Love

Unsere Nacht im Abgrund roter Blüten.

Get the feeling: Wonderwall – Katy McAllister

Plötzlich steht er aus dem Sand auf ohne seine Hose von ihm zu befreien und reicht mir zum Aufstehen seine ausgestreckte Hand mit den Worten „Komm mit mir“. Ich lasse mir von ihm helfen aufzustehen und lasse mich von seiner Hand von dem Strand in Richtung Ungewissheit führen. Wir betreten die Finsternis gemeinsam und ich spüre, wie blindes Vertrauen meine Brust erfüllt, ich bin ganz ruhig, im Gegensatz zu sonst möchte ich nicht sprechen, ich möchte einfach nur an seiner Seite sein. Ich sehe fast nichts, ich spüre nur diese Verbindung zu ihm und ich rieche seinen Duft, der Ozeanwind weht ihn zu mir. Mein Kopf ist leer, aber mein Herz lacht, auch wenn es nicht genau weiß weshalb. Er erzählt mir etwas, ich höre mit meinem Herzen zu und antworte ihm ohne zu wissen, was ich eigentlich sage. Wir wandeln durch die nächtliche Insel und so vergehen ungefähr zwei Stunden. Ich achte nicht auf die Straßen, Häuser und Bäume an denen wir vorbeilaufen, weiß nicht was unser Ziel ist und möchte dies auch nicht wissen. Ich fühle aber, dass ich mit ihm in dieser Nacht bis an das Ende der Welt gehen würde. Ich weiß sehr wohl, dass ich mit einem Mann unterwegs bin, den ich seit nur drei Tagen kenne und dass ich absolut nicht weiß wohin er mich führt. Trotzdem verspüre ich – eigentlich ein Mädchen übervorsichtiger Natur – keinerlei Angst oder Misstrauen diesem Fremden gegenüber und auch wenn ich mich absolut so fühle kann ich nach einem einzigen Cocktail unmöglich angetrunken sein. Dann muss ich diese Wirkung wohl ihm allein zuschreiben.

Gerade als ich mich an den kontinuierlichen Rhythmus unserer synchronen Schritte gewöhnt habe hält er plötzlich vor der hölzernen Tür eines kleinen Bungalows. Wie in Trance schaue mich um. Ich bemerke, dass wir uns inmitten einer mir unbekannten Bungalowanlage befinden. Auch jetzt wo ich mir ziemlich sicher sein kann, dass mich dieser Mann offensichtlich in sein Zimmer gebracht hat, verspüre ich keine Angst, auch denke ich nicht daran, dass er mich nur für eine Nacht ausnutzen will oder Ähnliches. Ich brauche ihm nicht zu sagen, dass ich kein Mädchen für eine Nacht bin, denn ich habe mich noch nie so wertvoll gefühlt wie in diesem Moment, so angekommen. Ich weiß, dass ich richtig hier bin, ganz gleich wo wir sind. Es reicht, dass ich bei ihm bin. Bevor er meine Hand loslässt küsst er meinen Handrücken sanft aber auf eine bestimme Weise fordernd. Mein Körper zuckt bei der Berührung seiner Lippen leicht zusammen, eine tiefe Wärme durchströmt mich. Er schließt die Tür hinter uns und macht Musik an. Das noch immer dunkle geheimnisvolle Zimmer wird nun von einer einzigartigen langsamen Live-Version von „Wonderwall“ erfüllt. Ich setze mich auf das Bett und sehe ihn auf mich zukommen. Ich denke an nichts anderes, er ist in diesem Moment das Einzige was zählt. Er bleibt vor mir stehen. Seinen intensiven Blick kann ich durch die Dunkelheit spüren. Er verunsichert mich sogar in der Dunkelheit. Ich lasse mich auf das Bett fallen und instinktiv kommt er über mich. Er zieht mich langsam aus, wobei er nicht auf die Kleidung oder meinen immer nackter werdenden Körper achtet, mein Gesicht bekommt seine volle Aufmerksamkeit. Nun spüre ich sein Gewicht auf meinem Körper, seine weiche Haut auf meiner. So merke ich überrascht, dass auch er schon entblößt ist. Ich vertraue ihm mit der Verhütung, um die er sich ganz selbstverständlich kümmert ohne mich zu fragen, ob ich mit ihm schlafen will. Ich frage mich ebenfalls nicht ob ich es will, denn noch nie war ich mir sicherer, dass ich einem Mann auf diese Weise nahe sein möchte. Dies merke ich an der unglaublichen Tatsache, dass ich seelenruhig vor ihm liege und alle mögliche Kontrolle in seine maskulinen Hände lege. Ich gebe mich ihm hin, voll und ganz. Ich spüre wie er in mich eindringt und stöhne erleichtert auf ­– wir sind eins. Ich falle in einen tiefen Abgrund voller roter Blüten und er fällt mit mir. Gemeinsam schweben wir irgendwo ganz weit von aller Realität. Wir sind eins, bewegen uns in gleichem Rhythmus. Er ist ein Mann, ein richtiger Mann, den ich unendlich begehre. Während ich mit ihm zusammen bin spüre ich die Sehnsucht und ein Gefühl, als könne ich niemals genug von ihm bekommen. In seinen sanften und gleichzeitig starken Händen zerschmelze ich und vergesse ausnahmslos alles um mich herum. Nur eins weiß ich: Ich bin mit ihm. Mehr muss ich nicht wissen. Er genießt es so sehr, das zu wissen und zu spüren erfüllt mich mit noch größerem Begehren. Es kommt mir vor, als wäre ich etwas, ohne das er nicht existieren kann. Ich atme seinen Duft immer wieder ein und fühle mich dabei wie benommen und merke irritiert, dass er dasselbe tut. Immer wieder flüstert er mir zu wie wunderschön ich bin und wie sehr er mich will. Ich kann nicht anders als ihm voll und ganz zu verfallen.

