach einem Treffen fragte, auch noch mit konkreten Ideen. Meine Nachrichten wurden empfangen und gelesen, zurück kam jedoch nichts. Zudem gab es ja auch noch diese E-Mail, von der ich euch bereits berichtet hatte…

Heute erreichte ich den Gipfel der Würdelosigkeit und rief ihn mit unbekannter Nummer an…Gott sei dank nahm er nicht ab.

Liebe Leser, bitte sagt mir was ich tun soll? Ich muss damit aufhören mich bei ihm zu melden, aber ich kann es einfach nicht lassen. Ich weiß mit 100%-tiger Sicherheit, dass ich für ihn innerhalb des letzten halben Jahres einer der wichtigsten Menschen war. Er stellte mich seinen Kindheitsfreunden und Arbeitskollegen zu deren großem Schock als „beste Freundin“ vor. Ich bin mir sicher, er könnte nicht anders, als mich zu umarmen und wieder mein bester Freund zu werden wenn ich auf ein Mal vor ihm stehen würde. Aber er will es offensichtlich einfach nicht dazu kommen lassen…

Was zur Hölle soll ich nur tun? Würdelosigkeit steht niemandem gut…es ist schäbig. Er muss mich mittlerweile für eine schwache armselige Person halten.  Ich habe überlegt, ihn einfach bis Weihnachten in Ruhe zu lassen und dann spontan anzurufen und mich mit ihm zu treffen. Was haltet ihr von der Idee? Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wie ist es für euch, Liebe vor Stolz oder Stolz vor Liebe? Ich kann einfach nicht anders als meinen Stolz zu vergessen. Begehe ich damit vielleicht einen schrecklichen Fehler und verliere ihn dadurch immer mehr? Stolz bei Seite. Sollte ich mir nicht vielleicht doch die nachfolgende Weisheit zu Herzen nehmen…?

„Wenn du etwas liebst, lass es los. Wenn es zu dir zurückkommt, gehört es dir für immer. Wenn es nicht zurückkommt, hat es dir nie gehört.“

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