Mehrmals sind wir fertig, schauen uns in dem sich langsam im Raum ausbreitenden Morgengrauen tief in die Augen und beschließen ohne Worte nochmals von vorne zu beginnen. Immer wieder hält er mich fest in seinen Armen und küsst mich, verzaubert mich, treibt mich in den Wahnsinn. Nach dem dritten Mal liegen wir uns gegenüber und lächeln uns erschöpft an, während er zärtlich über mein Gesicht streicht – noch immer spielt „Wonderwall“ auf Repeat. Ich schaue in seine grünlichen Augen und weiß, dass ich diese Nacht nicht vergessen werde und dass es ihm genau so geht wie mir.

Standard
Love

Zurück zu dir. I follow rivers.

Get the feeling: Taylor Swift – Love Story

Wie kann es sein, dass man dieses Gefuehl der grossen Liebe einfach nicht vergessen kann, ebenso wie die wenigen Menschen in unserem Leben, die dieses maechtige magische Gefuehl auszuloesen vermochten? Und das, ganz gleich wie viele Jahre auch vergehen. Ich bin diesem Gefuehl hilflos ausgeliefert. Es ist meine groesste Droge, eine Droge von der ich mich nicht in der Lage bin fernzuhalten wenn sie in Reichweite erscheint. Und nein, kein MDMA der Welt kann mit diesem wahrhaftigen Gefuehl der bedingungslosen Liebe verglichen werden. Chemisches Liebe fuer die ganze Welt ist etwas ganz anderes, vergeht nach ein paar Stunden und hinterlaesst ein stumpfes emotionales Loch.

Die wahre Liebe jedoch…sie erfuellt uns mit Leben, mit Energie, mit Motivation, Inspiration, mit Farbe. Musik wird auf ein Mal A L L E S. Essen, Schlafen, Arbeit, alle Routinen und Normalitaeten unseres Lebens dagegen verlieren an Bedeutung und verblassen. Wir fuehlen uns, als koennten wir Berge versetzen und Ozeane ueberqueren.

Vor 7.5 Jahren lief ein wunderschoenes Paar, ein  Junge und ein Maedchen Hand in Hand durch die Insel Koh Phi Phi. Sie trafen sich dort, verliebten sich und verbrachten die Nacht ihrer Traeume mit einander, die sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen wuerden…

Standard
General, Love, Relationship

Mittendrin und anderswo.

Er sitzt mir gegenüber, seine großen Augen voller Kinderschimmer strahlen mich entzückt an, er redet vom Beruflichen, er schaut privat. Er ist groß, behaart, stark, robust, ein Mann, ein stattlicher Mann voller Elan, er ist erfolgreich, schön, hatte viele Frauen. Er verletzte sicher nicht nur Eine. Von Einer weiß ich es sicher, es war Sommer als sie es uns mitteilte, als sie es schriftlich festhielt, dass da was war. Was es war, wissen nur sie und er, oder er und sie. Wahrscheinlich weiß er das Eine und sie das Andere, die Wahrnehmung ist unterschiedlich, jedes Auge sieht anders und jedes Herz hat seinen eigenen Rhythmus. Ob seins schneller schlug, oder das Ihre, das wissen nur die Beiden, oder auch keiner der Beiden. Ich vermute, dass es das Ihre war, das schneller schlug. Doch was sind schon Vermutungen?

Wenn ich so in seine Augen schaue, dann fange ich an zu träumen, ich sehe seine Träume vor mir, als wären es meine oder gar unsere. Ich spiegele mich in seinen Augen, surfe auf dem Blau des Kinderschimmers. Die langen braunen Wimpern schwingen im Takt mit der sommerlichen Windbrise. Ich stehe vor der weiten Ferne der azurblauen Unendlichkeit und sehne mich nach der Ewigkeit. Ich möchte abspringen in die Tiefen des Ozeans, der sich vor meinen Augen ausbreitet, doch unsere fachlich hochwertige Konversation hindert mich an dem mutigen Schritt.

Es ist ein Spiel mit der Existenz, dem Leben, ein Spiel mit unseren Träumen. Wir spielen Fangen mit unseren sehnlichsten Wünschen und Leidenschaften. Wir belügen uns dabei doppelt, dreifach, ein Vielfaches, so oft es möglich ist und immer wieder. Ist er glücklich frage ich mich? Lebt er seine Träume? Ist er hier am richtigen Fleck? Bin ich das? Ist die dahinten glücklich? Die eine, die schon drei Monate hier ist, doch für mich stets namenlos bleibt, weil ihre Augen nicht hell genug strahlen. Hält sie sich vom Strahlen ab, bis sie sich nach dem Strahlen ihrer Augen, ausgelöst durch das Strahlen ihres Herzens, zu verzehren beginnt? Besitzt sie die emotionale Feinheit, so einen Wunsch zu verspüren? Lebt sie in Blindheit, weil es ihrem Geist an Feinheit fehlt? Ich frage mich, ob so ein Leben in emotionaler Stumpfheit wohl einfacher ist, als das eines Menschen, der zu seinem Glück oder auch Pech in der Lage ist, und sich sogar durch unerklärliche Kräfte genötigt fühlt, den Gipfel der Emotionen tagein tagaus zu erklimmen?

Der starke behaarte Mann besitzt die Feinheit von der ich spreche, er besitzt sie zu genüge. Er sieht plump aus, groß und grob, doch er besitzt sie. Seine Augen verraten ihn. Sie haben sich sicher seit über vierzig Jahren nicht verändert, er hat sich vierzig Jahre lang nicht entmutigen und seine Illusionen nicht nehmen lassen. Während er redet und ich leicht schmunzeln muss, weil diese kindlich strahlenden Augen in der wohl männlichsten Hülle, die man sich vorstellen kann, mich unglaublich verwirren, unsicher machen, emotional aufwühlen. Ich kämpfe stark damit nicht beeindruckt zu wirken, doch ich habe eine Obsession für Augen. Sie zu lesen und zu fühlen ist mein liebstes Hobby. Ich bewundere diesen Glanz, liebe diese Lebensfreude, das Freche, das Kindliche, das Leben in diesen Augen, sie sind blau, ich mag gar keine blauen Augen, doch es geht um den Inhalt und dieser ist tief und viel und weit aber auch ganz nah. Mir ist bewusst, dass man mir die Feinheit, die ich besitze, nicht immer zutraut. Doch genau das macht sie zu meiner größten Waffe und meiner größten Liebe. Viele denken ich hätte keine Geheimnisse, doch mein Geheimnis ist groß und fern und tief und weit und vor allem daraus bestehend, dass möge ich mich auch mitteilen so viel ich nur möchte und mit all meiner Leidenschaft meine Gedanken mit meiner Umwelt teilen, möge ich mich auch maximal dabei bemühen, so bleiben die wahren Weisheiten, die unerschöpfliche Fülle an Erkenntnissen sowie all das, was wirklich in mir vorgeht bei mir allein und kaum jemandem zugänglich. Meine ganz persönliche Reflexion von Reflexionen ist meine Waffe. Dann sollen sie mich halt unterschätzen. Sie brauchen nur in meine Augen zu schauen, dann wissen sie es, wie ich es gerade beim behaarten Mann weiß, vorausgesetzt sie haben die Gabe es zu sehen.

Er schaut mich leicht irritiert an, wahrscheinlich fragt er sich, was in mir vorgeht. Ich werde es ihm niemals verraten. Er merkt ich rede vom Beruflichen, doch er sieht mich in die Ferne blicken, in die Ferne seiner Augen. Auf ein Mal ändert sich die Farbe seiner Augen, irgendetwas passiert. Er hört auf zu reden, ich beginne zuzuhören. Er sitzt mir gegenüber, Ellenbogen auf dem Stehtisch abgelegt, der Kopf liegt in seiner Hand. Es muss ein schwerer Kopf sein, denke ich, doch diese Farbänderung in seinen Augen, die mich anstrahlt, lässt mich meine Theorien über das Gewicht von Körperteilen aufgrund von mangelnder Relevanz verwerfen. Manchmal will man an einem anderen Ort sein, wieso ist man hier und redet über irrelevanten Mist? Wieso machen sich Menschen Arbeit? Sie sitzen da und träumen von den nächsten kleinen Aufgaben, die sie sich selbst auftragen können um ihr kleinkariertes leeres Leben mit Handlung zu füllen. Das Träumen ist die einzig wahrhaftige Handlung, oder zumindest die, mit der es beginnen sollte, alles, das Leben. Die fiktiv-erforderlichen Handlungen sind unser Untergang. Oder unsere Rettung? Unsere Scheinrettung?

Wenn ich die Menschen einfach vor sich hin existieren sehe, sich dem System fügen, einfach mit leerem Blick da sitzen oder die Straße hinunterlaufen, geradeaus, steif im grauen Jacket und schwarzer Sonnenbrille, dann will ich sie anhalten, sie an den Schultern nehmen, ihnen tief in die Augen sehen und sagen:

„Lauf von der Arbeit nach Hause mit zu lauter und gesundheitsschädigender Musik in den Ohren, bewege deine Hüfte zum Klang dieser zu lauten Musik und vergesse die Welt um dich herum. Lege dich auf den Rasen und rieche an dem Flyer, der dir von einem hässlichen Jungen mit großen Augen in die Hand gedrückt wurde. Lache die Punks, die da am Straßenrand Gruppenkuscheln veranstalten an und frage sie nach einem Bier und einem Platz in ihrer Kuschelrunde. Bleibe doch einfach mal stehen, drehe dich im Kreis und mache dabei deine Augen zu. Atme ganz tief ein und rieche das Parfüm der schönen Brünette, die gerade an dir vorbeiläuft, genieße es mit allen deinen Sinnen. Mache die Augen wieder auf und laufe die Straße hinunter und schaue nur in den Himmel hinauf, du kannst nicht glauben, was für eine Kraft der Himmel dir geben kann! Setze dich zu dem Mann mit der Gitarre und dem Verstärker und gehe nicht dich ständig umdrehend voller Sehnsucht davon. Setze dich genau vor ihn in einen Schneidersitz, auch wenn die Entfernung zu nah ist und der Verstärker zu leistungsstark, der Boden zu kalt, deine Jeans zu teuer. Schau ihn direkt an, lese seine Augen. Spreche mit seinen Augen. Frage sie was sie erlebt haben. Antworte ihnen. Höre dabei zu, fühle seinen Gesang, höre nicht die Worte. Die Worte gehören nicht ihm, das Gefühl mit dem er singt ist seins. Dieser Song gehört ihr, er sing ihn für sie. Verstrichene Liebe, es war nicht seine Entscheidung, dass es zu Ende war. Lebe das Leben, es hat viel zu bieten. Spüre die Menschen um dich herum. Jeder hat seine Geschichte und die Augen erzählen sie dir, du brauchst ihn nicht zu fragen, die Augen werden dir alles, was du wissen willst erzählen! Und gleich wird dir die Welt viel bunter, viel vielfältiger erscheinen und du wirst Sinn spüren. Das ist es, worum es im Leben geht. Sinn. Und Liebe. Wo Sinn ist, ist Liebe. Wo Liebe ist, ist Sinn.“

Meine Gedanken schweifen aus, fliegen hoch, prassen auf den Büroboden hinunter, rappeln sich wieder auf und dieser Vorgang wiederholt sich immer und immer wieder und das jeden Tag und jetzt gerade wieder.

Momente wie mit ihm, dem großen, interessanten, kreativ-verrückten Mann mit Kinderaugen, das sind inspirierende Momente, man muss sie nutzen, man muss sie genießen. Vor langer Zeit schon wurde mir klar, dass es nicht die Unternehmungen sind, nicht die Veranstaltungen, nicht die Dinge die wir machen, nein, es sind die Momente, die Augenblicke, die uns bereichern und uns tatsächlich etwas geben. Das Wort „Augenblick“ heißt nicht umsonst so, es sind die Blicke in die Augen von uns geliebten, uns bekannten und uns unbekannten, geheimnisvollen Menschen, die uns die größten Freuden bereiten. Und größte Freuden kommen von großen Emotionen. Emotionen gibt es jedoch nur zwischen Mensch und Mensch. Wir brauchen uns wohl alle gegenseitig, das müssen wir uns eingestehen. Aber die Weise auf die wir uns brauchen, das herauszufinden, darin liegt die allgegenwärtige Herausforderung. Und die höchste Kunst, diese besteht darin, die Menschen zum sich Öffnen zu bringen, um diese Momente als  wahrhaftige Augenblicke erleben zu können.

Er sitzt mir immer noch gegenüber, es gibt viel zu besprechen, so irrelevant diese Inhalte auch sein mögen. Während er von der Aufbereitung der Inhalte spricht, die er von mir erwartet, stelle ich mir vor wie es wohl sein mochte, als er das erste Mal verliebt war.

Ich sehe ihn in dem Partykeller des Hauses seiner Eltern auf dem laminierten Boden sitzen. Das Licht ist aus. Aus der Dunkelheit strahlt ein breites Lächeln einer lebenslustigen Blondine hervor, es zieht mich sofort in seinen Bann. Wie muss es dem Jungen dort auf dem Boden denn erst ergehen, wenn ich als außenstehende Träumerin schon beeindruckt bin? Da sitz er, ein großer schlaksiger ungefähr 18-jähriger Typ, halb Mann halb Kind. Seine Haare sind lang und fallen in sein vor Jugendliebe leuchtendes Gesicht, seine Mundwinkel sind oben, seine strahlendblauen Augen leuchten ebenfalls und starren auf die Leinwand mit dem projizierten Dia, seine Hose ist an den Knien leicht abgerieben. Er streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, steht auf, rennt schnell zum Projektor, wechselt das Dia, kehrt zügig zur Stelle zurück an der er zuvor saß, schmunzelt und starrt sofort wieder in Richtung Licht.

Sein Blick birgt so viele Emotionen; ganz viel Liebe, Tausend Träume, unendlich viel Hoffnung, Leidenschaft, Sehnsucht aber auch einen Hauch von Unsicherheit und Verlustangst.

Auf dem zweiten Bild ist nun das selbe Mädchen am Strand eines weiten Sees zu sehen. Ihr Körper ist zum Wasser hin gewandt – ihr Gesicht zum Fotografen. Sie lächelt wieder auf ihre ganz spezielle strahlend-zaghafte, sehr bezaubernde Weise. Es scheint, als ob sie ihn zu sich winkt, dabei weht ihr weißes gepunktetes Kleid im Wind genau so wie die blonden Locken Ihres vollen Haares. Sie scheint ihn ebenfalls zu mögen in all ihrer Unbeschwertheit. Sie steht dort und fühlt sich frei, ihr ganzes Leben liegt vor ihr. Noch weiß sie nicht, was für Schwierigkeiten und Probleme auf sie im Laufe ihres Daseins auf dieser Welt zukommen werden und das kümmert sie zu diesem Zeitpunkt auch kein Bisschen. Noch lebt sie in Geborgenheit ihrer sie liebenden Eltern und ist doch frei. Ihr Herz ist noch ganz, noch weiß sie nicht, wie es ist, wenn Teile des Herzens besetzt oder gar zerstört sind, sodass man sich fühlt, als verkleinere sich dieses Herz je älter man wird, je mehr Menschen es berühren und wieder loslassen.

Für dieses Mädchen ist das Leben wunderbar und dieser durch sie ganz verwirrte junge Mann vor ihr, der ganz besessen darauf ist Fotos von ihr zu schießen, hat sie verzaubert vom ersten Augenblick an. Nur zu gern nimmt sie die Rolle seiner Prinzessin ein und verrät nie ganz, dass sie ihm ebenfalls ganz und gar verfallen ist.

Ich stelle mir vor, wie er sich wohl verhalten hat bei der Eroberung dieses Mädchens. Ich sehe seine weltoffenen Augen klar vor mir. Sicherlich hatte er alles für sie getan und die Fotos von ihr hat er noch immer.

Wie das Ende dieser Liebe war, daran will ich jetzt nicht denken, daher beschließe ich mich auf dieses Meeting zu konzentrieren und den Tagtraum zu beenden. Gerade als ich diesen Entschluss fasse, beendet er diese Besprechung. Wie gut, dass Multitasking voll mein Ding ist, ich habe alles notiert, zwinkere ihm zu, nehme meinen Laptop an die Brust und gehe den Gang entlang, erstaunt über die Fülle an Geheimnissen, die mir seine Augen eben verraten haben.

 

Standard
General, Love, Personal Challenges, Relationship

Würdest du diesen Roman lesen? – Offensichtlich nicht, kein Feedback ist auch Feedback. Ich werde ein besseres Thema finden.

Destiny

Ich brauche eure Hilfe, bitte kommentiert diesen Beitrag mit eurer ehrlichen Meinung hinsichtlich der „Buchtauglichkeit“ dieser Geschichte. Wenn euch die Geschichte nicht gefällt, lasst mich wissen, was ich verbessern kann. Los gehts…

Ein Roman über einen religiösen Mann Ende 30, der für das Wohl seiner Familie und seiner Religion und Kultur wegen, die Liebe seines Lebens, eine aufgeschlossene moderne Frau der die Welt zu Füssen liegt, aufgibt indem er ohne jegliche Erklärungen aus ihrem Leben verschwindet, um gleich darauf übereilt eine Frau seiner Kultur, die er nicht wirklich liebt, zu heiraten und mit ihr eine Familie zu gründen. Auf den Tag genau 13 Jahre nachdem seine erste Liebe ihm ihre Jungfräulichkeit geschenkt hat, kontaktiert er sie, wie schon so oft in den vergangenen Jahren. Dieses Mal ist es jedoch anders: Er ist zum ersten Mal ehrlich und gibt ihr gegenüber zu, dass er damals den größten Fehler seines Lebens gemacht hat und einfach nicht aufhören kann an sie zu denken und sich nach dieser wahren Liebe zu sehnen. Da es jedoch aus seiner Sicht in diesem Leben keine Chance mehr für sie beide gibt, weil er seine Familie niemals im Stich lassen könnte, bittet er sie, ihm zu helfen indem sie gemeinsam die Vergangenheit aufarbeiten, mit dem Ziel endlich abschliessen zu können. Gemeinsam bestreiten sie eine Reise, auf der sie ihre komplett unterschiedlichen Weltanschauungen mit einander teilen und sich einander auf einem ganz neuen Level öffnen. Er erzählt ihr in jeder Einzelheit wie er sich damals gefühlt hat, beantwortet alle Fragen, die sie jahrelang gequält haben und erzählt ihr zum ersten Mal von seinem Leben, seinen Kindern. Die Reise verändert sie beide, und schreibt ihre Geschichte neu.

Standard
General, Love, Personal Challenges

Finding myself inside me

Night flowers

Get the feeling: This Is Living (Acoustic) – Hillsong Young & Free

Manchmal verliert man sich.

Und dann auf ein Mal, unbestimmte Zeit später, da findet man sich wieder. Man hat sich plötzlich wiedergefunden und stellt ganz verwundert und auch schmerzlich fest, dass man sich ganz schön vermisst hat. Und doch, wie angenehm es auf ein Mal scheint, sich wiederzuhaben. So heilsam.

Ich lief durch die Nacht und roch Blumen. Dann sah ich diese Blumen in der Ferne und rannte ihnen begeistert entgegen. Ich fand sie, verlor mich in ihnen und ein Lächeln breitete sich in meinem Herzen aus während ich ihren segnenden Duft in mein Herz hineinatmete. Ich fühlte mich glücklich, bedingungslos glücklich.

Da wusste ich, ich hab mein Strahlen wieder. Ein wundervolles Leben steht mir bevor.

In mir ist Liebe. Das ist das Einzige, was zählt.

 

 

Standard
General, Love, Relationship

The past is calling…

London_Albert Bridge_night

Get the feeling: Chela – Zero (Keljet Remix)

Manchmal frage ich mich, wie es verdammt nochmal dazu kommen konnte, dass ich in meinem noch relativ kurzen Leben zum zweiten Mal immigriert bin (ich bin 8 Jahren mit meinen Eltern zusammen von der Ukraine nach Deutschland umgezogen)?

Während mich dieser rote Doppeldecker durch die bunte Londoner Nacht über die weite stille Themse hinwegträgt, frage ich mich gleichzeitig „Was habe ich hier nur verloren?“ und „Werde ich, falls es mir eines Tages gelingt, diese wunderschöne Stadt zu verlassen, jemals aufhören tiefe Liebe für sie zu empfinden und ständig unerklärbare Sehnsucht nach ihr zu haben…“.

Wo diese Sehnsucht ihren Beginn hatte weiß ich ganz genau…

Als ich vor genau sieben Jahren kurz nach meinem 25. Geburtstag (wie schnell doch die Zeit vergeht) mutterseelenallein am Strand von Koh Phi Phi lag und plötzlich diesen Mann sah, der mir mehr gefiel als alle anderen zuvor. Als ich seine Freunde nach einer Zigarette fragte und sie mich zu sich in die Runde einluden während er im Wasser seinen Kummer, von dem ich damals noch nichts ahnte, zu ertränken versuchte. Als sich dann schlussendlich unsere grünlichen Augen trafen und ich davon fast ohnmächtig geworden bin. Als  wir alle uns noch verbliebene Urlaubszeit mit einander verbrachten und den unglaublichsten Kuss aller Zeiten mit einander teilten. Als wir es, trotz meinem halbjährigen Australienaufenthalt und dem Drama, welches wir am Ende unserer gemeinsamen Zeit in Thailand durchlebten, schafften in Kontakt zu bleiben und uns über fünf Jahre hinweg in Berlin und London zu besuchen. Und schlussendlich, als er mich nach einem ersten kurzen vergeblichen Beziehungsversuch ein Jahr zuvor einlud, meine Heimat zu verlassen und mit ihm zusammen seine erste Londoner (bzw. Suttoner – ZONE 5!) Eigentumswohnung zu beziehen. Um diese dann 7 Monate später tränenüberströmt zu verlassen.

Scheitern ist menschlich.

Oft frage ich mich, ob es nicht vielleicht doch geklappt haben konnte zwischen uns, hätten wir nicht  gleich in einer Sekunde von 0 auf 100 beschleunigt, hätten wir uns Zeit gegeben uns richtig kennen zu lernen, hätten wir uns Freiraum gelassen, anstatt mit seinem Bruder und einem anderen Mitbewohner zusammen in dieser schönen aber für uns alle zu kleinen Wohnung zu ersticken? Es wäre leichter die gesamte Angelegenheit für immer in meiner Seele zu vergraben, wenn er mir nicht alle paar Monate mal schreiben und in der letzten Zeit sogar ein Treffen vorschlagen würde.

Es ist schwer von der Vergangenheit loszulassen. Leider. Je mehr Zeit vergeht, desto weniger sind wir in der Lage das Gefühl, welches diese eine Person in uns in der Vergangenheit ausgelöst hatte, wieder aufzurufen. Dennoch handelt es sich oft um Jahre und noch habe ich seinen verspielten in meinen Augen versinkenden Blick nicht vergessen.

Ich traf ihn im Januar 2010, in der schönsten Zeit meines Lebens, meiner Jugend.

Viele Jahre sind seitdem vergangen, doch wir beide bleiben gleich: zwei unfassbar schwierige, sensible, leidenschaftliche, viel zu selbstbewusste und zur gleichen Zeit unsichere, Träumer, die nach etwas ganz bestimmtem suchen, das sie vielleicht niemals finden, jedoch bis an ihr Lebensende herbeisehnen werden.

Das, was er mir damals gab, werde ich niemals vergessen.

Standard
Love

Wie das Leben so spielt…

Letzte Nacht hatte ich einen Traum, der mir absolut wie Realität vorkam. Ich wachte schweißgebadet voller Schuldgefühle neben meinem Freund auf, um erleichtert festzustellen, dass es Gott sei Dank nur ein Traum war und ich dem Mann, der mich so glücklich macht, mir so viel Liebe gibt und in mir auslöst nicht fremdgegangen bin. Auch in meinem Traum bin ich ihm quasi treu geblieben, dennoch war die Situation schon sehr heikel und es brach mein Herz allein daran zurückzudenken.

Im Traum war mir bewusst, dass ich vergeben bin und den Mann an meiner Seite liebe. Dennoch traf mich mit Tristan und irgendwie kam es dazu, dass ich mich während ich mit ihm war zu ihm hingezogen fühlte und es war offensichtlich, dass es ihm ähnlich ging. Auf ein mal kam er ganz nah an mich heran, küsste zunächst langsam und zärtlich meine Wangen um sich anschliessend meinem Mund zu nähern. Ich war schwach in diesem Traum, alle damaligen Gefühle kamen hoch, ich wollte es auf der einen Seite um jeden Preis verhindern, dass er mich küsst und gleichzeitig war ich wie gelähmt in bebender Erwartung seiner Lippen auf den meinen. Er kam immer näher und näher bis sich unsere Lippen beinahe berührten, während meine Seele schrie „Tue es nicht verdammt, du wirst dir alles zerstören!“ Plötzlich spürte ich zu meinem größten Schock den Hauch einer tatsächlichen Berührung, was mich sofort aus meiner Trance befreite, sodass ich mich wiederum in letzter Sekunde aus dieser bittersüßen verhängnisvollen Situation befreien konnte. Ich fühlte mich schrecklich nach diesem Traum und doch war ich erleichtert, dass ich sogar im Traum meinem Freund treu blieb…

Dennoch muss ich zugeben, dass ich seitdem nicht anders konnte, als einige Male an ihn zu denken… Auch konnte ich nicht anders, als mich plötzlich wieder an unser damaliges Wiedersehen nach schmerzhaften sechs Monaten (12. Juni bis zum 7. Dezember 2015) zu erinnern.

Ich verlasse London Bridge station. Ich sehe ihn da stehen in seiner Northface-Jacke, Hände in den Taschen, das Gesicht freundlich aber leicht besorgt. Ploetzlich sieht er mich. Er kommt mir entgegen und ein zauberhaftes breites Lächeln überflutet langsam sein schönes männliches Gesicht. „Ey Svet“…er nimmt mich in den Arm und hält mich etwas zu lange. Ich habe ein schwarzes kurzes Kleid an und trage mein goldblondes Haar offen, ich habe mich einparfümiert, reichlich einparfümiert. In meinem Kopf läuft eine einzige Frage Amok „Hat er eine Freundin?“. Mit meinem dritten Satz schiesst die Frage: „Und wie vielen Frauen hast du in dieser langen Zeit den Kopf verdreht…?“ heraus. Woraufhin ein Schlag ins Gesicht zurückkommt: „Ich habe seit 4 Monaten eine Freundin.“ Meine Welt fängt an zu bröckeln  ich bekomme keine Luft und muss mich extrem zusammenreissen, um nicht in Tränen auszubrechen. Es fällt mir unfassbar schwer mich zu konzentrieren, ich lasse ihn das Pub wählen  kann keinen klaren Gedanken mehr fassen… Er sucht etwas aus… Wir setzen uns, ich habe keinen Hunger… Er wählt voller Leidenschaft meine Lieblingsspeisen für mich aus und bestellt sie… Ich lasse ihn einfach machen… Mir ist alles egal, ich kann nicht mal eine Garnele hinunterschlucken, nicht mal mein absolutes Lieblingsessen… Er bestellt Zitrone für mich und fügt hinzu, dass es sehr viel sein soll und strahlt mich voller Fürsorge an, stolz, dass er mich immer noch so gut kennt. Ich bin schockiert, dass ich zum ersten Mal im Leben Zitrone vergessen habe… Er bestellt einen Spiced Rum mit Cola und ich nicke, dass ich das selbe will. Ich lächele durchweg, damit er bloss nichts von meinem Schock und der Verzweiflung, die sich in mir ausbreitet mitbekommt.

Er spricht von ihr, die Geschenke, die Reisen, ihr Humor. Ich merke, sie ist nicht ich, aber es ist okay so. Unsere Chemie ist wie immer, er hält sich nur zurück, ich kenne ihn, er kann mir nichts vormachen. Wir albern rum, lachen, fassen uns an den Händen, kämpfen… Er sagt er habe gelernt, nicht die ganze Zeit zu texten mit einer Frau, weil man sich sonst nicht zu sagen habe Abends… Ich weiss, dass wir dieses Problem nie hatten, er weiss es auch.

Mein Herz zerreisst, während ich ihn anlache. Ich verliere mich in seinen Augen und in meinen eigenen Gefühlen und Gedanken. Meine Seele brennt mit jedem Insider mehr. Jeder Longdrink, von denen wir einige trinken, bringt mich ihm und dem Abgrund meiner verzweifelten Gefühle näher. Ich geniesse jede Minute mit ihm und sauge jeden Moment auf, jedes Lächeln, jeden Klang, jeden Geruch. Gleichzeitig verliere ich meinen Verstand wenn ich auch nur daran denke, dass ich ihn wohlmöglich wieder einige Monate nicht zu Gesicht bekommen werde. An die Tatsache, dass er jetzt einer anderen gehört, nach sechs Jahren allein tatsächlich wieder vergeben ist. Glücklich vergeben. Endgültig vergeben.

Ich frage mich was er wohl fühlt? Fühlt er denn gar nichts? Werde ich jemals erfahren, ob auch er mich wollte. Mich so sehr wollte, dass es weh tat?

Wir verlassen die Bar und laufen zurück. Wir albern herum, umarmen uns, lachen. Plötzlich ist alles vorbei. Er muss rechts und ich links. Wir umarmen uns und lassen wieder von einander los. Ich schaue ihn an und kann nicht anders, als ihn noch ein einziges Mal an mich zu ziehen. Dann lasse ich ihn gehen und winke, winke bis ich ihn nicht mehr sehe. Dann breche ich endlich in Tränen aus, in schluchzenden, schallenden Tränen in mitten von all diesen Menschen. Ich weine und weine und weine. Ziehe mir meine riesige Kapuze über den Kopf und weine den ganzen 50-minütigen Nachhauseweg weiter. Ich starre die U-Bahntür an und diese bizarre unterirdische Welt zerschmilzt vor meinen Augen. Zu Hause angekommen weine ich weiter, während ich mir all die Lieder anhöre, die mich an ihn erinnern, rauche einen Joint und schlafe erschöpft ein.

Mittlerweile habe ich seine Freundin kennen gelernt, und habe mich von ihm vor ihren Augen mit seiner Gabel füttern lassen und mir angehört wir er ihr erklärt was „Svet so macht und mag“ und wieder zusehen können, wie er mir ganz viel Zitrone zu meinem von ihm ausgesuchten Essen bestellt. Mittlerweile sehen wir uns ab und zu auf einen abendlichen Drink, schenkten uns jeweils teuere Dinner zu unseren Geburtstagen und texten immer mal wieder. Langsam wird alles mehr „normal“ zwischen uns, nur dass „normal“ bei uns nie wirklich „normal“ war. Und vielleicht niemals sein wird.

Standard
Love

Don’t you want to shine?

„Tall grass and a blistering heat
I’ve got the burns on my back
Dirt on the soles of my feet
They say, „Come here where the air is sweet,
Play the game we’re playing,“
I heard them saying:

Here’s where you lose your mind
The water here’s divine
You’re doing just fine
Come on darling,
Don’t you want to Shine?“

It’s time. It’s time to shine. It’s time to write in English. Time to follow my heart and admit to myself that the new language of my heart is English, even if MY English is miles away from perfect. I apologise for randomly changing the language of my blog in advance and hope that you guys will still keep reading. Luckily our German people have no problems with understanding English, it would be far more problematic the other way around. Not sure how interesting this can be for potential new English native readers…I guess we will find out. I promise to do my best and deliver some interesting genuine posts.

I knew that one day this would happen, I didn’t expect it to happen that soon though to be perfectly honest. In November it will be two years that I abandoned my (back then as absolutely lovely considered) home city Berlin, having suddenly decided to leave everything I knew and owned behind and start all over again. The fact that my former boyfriend was a ‚Londoner chap‘ was the main reason for leaving the country. So I moved to London right into his brand new purchased flat in Sutton. I know, I know, Sutton isn’t London. It doesn’t feel like London, it doesn’t look like London and it doesn’t smell like London. Please let’s not even go down the road of discussing whether the ‚Suttoners‘ look or behave like Londoners, they DON’T, no matter whether you may want to compare them to people from Camden, Brixton, Chelsea or Shoreditch. Sutton has no style, let’s face it — it does have heart though. Funny enough I didn’t have any clue that I am moving to London’s tacky sister Surrey, so I didn’t have to worry about it.

However, only 7 months after the big move I ended up alone in beautiful not Sutton-like Fulham being challenged to take care of my shit myself since my boyfriend and I didn’t make it into the future. Today I am probably more of a Londoner than my EX boyfriend will ever be. After months of living for the moment and not being able to open up my heart completely whilst opening my blouse now and then, I have found love. Since December I am dating a wonderful man that I enjoy every minute with, he makes me smile, kisses and understands me, protects me and holds me when I sleep. But what would be a life without challenges? He is 4.5 years younger than me, yay: 26 – 31. You can probably imagine that this is exciting, interesting but also a little bit scary sometimes. I Can’t wait to tell you all about it.

Surprisingly writing this article wasn’t as difficult as I imagined. It just feels right to shine (and waking up beside him).

Standard